Ich weiß nicht, was es ist aber es kommt direkt auf mich zu – die CRIMINALE 2012

Der oder dem einen oder anderen wird es aufgefallen sein – diese Woche ist der FNHF ausgefallen. Das kam zum einen daher, dass ich am Freitag eine Lesung in Solingen hatte (sehr gelungene Lesung übrigens, danke nochmal an die Veranstalter und an das grandiose Publikum) und die Woche über nicht dazu kam, auf Halde zu schreiben. Zum anderen konnte ich den Horrorfilm der Woche auch nicht nachholen – denn ich habe eine Reise vorzubereiten: Am kommenden Mittwoch beginnt die CRIMINALE 2012 im Hochsauerlandkreis, und ich bin dabei.

Seit Ende letzten Jahres – seit den Träumern, die ja nun ohne jeden Zweifel ein Krimi sind – bin ich Mitglied im Syndikat, der Vereinigung der deutschsprachigen Krimiautorinnen und -autoren. Die Criminale ist ebenso ein Krimifestival wie unser Jahrestreffen, mit Vollversammlung und Lesungen, Workshops, Treffen an der Bar, Spiel des FC Criminale und natürlich der Verleihung des Glauser – eines der, wenn nicht des wichtigsten deutschen Krimipreises. Das werden verdammt spannende Tage!

Und ich freue mich darauf wie Bolle. Ich freue mich darauf, Sandra Lüpkes kennen zu lernen, meine Patin (als Neuling durfte man sich wünschen, ein erfahrenes Syndikats-Mitglied an die Seite zu bekommen, das beim Einstieg hilft). Als echte Patin hat sie mich gefälligst zu beschützen und mir zu helfen und dafür wird sie mich eines Tages – und dieser Tag wird vielleicht niemals kommen – bitten, ihr einen Gefallen zu tun… ;-)

Ich freue mich auf Oliver Buslau, den Erfinder des Bergischen Detektives Remigius Rott, ich freue mich auf Karin Schickinger, die gemeinsam mit Sandra und mir am Freitagabend in Sundern lesen wird, auf Nina George, die ich bei Facebook kennen gelernt habe und die so engagiert für die Rechte von uns Urhebern kämpft, ich freue mich auf den Tango Criminale, auf den Sorpesee und das Sauerland, ich möchte möglichst viele Lesungen besuchen und viele andere Autorinnen und Autoren hören und kennen lernen… ich freue mich seit Monaten darauf.

Und argh, ist mir flau im Magen. Es ist nämlich so – ich bin nicht besonders gut darin, mit neuen Menschen umzugehen. Also… solchen, die ich nicht selbst erfunden habe. Ich bin der Typ, der auf einer Party rumsteht und hofft, dass sich jemand seiner erbarmt und ihn anspricht. Ich bin SCHRIFTSTELLER verdammt! Sensibelchen! Künstler!

“Moment!” ruft da jemand, “Bist Du nicht auch PR-Berater? Sind das nicht diese schampustrinkenden Kommunikationsgenies, die mit allem und jedem über alles und jedes sprechen können?”
“Tut mir leid”, antworte ich, “ich schreibe Konzepte, ich bin PR-Stratege. Und Redakteur. Ich mag keinen Schampus und wenn ich arbeite, bietet mir auch keiner einen an. Schau weniger Vorabendserien!”

“Aber”, ruft ein anderer, “da sind doch lauter Schriftstellerinnen und Schriftsteller! Bedeutet das, Ihr steht alle nur rum und hofft…”
Erschreckende Vision! :-D Aber es soll ja auch extrovertierte Vertreter unserer Zunft geben.

Tatsache ist – ich bin, bei aller Vorfreude, schon ganz schön unsicher. Und da kommt IHR ins Spiel, meine lieben unbekannten oder doch bekannten Leserinnen und Leser, Finderfans, Langenrathbewohner, Rufenthusiasten, Träumerfreunde und Freitagnachmittagshorrorfilmschauer. WENN ich da Internet habe (ich nehme den Surfstick mit und hoffe, dass das deutsche Hinterland etwas besser erschlossen ist als das niederländische) werde ich von der CRIMINALE bloggen. Folgt mir, seid mein Stück Heimat im Outback von NRW. Und wenn Ihr wollt – kommt mich besuchen:

Aufgemotzt und abgeschmiert
Lesung mit Sandra Lüpkes, Karin Schickinger und Michael Schreckenberg
27. April, 19.30 Uhr
Fa. Capristo, Kalmecke 5
59846 Sundern-Stemel

Der Eintritt ist frei, vorherige Anmeldung unter Telefon 02933 810 wäre aber nicht dumm.

Sehen wir uns? ;-)

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Über Mountfright

Autor und Öffentlichkeitsarbeiter, Mann und Vater, Leser und Filmfreak. Kindheit in den 1970ern, weswegen mich bis heute seltsame Musik mit Ohrwürmern plagt. Aufgewachsen in den 80er Jahren, einem Jahrzehnt, das nicht halb so grau war, wie die anderen glauben. Erste Kurzgeschichte mit 13, erster echter Romanversuch (nach pubertären Ausfällen) mit 17, die nachfolgende Schreibblockade habe ich mir mit Songtexten für die Kölner Psychobillyband "Boozehounds" vertrieben. Danach ging es wieder: Erster lesenswerter Roman mit 26, seither nicht mehr aufgehört.
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8 Antworten zu Ich weiß nicht, was es ist aber es kommt direkt auf mich zu – die CRIMINALE 2012

  1. Sarah Wassermair schreibt:

    “Und argh, ist mir flau im Magen. Es ist nämlich so – ich bin nicht besonders gut darin, mit neuen Menschen umzugehen. Also… solchen, die ich nicht selbst erfunden habe. Ich bin der Typ, der auf einer Party rumsteht und hofft, dass sich jemand seiner erbarmt und ihn anspricht. Ich bin SCHRIFTSTELLER verdammt! Sensibelchen! Künstler!”

    Dearest, das Problem kenn ich. Solltest du zu allzu verloren in der Ecke stehen, dann denkt dran: ich steh ich im Geiste neben dir und reiche dir das Schampusglas.

  2. Mountfright schreibt:

    Danke, das hilft. :-* Und ich kenne Dich – das ist kein Schampus in dem Glas…
    By the way – Du schreibst verdammte Krimidrehbücher und verdienst damit das Futter für Dich und Deine Fische. Warum bin ich da überhaupt alleine???

    And now for something completely different: Wir haben das perfekte Geburtstagsgeschenk für Dich. Willst Du es Dir anlässlich meines Geburtstages überreichen lassen, oder anlässlich des FFF?

  3. Oliver Buslau schreibt:

    Die Menschen im Syndikat sind nicht neu. Du weißt es nur noch nicht.

  4. Sarah Wassermair schreibt:

    Zu Frage 1: Weil ihr ganz oben im Norden seid?
    Zu Frage 2: Wenn sich’s irgendwie, IRGENDWIE ausgeht, dann gedenke ich schon, euch zu deinem Geburtstag heimzusuchen. Ich brauch grad dringend eine Auszeit chez Schreckenbergs. :-D

  5. Mountfright schreibt:

    Norden? Norden ist in Narvik. :-D

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