schreckenbergschaut: Weihnachtsprogramm Teil 3 – Hogfather

Da bin ich wieder.  Ja, auch nach Weihnachten geht es weiter mit dem Weihnachtsprogramm, ich hatte ja gesagt, es geht um ein Programm für die Tage rund um das Fest. 😉 Heute stelle ich Euch einen TV Zweiteiler vor – also den idealen Zeitvertreib für einen laaaaangen Nachmittag im Banne der nachfesttäglichen Fressbetäubung:

Terry Pratchett’s Hogfather
(Hogfather)
USA 2006

Drehbuch: Sarah Conroy, Vadim Jean, Terry Pratchett
Regie: Vadim Jean

Die Geschichte…

…spielt auf Terry Pratchetts Discworld. Es ist also alles ein KLEINwenig anders als auf unserer Kugel hier. So zieht dort auch ein Typ im roten Bademantel mit dem Schlitten aus, um zu einem Fest im Winter die Leute zu beschenken. Dort allerdings heißt das Fest Hogswatch, der Schlitten wird von Schweinen gezogen und der Herr im Mantel ist der Hogfather. Und er ist selbstverständlich überaus real – wie auch die Zahnfee oder der TOD, der in der Romanvorlage nur in Großbuchstaben spricht und einspringt, als Hogfather verschwindet und irgendjemand mit Hohoho (bzw. HOHOHO) durch den Kamin kommen muss. Währenddessen macht TODs Enkelin Susan sich daran macht, herauszufinden, wer hinter Hogfathers Verschwinden steht – und warum. Der Film ist eine hübsch getreue Umsetzung des großartigen Romanes von Pratchett (die man sich am besten im Original  ansieht) – und das bedeutet, dass sie einerseits von im besten Sinne irren Einfällen nur so wimmelt (mein Liebling: Der „Oh-God of Hangovers“) andererseits die hinter der Geschichte stehende Grundidee aber sehr intelligent, tief und bedenkenswert ist. Mehr werde ich hier nicht spoilern.

Warum sind diese Filme für die weihnachtliche Zeit so gut geeignet?

Natürlich ist der Hintergrund weihnachtlich – zumindest, wenn man die angelsächsischen Weihnachtsbräuche mit Weihnachtsmann, Rentieren etc. zugrunde legt. Aber da das ja auch hierzulande inzwischen Bildwelten beherrscht, stellt sich die entsprechende Atmosphäre rasch ein. Viel interessanter aber finde ich Pratchetts Konstruktion dieses parallelweltlichen Weihnachtsfestes – Hogswatch eben. Alles so vertraut und doch etwas anders – das macht wirklich Spaß.

 

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Über Mountfright

Autor und Öffentlichkeitsarbeiter, Mann und Vater, Leser und Filmfreak. Kindheit in den 1970ern, weswegen mich bis heute seltsame Musik mit Ohrwürmern plagt. Aufgewachsen in den 80er Jahren, einem Jahrzehnt, das nicht halb so grau war, wie die anderen glauben. Erste Kurzgeschichte mit 13, erster echter Romanversuch (nach pubertären Ausfällen) mit 17, die nachfolgende Schreibblockade habe ich mir mit Songtexten für die Kölner Psychobillyband "Boozehounds" vertrieben. Danach ging es wieder: Erster lesenswerter Roman mit 26, seither nicht mehr aufgehört.
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