schreckenberglebt: Soon may the Wellerman come (und ein gutes neues Jahr Euch allen)


Hallo! Und ein gute neues Jahr 2021!

Ja, ich weiß, ich habe mich ewig nicht mehr gemeldet. Und diesmal habe ich den Blog nichtmal vergessen, ich habe öfter mal daran gedacht zu schreiben, gerade in der Adventszeit, aber ehrlich? Ich hatte nicht die Kraft. Ich hatte und habe viel zu tun, aber bei allen Projekten war es lange sehr, sehr neblig. Produktionsfirmen wissen eben auch nicht, wie dieses Jahr aussehen wird. Und halten sich deshalb mit bezahlten Aufträgen zurück, was ich völlig verstehen kann. Also viel guter Wille, viele Absichtserklärungen, und viel Vorbereitung und Planung, aber – alles mehr oder weniger auf Basis von „Wir hoffen, dass…“

Wirtschaftlich wurde das nach einer Weile dann doch schwierig, nicht für uns als Familie (die holde Herrin und ich arbeiten gottlob in völlig verschiedenen Branchen), aber für mich als Soloselbständigen schon. Zumal unser Auto kurz nach Weihnachten den Weg alles Irdischen gegangen ist und meine Kernbürotechnik auch langsam dahinsiechte.

Geholfen haben mir zwei staatliche Programme (ein Stipendium, ein Kredit) und… das Finanzamt Leverkusen. Yep, so ist das. Hier mal ein Lob an die dortigen Finanzbeamt*innen, die seit JAHREN sehr kulant mit den Fährnissen einer Künstler-Angestellten-Drei-Kinder-Familie umgehen, uns gut beraten, im Zweifel die Lösung wählen, die für uns am günstigsten ist und insgesamt völlig anders sind als das Klischee des Finanzbeamten.

Es scheint sich nun alles zum Besseren zu wenden. Dank des besagten Kredits konnte ich in neue Technik investieren, bei den bisher sehr vagen Projekten klärt sich gerade einiges und wird konkret, gerade heute kam eine weitere gute Nachricht und was diese Pandemie betrifft: Wir haben Impfstoffe, die allermeisten Leute verhalten sich vernünftig, sonst würden die Kennzahlen (Inzidenz, Neuerkrankungen) nicht langsam zurückgehen (siehe Zahlen des RKI und des Landes NRW). Viele Medien vermitteln den Eindruck, es würde immer schlimmer und wir wären alle ein Haufen Irrer, die in ihrer Mehrheit gegen jede Vernunft handeln, aber es sieht so aus, als sei das eben nur das, was man außen sieht. Leute, die über Weihnachten zu Hause bleiben, sich in ihrer Freizeit einschränken und sich an Maßnahmen halten eignen sich eben nicht für Schlagzeilen.

Aber darüber wollte ich morgen schreiben. Heute wollte ich darüber schreiben, wie heuchlerisch es ist, das Lied des liberalen Kapitalismus zu singen und dem Gott der Profitmaximierung zu huldigen, und sich gleichzeitig darüber zu beschweren, dass Unternehmen nicht nach Allgemeinwohl und Sozialer Verantwortung handeln. Es geht eben nicht beides. Der Markt regelt schon, aber er ist weder sozial noch moralisch.

Aber wisst Ihr was: Das Große Kind hat mir gerade von ShantyTok berichtet. Und das macht Hoffnung. Ich habe gerade eine Menge Hoffnung. Also spare ich mir meine Wut für morgen und gehe Stew kochen. Passt auf Euch auf, gehabt Euch wohl, liebt mehr, hasst weniger. Bis bald. 🙂

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schreckenbergschaut: The Hauntings

Gestern und vorgestern habe ich, gemeinsam mit meinem ältesten Kind, „The Haunting of Bly Manor“ geschaut, die zweite Staffel der Haunting-Reihe von Mike Flanagan. Vor zwei Jahren habe ich die erste Staffel gesehen, „The Haunting of Hill House“, und ich wollte hier immer mal wieder darüber schreiben, habe es aber nie getan. Zuerst, weil mir das buchstäblich letzte Wort aus „Hill House“ fast die ganze Serie verdorben hätte. Dann aber hat mich besagtes ältestes Kind darauf hingewiesen, dass dieses Wort von einer Figur gesprochen wird, die ein Musterbeispiel für einen unzuverlässigen Erzähler ist. Und ja, dann ergibt es Sinn und ja, dann ist die Serie auch nicht verdorben. Puh. Denn „The Haunting of Hill House“ ist in sehr vieler Hinsicht eine ganz großartige Serie* und das selbe gilt für „The Haunting of Bly Manor“.

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schreckenberglebt: Servus und herzlich willkommen bei schreckenbergschreibt!

Hallo! Wenn Dir die Begrüßung vage bekannt vorkommt, dann bist Du wahrscheinlich hier, weil Du Franziskas Interview mit mir auf „Darf’s ein bisserl Mord sein?“ gehört hast und nun nach den Inhalten suchst, über die wir dort gesprochen haben.

Eine Übersicht über alle Quarantänegeschichten (sowohl von Sarah als auch von mir), einschließlich meines Romans „Der Ruf“ findest Du hier.

Meine Tipps zum Thema Selbstverteidigungskurse für Frauen sind hier.

Ansonsten: Viel Spaß beim Stöbern. 🙂 Über meine Expedition in alle Bezirke Wiens werde ich die Tage auch noch etwas schreiben, ich würde mich freuen, wenn Du hin und wieder vorbeischaust.

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schreckenbergliest: 50 Bücher

Ihr kennt doch diese Facebookspiele? Poste 10 Tage lang eines Deiner Lieblingsxyz, nominiere jeden Tag eine weitere Person. Ich gebe zu: Abgesehen von dem Nominierungsteil (ich übe ungern emotionalen Druck auf meine Freund*innen aus) mag ich die ganz gerne. Ich bin eben Künstler, also ein wenig eitel, und erzähle gerne von mir. 😀 Diesmal mochte ich das Spiel besonders gerne, da ich 10 Lieblingsbücher benennen sollte – und ich mag Bücher. Andererseits ist es eine Pest, sich auf zehn zu beschränken.

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schreckenbergschreibt: Update

Im Anschluss an die Quarantänegeschichten hatte ich die feste Absicht bekundet, hier öfter zu schreiben – was bei mir bedeutet, mehr als zweimal im Jahr. :-/ Ich werde versuchen, es auf einmal die Woche zu bringen, ab jetzt, aber ich kenne mich…

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