The 12 days before Christmas: Tag 10 – Und täglich grüßt das Murmeltier

Noch zwei Tage und der Rest von heute – jetzt kann ich Euch leider keine Bücher oder Musik  mehr empfehlen, die ein wenig Lieferzeit brauchen, für die man sich direkt mit den Erzeugern in Verbindung setzen muss oder die nicht in jedem (einschlägigen) Laden zu bekommen sind. Ab jetzt muss ich Euch Dinge empfehlen, die Ihr todsicher mit einer Fahrt in die Stadt bekommt. Und ich beginne mit

Und täglich grüßt das Murmeltier

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Was ist das?

Zunächst mal: Was ist das auf dem Bild? Das ist unser Weihnachtsbaum aus dem letzten Jahr. Ich habe nämlich überhaupt keine Lust, mit der Rechtsabteilung von Sony über die Nutzung eines Covers zu verhandeln, auch wenn das noch so werbewirksam für die wäre. Das Bild hat aber dennoch etwas mit dem Film zu tun, denn es ist seit einiger Zeit Tradition, dass meine Liebste und ich am Tag vor Heiligabend den Baum schmücken, dabei größere Mengen Portweins vernichten und „Und täglich grüßt das Murmeltier“ schauen.

Die Geschichte ist inzwischen, glaube ich, sattsam bekannt: Phil Connors (gespielt von Bill Murray), das eitle Ekelpaket vom Wetterbericht, wird nach Punxsutawney geschickt, um wie jedes Jahr beim Murmeltiertag dabei zu sein, denn der Sage nach kann Murmeltier Phil (sic!) voraussagen, ob es einen frühen Frühling gibt. Und irgendeine humorbegabte Gottheit hat sich eine schlimme Läuterungstortur für den miesen Wettermann ausgedacht. Weil er diesen Tag so hasst, muss er ihn wieder und wieder und wieder erleben, bis…

Warum ist das ein gutes Geschenk?

Im Gegensatz zum landläufigen Vorurteil ist das KEIN klassischer Weihnachtsfilm, er spielt im Februar. Ist aber egal, Winter ist Winter und Herzwärmung ist Herzwärmung. 🙂 Und er ist, wie gesagt, Teil meiner Weihnachtstradition. Das schöne an diesem Film ist – man (ich zumindest) kann sich wieder und wieder ansehen, wie Phil wieder und wieder diesen Murmeltiertag erlebt – jede Szene hat ihre großen Momente, und wenn man sie irgendwann alle fast auswendig kennt, freut man sich dennoch immer wieder darauf. Außerdem ist er preiswert (was ihn zum idealen Notgeschenk macht) um diese Zeit in wirklich JEDEM DVD-Shop erhältlich und in der deutschen Fassung der englischen ebenbürtig, Ihr müsst also nicht einmal wissen, wie gut das Englisch Eures Geschenkempfängers ist. Außerdem ist dieser Film nicht nur in meiner Familie ein moderner Klassiker.

Für wen?

Für jeden Menschen, der es erträgt, einen Film zu sehen, dessen Ausgang vorhersehbar und dessen Moral flach ist, der aber dafür mit großem Humor, treffsicheren Pointen und entspannendem Witz daherkommt. Also für alle, die gerne lachen.

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Über Mountfright

Autor und Öffentlichkeitsarbeiter, Mann und Vater, Leser und Filmfreak. Kindheit in den 1970ern, weswegen mich bis heute seltsame Musik mit Ohrwürmern plagt. Aufgewachsen in den 80er Jahren, einem Jahrzehnt, das nicht halb so grau war, wie die anderen glauben. Erste Kurzgeschichte mit 13, erster echter Romanversuch (nach pubertären Ausfällen) mit 17, die nachfolgende Schreibblockade habe ich mir mit Songtexten für die Kölner Psychobillyband "Boozehounds" vertrieben. Danach ging es wieder: Erster lesenswerter Roman mit 26, seither nicht mehr aufgehört.
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6 Antworten zu The 12 days before Christmas: Tag 10 – Und täglich grüßt das Murmeltier

  1. Ich kann dir da nur zustimmen, wir gucken den praktisch immer, wenn er mal läuft.
    Dir und deinen Lieben wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest, Michael.

    LG Claudia

  2. Miss Glück schreibt:

    Für mich ist das einer der besten Filme, die es gibt. Flache Moral? Das kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Ich finde, es versteckt sich hinter Pointen ein ausgesprochen kluger Ansatz.
    Und die Erkenntnis, mit jedem Tag, der vergeht, die eigene Zukunft mitbestimmen zu können. So. Und so auch. Je nach Stimmungslage. Aber eben leider ohne Korrekturchance, wie im Film. 🙂

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