schreckenbergschreibt: Quarantänegeschichte Nr. 16 – Urknall

Soooo, nach zwei Wochen Quarantänegeschichten habe ich jetzt mal den Holzvorrat für meine Geschichtenlagerfeuer überprüft. Zwei veröffentlichte Geschichten habe ich noch, von denen ich allerdings die eine nicht mag und die andere… naja, ich mag sie schon, aber sie ist recht düster. Also – ein reales Düster, kein phantastisches, wie sonst.

Außerdem habe ich noch 12 fertige, unveröffentlichte Geschichten, die ich aber einzeln überprüfen und überarbeiten muss. Einige sind nicht besonders gut gealtert, eine musste ich eben verwerfen. Es war eine nette kleine Rachegeschichte, die ich mal für einen Wettbewerb geschrieben habe, vor fast 20 Jahren. In der Zwischenzeit… Sagen wir mal so – ich habe genug von Serienkillern und hübschen Leichen. Bei anderen, aber eben auch bei mir selbst.

Die Geschichte aber, die ich Euch heute erzählen will, mag ich immer noch. Sie ist ein wenig einfach im Stil (wäre ja auch traurig, wenn ich in den 17 Jahren seit ihrer Enstehung als Autor nicht dazugelernt hätte), aber ich mag sowohl die Grundidee als auch die Geschichte selbst immer noch sehr.

Und keine Sorge – Sarah und ich werden nicht aufhören, Euch mit Geschichten zu versorgen, auch wenn wir davon ausgehen, dass die Isolation noch länger als die knapp zwei Wochen dauern wird, die mein Geschichtenvorrat noch reicht. Ich lasse mir etwas einfallen. 😉

Vor der Geschichte wie immer dies:

Wieder unter der Lizenz Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International (CC BY-NC-ND 4.0)*.






URKNALL

von Michael Schreckenberg

Es hat alles mit dem Stein angefangen. Einer dieser Zufälle, die die Menschheit weiter vorangebracht haben als viel akribische, fruchtlose Forschung. Der Stein war alt. Die genauesten Schätzungen lagen bei 300 bis 250 Millionen Jahren. Er war warm und pulsierte, wie ein lebendiges Wesen. Er war Energie. Er bedeutete die Lösung all unserer Probleme. Dachten wir.

„Du solltest da wirklich nicht noch mal rein gehen. Was soll das? Du hast alles tausendmal kontrolliert.“

Andreas schüttelte den Kopf. „Du verstehst mich nicht. Ich will nichts kontrollieren. Ich will dabei sein, wenn wir die Maschine einschalten.“

Grischa ließ seine Kladde sinken und starrte ihn an. „Das ist nicht dein Ernst.“

„Doch, sicher. Warum nicht?“

„Es ist zu… es ist zu gefährlich. Und verboten ist es außerdem.“

„Es ist nicht verboten, und du weißt das.“ sagte Andreas ungeduldig.

Grischa seufzte. „Es sollte verboten sein.“

„Blödsinn. Ich möchte einfach sehen, wie er reagiert. Wie es aussieht, wenn wir ihn anzapfen. Ich will Daten sammeln, wenn du eine wissenschaftliche Begründung willst.“

„Die Brennstäbe in einem Kernkraftwerk sehen sicher auch toll aus. Trotzdem will niemand zu ihnen rein.“

Andreas schenkte seinem Kollegen einen ungeduldigen Blick. „Du weißt, dass man das nicht vergleichen kann. Er ist nicht radioaktiv, er ist nicht instabil, wir haben es xmal simuliert und noch öfter durchgerechnet. Das weißt Du.“

„Gar nichts weiß ich. Und du weißt ebenso wenig. Niemand hat irgendeine Ahnung.“

Andreas lachte. „Mag sein, aber das hat keinen abgehalten. Dich auch nicht. Ich gehe jetzt rein. Wer ist dabei, wenn du die Maschine einschaltet? Judith?“

Grischa seufzte erneut, resigniert. So kameradschaftlich es im Team zuging – Andreas war der Chef. Leider. „Wie du willst. Judith ist dabei, ja. 30 Sekunden Testlauf, damit morgen alles gut geht. Wie du gesagt hast.“

„Morgen, mein Freund,“ sagte Andreas grinsend, „morgen schaffen wir eine neue Welt.“

„Aber klar.“

„Glaub mir!“ Damit ging er in die Kammer.

Professor Dr. Andreas Melchior hatte gedacht, er hätte die Ehrfurcht vor diesem Ding schon lange verloren. Aber wie er nun hier stand und den Stein betrachtete, der da inmitten von Streben und Leitungen steckte, angebohrt, mit Sonden beklebt, mit Reizern und Abnehmern verbunden, da wusste er, dass er nichts verloren hatte. Der Stein war sein Leben, seit 15 Jahren, seit einer seiner Studenten dass Ding aus dem Urlaub in Tschechien mitgebracht hatte. Als klar war, was Grischa da gefunden hatte, hatte es ein wenig politischen Streit gegeben, aber dann wurde das Ganze ein EU-Projekt, mit Sitz in Prag und ihm als Leiter, und alle waren wieder glücklich und zufrieden. Und er hatte unter den besten jungen Naturwissenschaftlern Europas auswählen können. Sie kamen und gingen, geblieben waren in der ganzen Zeit nur Grischa, er selbst und Judith – Dr. Judith Schmiedt – die tschechische Laborleiterin. Es war nur fair, dass sie Drei die Ersten waren. Er drehte sich zur Scheibe. Zwei Fenster weiter schüttelte Grischa den Kopf, Judith war hinzugekommen und zeigte Andreas den Vogel. Schön, so ein gutes persönliches Verhältnis im Team. Er machte das OK-Zeichen. Grischa sah ihn noch einmal fragend an, Andreas nickte ungeduldig mit dem Kopf. Darauf zuckte sein Assistent mit den Schultern und drückte auf den Knopf.

Was zur Hölle ist das?!“

Die Explosion war ohrenbetäubend – im wahrsten Sinne des Wortes. Andreas fand sich an der Wand der inneren Maschinenkammer wieder. Das Inferno um ihn war seltsam still. Er saß in einer Ruine, die Maschinenteile hatten alles zerfetzt, was ihnen im Weg gewesen war. Wände. Möbel. Geräte. Und was von dem Raum übrig war, stand in Flammen. Er saß da und wunderte sich über die Stille. Er hörte nur ein Piepen. Langsam wurde Andreas klar, was geschehen war. Er rappelte sich auf und sah, dass die Wand, an der er gelehnt hatte, keine Wand mehr war, nur noch ein sinnloser Raumtrenner zwischen dem Chaos vor und dem Inferno hinter ihm. Es gab keinen inneren Maschinenraum mehr und keinen äußeren und kein Labor – es gab nur noch Trümmer, Feuer, Fetzen – und Stille. Und das Piepen.

‚Der Rauch‘, dachte Andreas. ‚Ich muss hier raus, Rauchvergiftung. Judith. Was ist mit Judith? Und Grischa.‘

Er fand die beiden in der Nähe von etwas, das er mit Mühe als die Reste der Trennwand zum äußeren Maschinenraum erkannte. Judith war bewusstlos, sie blutete, ihr rechtes Bein war unter einem gewaltigen Trümmer eingeklemmt. Grischa war tot, die Scheibe des Sichtfensters hatte ihm den Kopf und den linken Arm abgerissen und den Rest seines Körpers mit Scherben gespickt, von denen jede einzelne so lang wie eine Schwertklinge war. Für einen Moment war Andreas begraben in Trauer um seinen Freund, aber er zwang sich, klar zu denken. Judith. Judith war eingeklemmt und der Raum brannte. Er musste sie retten, niemand sonst war hier. Er stemmte sich gegen den Trümmer, unter dem ihr Bein verkeilt war, es war ein undefinierbares Metallteil. Er roch den scharfen, fett stinkenden Rauch, spürte die Flammen, er schaffte es im letzten Moment. Der riesige Metallfetzen kippte weg von ihm, er nahm Judith auf seine Arme, und dann rannte er.

Rauch? Ist das… Nein… wo ist die Wand!?“

Draußen tobte das Chaos, ein anderes Chaos als drinnen. Menschen rannten die Gänge entlang, zu den Ausgängen, die Männer der Institutsfeuerwehr rannten in die entgegengesetzte Richtung, hin zum Labor. Alle Feuermelder blinkten, es musste ein unglaublicher Lärm herrschen, aber Andreas nahm nur ein Murmeln wahr. Immerhin das – und das Piepen wurde auch leiser. Judith legte die Arme um seinen Hals und sagte etwas mit geschlossenen Augen, er sah, wie sie die Lippen bewegte. Er kämpfte sich zur Treppe, hinunter ins Erdgeschoss, noch einmal den Flur entlang und dann ins Freie. Sanitäter der Institutsfeuerwehr kamen ihm entgegen, nahmen ihm Judith ab. Er deutete auf seine Ohren, aber sie beachteten ihn nicht, Judith hatte die Augen geöffnet und schenkte ihm ein Lächeln, als sie sie fort trugen.

Wo ist er? Da! Siehst du? Aber…“

Die Druckwelle warf ihn zu Boden, den Knall selber bekam er nur als dumpfes „Plopp“ mit. Er stand auf und drehte sich zum Gebäude. Ein Teil des ersten Stockwerks war explodiert, immer noch regneten Trümmerteile auf die andere Seite des Parkplatzes. Flammen schlugen aus der Ruine, turmhoch. Jemand berührte ihn an der Schulter, Andreas drehte sich um. Es war Puchlika, der Chef er Institutsfeuerwehr. Neben ihm stand eine weinende Frau. Puchlika sagte etwas. Andreas zuckte mit den Schultern und deutete auf seine Ohren. Der Feuerwehrmann kam näher und brüllte in sein Ohr.

„Sie… ill… titutsleit… rechen.“

„Ja,“ sagte Andreas. „Und?“

„…dergartenkinder… esicht…ung. Kind… fehlt.“

„Was? Seit wann machen wir Besichtigungen für Kindergärten?“

„Idee… PR-…teilung.“

„Ein Kind fehlt?“

Die Frau nickte. Puchlika sah ihn traurig an.

„…ön… icht… rein. …spät,“ brüllte er in Andreas Ohr.

Andreas rannte zurück in das brennende Gebäude.

Er fand das kleine Mädchen schnell, das sich verängstigt die Ecke eines Waschraums gekauert hatte. Der Kamineffekt des Flures zog den Rauch von ihr weg, aber die Flammen hatten sie eingekreist und kamen näher. Andreas sprang durch das Feuer, barg die Kleine an seiner Brust, sprang zurück, kroch, das Kind im Arm, unter dem Rauch zur Tür zurück und verließ die Ruine zum zweiten Mal. Die Menge der Geretteten draußen jubelte ihm zu. Schade, dass er es nicht hören konnte.

Es sieht aus… wie… wie ein Foto. Was sollen wir tun?“

Zwei Jahre später war er am Ziel seiner Wünsche und all seiner Träume. Es hatte Untersuchungen gegeben, aber sie hatten alle erbracht, dass ihn keinerlei Schuld an der Katastrophe traf. Grischa hatte einen Fehler gemacht mit den Reizgebern. Die Explosion hatte Andreas Theorien auf schreckliche Weise bestätigt. Der Stein selbst war völlig unbeschädigt, weiterhin warm, und pulste ruhig vor sich hin – auch das eine Bestätigung seiner Theorie. Sie hatten ihm gestattet, weiter zu forschen und eine neue Maschine zu bauen, es war dabei nicht wenig förderlich gewesen, dass er die jüngste Tochter des tschechischen Präsidenten aus den Flammen gerettet hatte. Und dann – ein Jahr nach Judiths und seinem ersten Hochzeitstag, schalteten sie die neue Maschine ein. Und sie funktionierte. Von diesem Moment an lieferte der Melchior-Generator Energie. Unbegrenzt – und kostenlos für jedermann. Darauf hatte Andreas bestanden. Die Welt feierte ihn.

Was ist hier los!? Oh Gott – was ist das!?“

„Ich höre Stimmen, Doktor.“

Der Arzt sah ihn erstaunt an. Erstaunt – und ein wenig belustigt.

„Stimmen?“

„Ja. Seit damals, seit dem Unfall in meinem ersten Labor. Sie haben bestimmt davon gehört.“

„Ja. Sie haben das kleine Mädchen gerettet. Liebmanns Tochter. Ich habe gehört, sie soll schon studieren. Ein echtes Wunderkind. Ohne Sie…“

Andreas winkte ab. „Darum geht es nicht. Ich war damals taub, wissen Sie, hat insgesamt fast drei Wochen gedauert. Durch die Explosion. Aber damals habe ich zum ersten Mal die Stimmen gehört. In meinem Kopf.“

„Ah. Und was sagen sie?“

Andreas zuckte mit den Schultern. „Seltsames Zeug. In den letzten fünf Jahren war es immer das selbe: ‚Was ist hier los!? Oh Gott – was ist das!?‘“

„Komisch. Sehen Sie irgendeinen Zusammenhang? Was das bedeuten könnte?“

„Nein.“

„Und erkennen Sie die Stimmen?“

„Nein. Sie sind viel zu leise. Wie ein Flüstern, weit weg. Manchmal wache ich Nachts davon auf. Es ist zu gruselig.“

„Sie sagen ‚in den letzten fünf Jahren‘. Haben sie vorher etwas anderes gesagt?“

„Ja. Auch nur sinnloses Zeug.“

„Wird es mehr?“

Andreas überlegte einen Augenblick. „Nein. Nein, eher weniger.“

Der Arzt klopfte ihm auf den Arm. „Das ist Stress mein Lieber. Überlegen Sie mal: Dieser schreckliche Unfall, damals, der Tod Ihres Assistenten, dann die Anstrengung, alles wieder aufzubauen, und nun die vielen Stiftungen, denen sie vorstehen, ihre Bücher, ihre Familie – Sie kommen ja nie zur Ruhe. Gönnen Sie sich mal was. Wie wäre es mit Golf? Hätten sie Lust, Golf zu spielen?“

Es breitet sich aus. Was? Es wird größer. Schau…“

Seltsamerweise war er nie vorher auf etwas so stolz gewesen wie auf seine Triumphe als Profigolfer. Er hatte immer gewusst, dass er ein brillanter Geist war, ein großer Wissenschaftler, durch Judith hatte er gelernt, dass er ein begnadeter Liebhaber und guter Ehemann war, ihre gemeinsamen Kinder zeigten ihm jeden Tag, was für einen guten Vater er abgab. Die Menschen in der ganzen Welt verehrten ihn als den Mann, der sie aus der Sklaverei von Öl, Kohle und Kernkraft befreit und ihnen Weltfrieden geschenkt hatte. Seit drei Jahren war nun auch der letzte Bürgerkrieg beendet. Aber nichts davon hatte ihn so überrascht und daher so unerwartet stolz gemacht wie sein Talent als Golfer. Er beendete seine Karriere erst in hohem Alter – ein junger Mann war auf der internationalen Golfbühne erschienen, und nach mehr als einem Jahrzehnt spürte Andreas zum ersten Mal, dass da jemand war, der ihn würde schlagen können. Er beendete seine Laufbahn auf ihrem Höhepunkt – lächelnd.

Können wir es aufhalten?

Er hatte nicht damit gerechnet, Weltpräsident zu werden. Aber nach dem Ende aller Energieprobleme waren die Völker schneller zusammengewachsen, als sich irgendjemand hätte träumen lassen. Am 31. Dezember 2056 wurde in New York, am Sitz der alten UNO, feierlich der Unionsvertrag unterschrieben, die ersten weltweiten freien Präsidentschaftswahlen fanden zwei Jahre später statt. Der ehemalige Präsident Tschechiens, Oleg Liebmann, sein alter Freund, war in diesen Jahren Übergangspräsident der provisorischen Weltregierung. Myriam, Olegs Tochter, die Andreas vor so vielen Jahren aus dem Institut getragen hatte, hatte inzwischen ein Heilmittel gegen die meisten Formen von Krebs entdeckt, ihr Vater war einer der Ersten gewesen, die sie gerettet hatte. Es war Oleg, der ihn auf die Idee brachte, zu kandidieren. Genauer – der alte Präsident hatte ihn gedrängt, denn Andreas wollte eigentlich lieber sein behaglich gestaltetes Privatleben genießen. Aber in einer langen Nacht, mit viel gutem Wein, gelang es Oleg und Judith, ihn zu überzeugen. Als bekannt wurde, dass Andreas Melchior sich zur Wahl stellte, zogen alle anderen Bewerber ihre Kandidatur zurück. Das wiederum wollte Andreas nicht gefallen, er wollte den demokratischen Wettstreit, also fand sich Oleg Liebmann selbst bereit, gegen ihn anzutreten. Und trotz des Respektes, den der alte Mann genoss, erkor die Weltbevölkerung Andreas mit 88,76 Prozent zu ihrem ersten, frei gewählten Präsidenten. Als er auf den Stufen des neuen Regierungsgebäudes in Peking den Menschen zuwinkte, sah er Judith in der Menge. Sie lächelte…

Können wir es aufhalten?“ Klaus Puchlika hatte einen Instinkt für Gefahr, und er hatte gespürt, dass irgendetwas im Labor nicht stimmte. Deshalb war er hergekommen. Aber das hier war kein Feuer.

Grischa schüttelte den Kopf. „Ich weiß es nicht. Ich wüsste nicht wie. Wir wissen ja nicht einmal, was es ist.“

„Wie konnte das passieren?“

„Wir wissen es nicht,“ sagte Judith tonlos. „Wir wissen gar nichts. Angefangen damit, dass wir nicht wissen, was dieser Stein überhaupt ist.“

„Er hat versucht, ihn anzufassen. In dem Moment, als ich den Knopf gedrückt habe. Vielleicht war es das.“

Puchlika warf einen Blick auf die Messskalen, ein Teil der Sensoren im äußeren Maschinenraum funktionierte noch.

„Er muss tot sein. Wie lange ist es jetzt her?“

„Zwei Minuten, acht Sekunden,“ sagte Grischa.

Sie sahen alle drei durch das Fenster. Was sie sahen, war eine Kugel die langsam pulste und sich immer weiter ausbreitete, millimeterweise und allmählich, aber sichtbar. Die graue, nebelartige Wand der Kugel war transparent genug. Darin sahen sie eine eingefrorene Szene: Die Maschinen, die Kabel, alles nebelhaft und durchsichtig, die ebenfalls transparent gewordene Wand der inneren Maschinenkammer – und die beiden einzigen soliden Teile dieser schattenhaften Welt: den Stein, und Andreas, der sich über ihn beugte.

„Was bedeutet das, wenn wir es nicht aufhalten können?“ Puchlikas Stimme war belegt. Er kannte die Antwort.

„Das Ende,“ sagte Grischa.

„Und wir?“

„Vielleicht werden wir, was immer er ist.“

„Er ist tot.“

„Das wissen wir nicht,“ sagte Judith und trat noch näher an die Scheibe. „Wir wissen nicht was mit ihm ist. Wir können nicht wissen, wie sehr er leidet.“

ENDE







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Über Mountfright

Autor und Öffentlichkeitsarbeiter, Mann und Vater, Leser und Filmfreak. Kindheit in den 1970ern, weswegen mich bis heute seltsame Musik mit Ohrwürmern plagt. Aufgewachsen in den 80er Jahren, einem Jahrzehnt, das nicht halb so grau war, wie die anderen glauben. Erste Kurzgeschichte mit 13, erster echter Romanversuch (nach pubertären Ausfällen) mit 17, die nachfolgende Schreibblockade habe ich mir mit Songtexten für die Kölner Psychobillyband "Boozehounds" vertrieben. Danach ging es wieder: Erster lesenswerter Roman mit 26, seither nicht mehr aufgehört.
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