schreckenberglebt: die lächerliche Arroganz des Alters

Was in Parkland geschehen ist war grauenvoll, selbst wenn man es einen Ozean entfernt und nur in den Medien erlebt. Wie grauenvoll muss es erst für die gewesen sein, die dabei waren. Umso mehr Bewunderung nötigt mir die Kampagne ab, die die betroffenen Jugendlichen losgetreten haben. Das macht Hoffnung. Viele Menschen meines Alters sind jetzt überrascht, dass „die Jugendlichen“ zu so etwas in der Lage sind. Warum?

Kaum etwas nervt mehr, als diese Posts in sozialen Medien, die mit „Als wir jung waren…“ beginnen, oder diese dämlichen Bilder von jungen Menschen, die in Gruppen in ihre Smartphones schauen, dazu Texte wie „Here you have your Zombie-Apokalypse“ oder ähnlicher Schwachsinn.

Zunächst mal: Nein, es ist schlicht gelogen zu behaupten „wir“ (Jahrgang 196x – 198x) wären früher bei jedem Wetter mit unserer Clique in den Wald, auf den Abenteuerspieplatz, Boltzplatz etc. gezogen und hätten wild und frei sozial interagiert bis in die tiefe Nacht. Ich zum Beispiel habe zwar auch draußen gespielt (wie meine Kinder Jahrgänge 200x übrigens auch), viel lieber aber habe ich zu Hause gesessen, gemalt, gelesen, Lego gebaut oder in den FERNSEHER geschaut. „Geh doch mal raus spielen“ ist eine Aufforderung gewesen, mit der meine Mutter mich permanent genervt hat. Und natürlich war ihre Generation der Meinung, dass wir alle verblöden, weil wir fernsehen. Als sie jung waren… blablabla.

Und dann kapieren die meisten 35 – 55jährigen Arroganzlinge wohl nicht ganz, was die Jugendlichen da tun, wenn sie in ihre Smartphones starren. Sie interagieren sozial. Sie sprechen mit ihren Freunden (ja, ECHTEN Freunden, die sie aus dem echten Leben kennen), sie planen gemeinsame Unternehmungen, sie lachen zusammen, sie helfen sich… alles echt, echte soziale Interaktion, nur, dass man dafür eben nicht im selben Raum sein muss. Dazu kommt praktischer Nutzen – mein Sohn spielt American Football, alle Absprachen mit den Trainern und mit seinen Defense-Kollegen laufen über eine Whatsapp-Gruppe. Ebenso bei einer meiner Töchter, die selbst Assitenztrainerin in Leichtathletik ist und sich mit ihrer Cheftrainerin, ihren Mittrainerinnen und den Eltern der Kinder die sie trainiert über Whatsapp austauscht. Eine der besten Freundinnen meiner anderen Tochter wohnt in Baltimore. Ohne Skype und entsprechende andere Kanäle gäbe es diese Freundschaft nicht.

Von all dem wissen so viele Menschen in meinem Alter nichts. Sie haben nichtmal gemerkt, dass die jungen Leute Facebook verlassen haben, als wir Älteren es für uns entdeckten. Und in ihrer Arroganz erfinden sie Worte wie „Smombie“ (das nach glaubwürdiger Aussage vieler Jugendlicher die ich kenne nie ein Jugendwort war) und ernennen es zum Jugendwort des Jahres.

Oh und davon, dass ich meine beste Freundin und Co-Autorin ohne ein bestimmtes Internet-Forum gar nicht kennen würde und dass unsere Zusammenarbeit ohne Skype unendlich viel schwerer wäre will ich gar nicht anfangen.

Tja, und jetzt sind so viele davon überrascht, was diese jungen Menschen in den USA organisieren und auf die Beine stellen können. Manche sind dermaßen überrascht, dass sie organisierende Erwachsene dahinter vermuten. Ich verstehe die Überraschung nicht.

Etwas Anderes kommt noch hinzu: Diese Generation ist mit Geschichten aufgwachsen, in denen mutige junge Menschen gegen ein ungerechtes System kämpfen und gewinnen. Ich nenne nur „Harry Potter“ und die „Tribute von Panem“ als herausragende Beispiele. Wenn wir Geschichtenerzähler irgendeine Macht haben, dann haben wir dieser Generation erzählt, dass es sich lohnen kann, gegen das Böse zu kämpfen. Und sie hat offensichtlich daraus gelernt, das macht Hoffnung.

Was hatten wir? „Lord of the Flies“. Basicly: Oooooh, Jugendliche sind schlimm, gut dass es Erwachsene gibt, die sie im Zaum halten. Okay, wir hatten „Es“ , ein wunderschönes Buch über Freundschaft, Liebe, Mut und den Kampf gegen das Böse. Und auch hier sind es zunächst Kinder, die den Kampf aufnehmen. Danke, Stephen King. Und klar haben unsere Eltern uns gesagt, dass das Schund sei.

Etwas Demut ist angebracht. Und etwas Bewunderung für den Mut und die Kraft, die viele Jugendliche beweisen. Immer wieder.

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schreckenbergzeigt: Finder und Nomaden im Laberladen

Worum geht’s bei der Rubrik „Bücherlieblinge“? Ich lese schon seit Jahrzehnten mit Begeisterung und entsprechend viele Bücher, die mir auch über lange Zeit im Gedächtnis geblieben sind, haben sich angesammelt. Es befinden sich nicht mehr alle Bücher in meinem Besitz, was ich bedauere, und nach und nach bemühe ich mich, diese Lieblingsbücher (wieder) in mein…

via [Bücherlieblinge] Der Finder und Nomaden von Michael Schreckenberg — Laberladen.com

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schreckenbergschreibt: 2017 / 2018

Oh je, wirklich? Oktober, seit ich das letzte Mal geposted habe? Himmel…

Na ja, guter Vorsatz für dieses Jahr (wie jedes Jahr, hahaha) – mehr und regelmäßiger bloggen.

Euch jedenfalls, mit gelinder Verspätung: Alles Gute für das Jahr 2018. Ich hoffe, ihr seid gut rüber gekommen.

Schauen wir kurz zurück nach 2017, was hat sich da so getan, schriftstellerisch? Nun, ich habe zwei Kurzgeschichten raus gebracht (oder besser: eine Kurzgeschichte und eine Novelle), und „Es muss sein“, die Kurzgeschichte für Bühne und Vertonung, die ich gemeinsam mit Sarah geschrieben habe ist im Brucknerhaus in Linz aufgeführt worden, gelesen von Christian Brückner, das war schon ein Highlight. 🙂 Ich war in der Jury für den Friedrich Glauser Preis in der Kategorie „Debut“ und wir haben einen sehr würdigen wenn auch außergewöhnlichen Gewinner gefunden, wie ich finde.  Und dann das große neue Thema: Drehbuch.

Wie genau es dazu kam, welche Wege und Umwege ich genommen habe, was das Drehbuchschreiben vom Romanschreiben unterscheidet, und so weiter und so fort, das werde ich alles mal in Ruhe erzählen, aber soviel steht fest: 2017 war mein erstes Jahr als Drehbuchautor und es macht Spaß. Wirklich. Und okay, die Kontoauszüge tragen sehr zum Spaß bei, aber es ist eine wahnsinnig spannendes Feld. Im vergangenen Jahr habe ich (um nur die Projekte zu nennen, die mit festen Auf- und Verträgen verbunden sind) ein Drehbuch für die Serie „Heldt“ geschrieben, ein Exposee für einen Spielfilm und ein Serienkonzept. Alles gemeinsam mit Sarah, wir funktionieren offenbar nicht nur als beste(r) Freund/Freundin, sondern auch als Autorenteam. Das zeichnete sich ja schon bei „Es muss sein“ ab und hat sich bei den Drehbuchprojekten bestätigt. Zum Thema Teamarbeit werde ich beizeiten auch noch ein wenig erzählen, ich hätte eigentlich nicht gedacht, dass darin gut bin.

Und es geht weiter: Ich bin gerade aus Wien und Graz zurück, wo ich mit Sarah für den genannten Spielfilm recherchiert und für eine weitere Serienfolge geplottet habe. Es läuft, und es läuft gut.

Von all dem will ich Euch in der kommenden Zeit erzählen, außerdem von einer neuen Romanidee, einer Kampfkunst, die ich im letzten Jahr begonnen habe (damit sind es jetzt drei gleichzeitig 😀 ), Autorinnen und Autoren die mich ebenso beeindruckt haben wie Filme und Fernsehserien, außerdem gibt es da ja noch die Politik und das Leben… eigentlich genug Themen, um öfter mal zu bloggen, oder?

Bis bald. 😉

P.S.: Für Euren Terminkalender – unsere Heldt-Episode heißt „Spukhaus“ und wird am 04. April im ZDF ausgestrahlt. Eine Woche früher ist sie in der Mediathek.

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schreckenbergschaut: Der Marathontag – Fantasy Filmfest 6

Das Fantasy Filmfest in Köln endete bereits vorgestern. Ich sah am letzten Tag zwei Filme von denen einer sehenswert, wenn auch schwer depremierend war, der andere wirklich sehr gut und eines meiner diesjährigen FFF-Highlights. Aber dazu morgen. Heute beschäftige ich mich, leicht verspätet, mit meinem einzigen Marathontag in diesem Jahr: Am vergangenen Freitag sah ich vier Filme am Streifen. Hier sind sie:

Reset
(China 2017)
Buch und Regie: Hong-Seung Yoon

Verbrecherische Industriespione entführen den kleinen Sohn einer Wissenschaftlerin, die eine Zeitmaschine entwickelt. Natürlich hat unsere Heldin den Vorteil, dass sie Fehler durch Zeitreise korrigieren kann.

Klingt, als hätten die Chinesen sich an einem sehr konventionellen Plotklassiker des Genres versucht (mit kleinem Seitenhieb auf den permanenten Vorwurf der Industriespionage gegen sie – die böse Firma hinter den Spionen ist hier selbstverständlich eine amerikanische)? Ja, so las sich das auch im Programmheft, weswegen der Film auf meiner persönlichen Vorauswahlliste nur auf Platz 11 landete – und dorthin gepusht vor allem durch meine Neugier auf SciFi aus China.

Stimmt aber nicht, und mahnt einmal mehr, dass kulturelle Arroganz ausgerechnet China gegenüber sehr unangebracht ist. Der Grundplot ist tatsächlich konventionell, aber Hong-Seung Yoon gewinnt ihm, durch die Idee dass Zeitreisen sich auf das Gehirn auswirken und den Charakter verändern, eine spannende neue Facette ab. Hinzu kommt ein unerwarteter Plottwist zu dem ich jetzt nicht mehr sage, um nicht zu spoilern. Oder doch soviel: Der Autor spielt hier auch sehr geschickt mit den Erwartungen, die wir Westler an Figuren in asiatischen Filmen haben (wie Chinesen selbst das sehen kann ich nicht beurteilen).

Hinzu kommen 1a Action, tolle Bilder, viel Spannung und Gefühl – fertig ist der gelungene Popcorn-Film für Menschen, die gerne Spaß haben wenn sie einen Film schauen. Unbedingt empfehlenswert.

Ein Logikloch glaube ich gefunden zu haben, aber das tut nicht sehr weh. Und dass diesmal die Amis die Bösen sind (in diesem Falle ist der Westen pars pro toto gemeint, denke ich), das müssen wir uns nach einem Jahrhundert Dr. Fu-Manchu und Konsorten mal gefallen lassen.

The Strange Ones
(USA 2017)
Buch: Christopher Radcliff
Regie: Christopher Radcliff und Lauren Wolkenstein

Ich bin zehn Minuten zu spät in diesen Film gekommen, weil ich noch ein wichtiges geschäftliches Telefonat mit Sarah zu führen hatte.  Weitere zehn Minuten später wusste ich, was das „Mysterium“ dieses Films war und wie er enden würde. Und ich mag ein wenig von Dramaturgie verstehen, aber ich bin weder ein Genie noch ein Hellseher. Die Geschichte war einfach schrecklich vorhersehbar, klischeehaft und grottenlangweilig.

Das Spannendste am ganzen Film war eigentlich, als irgendein Typ auf mich los kam und sich beschwerte weil ich, nachdem ich mich genug gelangweilt hatte, besagtes Gespräch mit Sarah per Whatsapp weiter führte. Ich hatte selbstverständlich den Ton abgeschaltet und verdeckte das Licht meines Smartphones mit meinem Körper, aber es störte ihn trotzdem. Vielleicht aus Prinzip oder so. Hätte er sich getraut, mich anzufassen wäre das RICHTIG spannend geworden. So war es nur eine erfrischende kleine Episode in einem sonst sehr unfrischen Kinoerlebnis. Dafür bin ich dem Kinopolizisten ein wenig dankbar. Und ich bewundere seinen Mut. 😀

Jungle
(Australien 2017)
Buch: Justin Monjo, Yossi Ghinsberg
Regie: Greg McLean

Kleiner Tipp für die Macher des FFF: Nicht jeder Festivalbesucher recherchiert alle Fakten über einen Film und seine Grundlagen BEVOR er sich den Film ansieht. Manche machen das nachher, um das Werk unvoreingenommen genießen zu können. Solche Leute spoilert man kollossal, wenn man wichtige Hintergrundfakten zum Inhalt eines kleinen Gewinnspiels im Kino vor dem Start der Vorstellung macht. Muss nicht sein.

Ansonsten: Tadellose Geschichte um drei Globetrotter, die sich ein wenig übernehmen als sie einem zwilichtigen Führer in den bolivianischen Dschungel folgen. Sehr spannend (es sei denn, man ist gespoilert), schöne und beeindruckende Naturaufnahmen. Außerdem ließ Greg McLean mich die Verzweiflung und zunehmende Orientierungslosigkeit, die Klaustrophobie in dieser so riesigen und erdrückenden Landschaft wunderbar fühlen. Sehr, sehr guter Film. Bin nicht ganz sicher, was er auf dem FFF zu suchen hatte, aber das ist eigentlich egal. 😀

Ach ja, da das immer wieder erwähnt wird: Daniel Radcliff, der hier den Protagonisten spielt, hat früher Harry Potter gespielt. Weiß nicht, warum das heute noch so unglaublich wichtig ist, der Mann ist ein verdammt guter Schauspieler und seither weiter gegangen.

Und last but not least.

Super Dark Times
(USA 2017)
Buch: Ben Collins, Luke Piotrowski
Regie: Kevin Phillips

Der Film wird immer wieder mit Donnie Darko und Stand by me verglichen oder gar gleichgesetzt. Keine Ahnung warum, vielleicht weil es auch ein trauriger Coming-of-Age-Film mit nostalgischem Flair (90er) ist. Das ist unfair, denn es weckt Erwartungen, denen das Werk dann nicht gerecht wird. Das ist kein Meisterwerk oder Geniestreich. Nur ein sehr gelungener Film um zwei Freunde und ein schreckliches Erlebnis mit einer etwas zu wilden Pointe. Und in einem Punkt auch leicht unlogisch, glaube ich. Da ist ein Kind verschwunden – wieso ist nicht die ganze Stadt auf den Beinen und sucht?

Kein Meisterwerk, wie gesagt. Kein Donnie Darko (aber eine sehr, sehr liebenswerte Anspielung auf dieses Meisterwerk, das ich sehr liebe, was mich schon glücklich macht 🙂 ). Aber ein guter, ruhig erzählter, durchaus sehenswerter Film. Das ist nicht wenig. Lassen wir es dabei.

Vor dem letzten Tag stand es damit 9:3 für die gelungenen Filme! Schon zu dem Zeitpunkt also eine sehr erfreuliche FFF-Bilanz, deutlich besser als in den Jahren vorher.

 

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schreckenbergschaut: Der obligatorische Mistfilm – Fantasy Filmfest 5

Eigentlich wollte ich ja nur einen FFF-Post pro Tag machen, und Fantasy Filmfest 4 habe ich heute vormittag geschrieben. Aber morgen habe ich satte vier Filme vor mir und wahrscheinlich wenig Zeit zu bloggen. Außerdem muss ich das, was ich eben erduldet habe, möglichst schnell aus dem System bekommen. Jedes Jahr gibt es den Mistfilm, irgendeinen Dreck, der durch all meine Filter gerutscht ist und mir beweist, dass mein Bewertungssystem anhand dessen ich meine Filmliste zusammenstelle immer noch nicht perfekt ist. In diesem Jahr ist es (hoffentlich ausschließlich):

Fashionista
(USA 2016)
Buch und Regie: Simon Rumley

Ich sage gleich mal vorweg: Diese eher kurze Kritik wird voller Spoiler sein. Betrachtet sie einfach als Warnung.

Tja, auf meiner Liste ist dieser sexistische Mistfilm tatsächlich auf Platz 2 gelandet. Wie konnte das passieren? Werde ich später analysieren… vielleicht liegt es daran, dass ich es einfach für unmöglich halte, dass es im Jahr 2017 noch solche Filme gibt. Was haben wir da:

  • Frauen, die ausschließlich dumm, manipulierbar, naiv oder bitchy sind und ständig von irgendwelchen Typen oder vor irgendwelchen Typen gerettet werden müssen.
  • Die üblichen bescheuerten BDSM Klischees. Insbesondere das, nach dem es üblich und okay ist, jemanden, der/die die Neigung nicht hat (und also nicht freiwillig mitmacht) durch den Hinweis darauf, dass alle anderen freiwillig mitmachen in ein SM-Spiel zu quatschen.
  • Eine kurvige Frau die nur das kranke innere Ich einer schlanken Frau ist.
  • Menschen, die Menschen besitzen (MY husband).
  • Eine monogame Beziehung, in der der Mann mit einer anderen pennt was SELBSTVERSTÄNDLICH die Schuld der anderen ist. Dem Mann hechelt die Heldin, nach einem kurzen Wutausbruch und ein wenig Zweifel, wieder jammernd hinterher. Die andere jedoch ist eine böse Bitch.
  • Und – mein absoluter Favorit – eine geheilte (!) weibliche Figur, die sich an einer anderen weiblichen Figur rächt (immerhin hat sie mit IHREM Mann geschlafen) indem sie der bösen Feindin das Handy wegnimmt, deren prügelnden Freund anruft und dem steckt, dass seine Freundin mit einem anderen geschlafen hat. Danach gibt sie das Handy kaltlächelnd zurück. Rache via häusliche Gewalt. Wer sowas in ein Drehbuch schreibt (als verdiente Strafe!) der lebt entweder in einem Lalaland, in dem man Gewaltbeziehungen nur vom Hörensagen kennt oder ist ein empathiefreier Idiot.

Was an diesem Film stimmt:

  • Kurvige Frauen sind sexy (auch wenn sie hier nur böse Nebenbuhlerinnen oder das kranke alter Ego einer schlanken Frau sind, aber sexy ist sexy).
  • Der Film ist zu 2/3 gut erzählt, die verschiedenen Ebenen gut verwoben. Im letzten Drittel wird es tödlich öde, aber immerhin etwas.
  • EINE (!) korrekt beschriebene Handlung eines Menschen mit einer Zwangsstörung.

Ansonsten haben wir nur blöde Klischees über:

  • Frauen
  • Männer
  • Menschen mit psychischen Störungen
  • Psychiatrische Kliniken
  • Leute die aussehen wie Jesus (also… der typische Ikonenjesus)
  • Rockabilly
  • Liebe
  • Beziehungen
  • Japaner
  • BDSM
  • Reiche Menschen
  • Nicht so reiche Menschen
  • etc., etc., etc.

Hat mir nicht so richtig gut gefallen. Stand im Duell sehenswerte Filme vs. vermeidenswerte Filme derzeit: 6:2

 

 

 

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