schreckenbergschreibt: Ausblick 2013

Heute der zweite Teil des Janus-Artikels. Nachdem ich gestern auf das Jahr 2012 zurückgeblickt habe, heute der Versuch, in das neue Jahr zu schauen. Es wird wie immer sein – alles kommt anders, aber ich hoffe nicht allzu anders, denn ich bin optimistisch. Was erwarte ich also (schriftstellerisch) für 2013?

Roman(e)?

Ich will auf jeden Fall auch dieses Jahr wieder (mindestens) einen Print-Roman herausbringen. Ob und wie das gelingt und welcher es sein wird liegt natürlich nicht nur bei mir, sondern auch bei den Verlagen. Am wahrscheinlichsten ist im Moment, dass es entweder die Fortsetzung der „Träumer“ oder die von „Der Wandernde Krieg – Sergej“ sein wird. Beide Romane will ich fortsetzen, „Der Wandernde Krieg“ ist als Trilogie geplant, mit den (überlebenden) Hauptfiguren aus den „Träumern“ würde ich gerne eine begrenzte Reihe schreiben, Ideen sind da. Beide Fortsetzungen habe ich schon zu schreiben begonnen, die Fortsetzung von „Sergej“ schon vor Jahren, die der „Träumer“ im vergangenen Jahr, bevor der JUHRVerlag mir anbot, die Erzählung vom „Wandernden Krieg“ herauszubringen.

Welche Geschichte es letztlich werden wird ist noch unklar. Ich habe einen klaren Favoriten, aber es hängt, wie gesagt, nicht nur von mir ab. Und eine überraschende Entwicklung, wie letztes Jahr beim „Finder“ ist natürlich auch immer möglich.

Überhaupt – der „Finder„. Die zweite Auflage steht vor der Tür und viele Fans fragen nach einer Fortsetzung. Was steht da ins Haus? Der Roman ist, das habe ich in den letzten Monaten hier und da erzählt, als Beginn einer Trilogie gedacht, allerdings sollen die Geschichten dieser Trilogie zeitlich weit auseinander liegen und zumindest der zweite Teil wird auch nicht im Rheinisch/Bergischen spielen. Diese zweite Geschichte existiert übrigens schon – als Drehbuchtreatment. 😀

Mit den Figuren aus dem „Finder„, die vielen Leserinnen und Lesern und auch mir ans Herz gewachsen sind, habe ich keinen weiteren Roman geplant. Allerdings möchte ich deren Geschichte in Grundzügen weiter erzählen, ebenso wie ich die Finderwelt auch aus anderen Perspektiven betrachten will. Das Mittel sind hier Kurzgeschichten und vielleicht auch die eine oder andere Novelle. Einige davon habe ich bereits vor Augen, eine auch schon geschrieben, als Weihnachtsgeschichte 2012. Einige dieser Kurzgeschichten werde ich sicher in diesem Jahr schreiben, ob und wie ich sie veröffentlichen kann wird sich zeigen. Überhaupt:

Kurzgeschichten?

Ich habe bisher nur eine Kurzgeschichte in einer Anthologie veröffentlicht. Man könnte also meinen, ich sein ein Romanautor, der hin und wieder auch mal eine Kurzgeschichte raushaut. Dem ist aber gar nicht so – meine ersten, ernsthaften Schreibversuche als Jugendlicher waren Kurzgeschichten, Horrorkurzgeschichten um genau zu sein. Mindestens zwei davon sind so gut, dass ich sie (hin und wieder überarbeitet) jederzeit in eine Kurzgeschichtensammlung geben würde. Ich habe nie mit der kurzen Form aufgehört und im Laufe der Zeit einige Geschichten zusammengeschrieben. Einer meiner Vorsätze für dieses Jahr ist, mehr mit den Kurzgeschichten zu machen, mich an Wettbewerben und Anthologieausschreibungen zu beteiligen. Begonnen habe ich allerdings damit, dass ich erstmal den Einreichtermin für einen Wettbewerb verpennt haben. Aber das kann ja besser werden. 😉

Novellen?

Wenn es zu lang ist für eine Kurzgeschichte und zu kurz für einen Roman, dann nennt man es „Novelle“. Es ist in Deutschland, das ist bekannt, sehr viel schwerer, eine Kurzgeschichte unterzubringen als einen Roman. Im angelsächsischen Raum ist das anders. Für Novellen allerdings sieht es hier wie dort finster aus. Es sei denn…

Es sei denn, ein Verlag setzt sich das Projekt einer Sammlung von vier Kriminovellen in einem Buch in den Kopf. In dem Falle kann es einem Autor wie mir passieren, dass er plötzlich den Auftrag für zwei Novellen bekommt. Viel mehr kann ich dazu noch nicht sagen, aber wenn alles so läuft wie geplant, dann könnt Ihr Ende des Frühjahrs / Anfang Sommer zwei neue Erzählungen von mir lesen. Im Moment plane und recherchiere ich gerade für diese Geschichten. Und wenn das Wetter mich dann mal wieder in der Gegend recherchieren lässt, in die ich für die eine der beiden muss, dann könnt Ihr schon bei meiner ersten Lesung in diesem Jahr etwas davon hören. Die Heldin dieser ersten Geschichte ist übrigens Jannice Simpson. Na, wer weiß, wer das ist? 😉

Und sonst?

Pläne und Ideen habe ich viele, einige davon haben mit Drehbüchern zu tun, eine sogar mit einem Theaterstück – mal sehen. Ein Roman, zwei Novellen, Kurzgeschichten… das Jahr hat nur 52 Wochen und ein bisschen PR muss ich ja auch noch machen. Denn auch wenn der eine oder andere Ahnungslose die Schriftstellerei für ein Ticket zum Reichtum hält (wie heißt es in Udo Lindenbergs Club der Millionäre? „Oder Schriftsteller vielleicht, oder’n Lottogewinn…“ hahahaha… grmpf.), leben kann ich davon nicht. NOCH. 😉

Oben habe ich die Romane vorsichtig in den Plural gesetzt. Grund dafür ist nicht, dass ich mir zutraue, mal eben zwei Romane im Jahr aus dem Ärmel zu schütteln. Es gibt Leute, die können das, ich kann es nicht. Aber ich habe ja noch einen fertigen Roman: „Der Ruf“ ist eine Geschichte, die ein größeres Publikum verdient, als sie alleine über amazon Kindle gewinnt. Zumal sowohl die Geschichte als auch einige Figuren in den Fortsetzungen von „Sergej“ eine Rolle spielen sollen. Auch hier habe ich unterschiedliche Ideen, zu denen gerade eine Umfrage auf meiner Facebook Seite läuft. Ich werde die selbe Umfrage auch hier im Blog starten und bin gespannt auf Eure Meinung.

Ich habe derzeit vier feste Lesungen zu Beginn des Jahres, da werden sicherlich noch einige dazukommen. Auf die freue ich mich besonders, sehen wir uns? 🙂 Auf der CRIMINALE 2013 in der Schweiz werde ich leider nicht lesen – weil ich sie nicht besuchen werde. Die Schweiz ist dann doch ein wenig zu teuer. Aber nächstes Jahr in Nürnberg…

Tja… und den einen oder anderen Wettbewerb würde ich natürlich auch gerne gewinnen. Beim „Seraph“ habe ich es bereits auf die Longlist geschafft – drückt mir mal die Daumen. Und falls jemand einen Songtext braucht – Lust hätte ich mal wieder.

Euch allen ein glückliches Jahr 2013. Und bis bald!

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Über Mountfright

Autor und Öffentlichkeitsarbeiter, Mann und Vater, Leser und Filmfreak. Kindheit in den 1970ern, weswegen mich bis heute seltsame Musik mit Ohrwürmern plagt. Aufgewachsen in den 80er Jahren, einem Jahrzehnt, das nicht halb so grau war, wie die anderen glauben. Erste Kurzgeschichte mit 13, erster echter Romanversuch (nach pubertären Ausfällen) mit 17, die nachfolgende Schreibblockade habe ich mir mit Songtexten für die Kölner Psychobillyband "Boozehounds" vertrieben. Danach ging es wieder: Erster lesenswerter Roman mit 26, seither nicht mehr aufgehört.
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