schreckenbergschreibt: Von kommenden Dingen und Kurzgeschichten

KKKKKKRIIIIÄÄÄÄÄÄRK…

Der Sargdeckel öffnet sich und heraus kommt – mein Blog. Schön, dass Ihr wieder hergefunden habt, um Euch die Auferstehung anzusehen. 🙂 Nach meinem überaus erfolgreichen, vielgelesenen und oft zitierten Beitrag vom 17. Mai wäre es natürlich nach den Regeln des Social-Media-Marketing überaus wichtig gewesen, in schneller Folge und mit ähnlich relevanten Themen nachzulegen, um aus meinem kleinen Autorenblog ein weithin bekanntes und relevantes Medium zu machen. Und da ich immerhin ausgebildeter PR-Berater bin habe ich… ähm… erstmal wenig gebloggt und dann seit dem 12. Juni gar nicht mehr. Na ja… dieser Blog ist ja auch weniger als Werbung für meine Qualitäten als Öffentlichkeitsarbeiter gedacht (Wenn mich jemand dafür bezahlt, kann ich ungeheuer effizient PR machen, ehrlich wahr, Ehrenwort!!! 😉 )

Nein, was dieser Blog sein soll, war und ist, ist ein Einblick in meine Schreiberei. Und da sich in diesem Bereich seit Juni viel getan hat, hatte ich andererseits leider wenig Zeit zum Bloggen. Denn worüber sollte ich schreiben? Dass ich jetzt eine Agentin habe, die mich vertritt? Das ist langfristig sicher interessant, auch für andere Autorinnen und Autoren, die sich fragen, ob sie direkt an Verlage gehen, oder den Weg über eine Agentur nehmen sollen. Aber bis ich dazu etwas Relevantes sagen kann, muss ich noch etwas mehr Erfahrung sammeln.

Dann hatte ich in den letzten Wochen einige Lesungen, darunter eine Benefizlesung für von der Elbe- und Donauflut betroffenen Buchhandlungen. Das war eine sehr schöne Lesung, veranstaltet von der Stadtbilbliothek Leverkusen (danke nochmal an das dortige Team, namentlich Lucia Werder und Agid Jumpertz), gemeinsam mit liebens- und lesenswerten Autorenkolleginnen und -kollegen: Regina Schleheck, Maren Gottschalk, Thorsten Nesch, Christian Linker und Michael Schönen – ich hoffe, das war nicht unser letzter gemeinsamer Abend.
Aber darüber bloggen? Was hätte ich Euch groß erzählen können? Ich habe aus dem „Finder“ vorgelesen, die Lesung war erfolgreich, ein schöner Abend. Toll, wenn man dabei war, etwas lahm, wenn man davon liest. 😀

Vor ein paar Tagen nun fragte Katja W. – Finderfan der ersten Stunde und fast ebenso lang engagierte Likerin auf meiner Facebookseite – wann ich denn mal wieder was im Blog zu schreiben gedächte. Recht hatte sie, ich wusste aber nicht so richtig, was ich erzählen sollte, siehe oben. Also fragte ich bei Facebook einfach mal nach, und gleich zweimal fragten Mitleser nach dem, was ich derzeit so auf der Pfanne, bzw. in der Schublade, bzw. in der Pipeline habe. Okay, machen wir. Heute und an den nächsten Tagen erzähle ich Euch von meinen aktuellen Projekten, sofern die Rechte noch nicht verkauft sind jeweils auch mit einer kleinen Leseprobe. Ich beginne aber mit drei Geschichten, an denen die Rechte vergeben sind:

Kurzgeschichten

Im Mai habe ich ja fürchterlich über unseriöse Ausschreibungen geschimpft. Es gibt aber auch die anderen, die seriösen. Und es gibt den Fall, dass ein(e) Herausgeber(in) direkt auf mich zu kommt, und fragt, ob ich mich an einer Anthologie beteiligen will. Anfang des Jahres habe ich beschlossen, mich wieder ein wenig mehr auf Kurzgeschichten zu konzentrieren – nicht, weil ich keine Romane mehr schreiben wollte, oder weil ich keine Ideen dafür hätte. Die Kurzgeschichten sind eher eine Besinnung auf meine Wurzeln, denn lange, bevor ich mich zum ersten Mal ernsthaft an einem Roman versucht habe, habe ich Kurzgeschichten geschrieben, meist Horror und/oder Mystery. Meine allererste Kurzgeschichte ist aus dem Jahr 1984, da war ich 13. Und ich finde sie im Kern bis heute so gut, dass ich sie (etwas modifiziert) sogar bis heute manchmal auf Lesungen vortrage und bestimmt eines Tages veröffentlichen werde, wenn ein passendes Anthologieprojekt im Raum steht.

Ich habe mich also in diesem Jahr an ein paar Ausschreibungen beteiligt und bin in zwei Fällen auch direkt gefragt worden, ob ich an einer Anthologie mitwirken möchte. Das Jahr ist gerade einmal etwas mehr als halb herum, es steht aber schon fest, dass ich es mit mindestens drei veröffentlichten Kurzgeschichten beenden werde. Für mein erstes ernsthaftes Kurzgeschichtenjahr ist das jetzt schon mehr, als ich erwartet habe. Im Einzelnen:

Sonne, Mord und Ferne

Dass Regina Schleheck und ich uns a) gut verstehen und b) oft zusammen lesen ist ja nun kein Geheimnis. Trotzdem fand ich es nicht selbstverständlich sondern habe mich sehr gefreut als sie fragte, ob ich an einer Anthologie mit Urlaubsgeschichten mitwirken möchte, die sie gemeinsam mit Mechthild Zimmermann im Viaterra-Verlag herausgibt. Das schöne an den Anthologien dieses Verlages ist: Ein Thema ist vorgegeben, und schon die Auswahl der Autorinnen und Autoren* garantiert dafür, dass die Geschichten in der Mehrzahl Kurzkrimis sind. Aber strenge Vorgaben in diese Richtung haben wir Autoren nicht, und so kommt stets eine sehr bunte und kreative Auswahl zusammen – gerade für eine Urlaubsanthologie ein sehr passendes Konzept. Meine Geschichte in der Sammlung heißt „Saison ist doch immer“ und sagen wir mal so – ich habe die Freiheit, die die Herausgeberinnen uns gelassen haben genutzt. Die Anthologie ist bereits im Juni erschienen und bei allen Buchhändlern erhältlich bzw. bestellbar, es gibt also nichts was Euch daran hindern kann, sie zu kaufen. 😉

Mörderisch Bergisch

Die zweite gemeinsame Krimianthologie von JUHRVerlag und Gardez!Verlag folgt dem selben Konzept wie schon die 2011 erschienene Sammlung „Mord im Dreieck“  (mit meiner Kurzgeschichte „Schneesturm“). Wieder haben regionale Autorinnen und Autoren jeweils eine Stadt (damals war es ein Stadtteil, Wuppertal-Barmen in meinem Falle) zugewiesen bekommen mit der Bitte, einen dort verankerten Krimi zu schreiben. Meine Stadt ist diesmal Burscheid. Was dabei 2011 herausgekommen ist war der Beweis, dass regionale (Kurz)Krimis alles andere als öde und vorhersehbar sein müssen und dass das Bergische Land für Geschichten von düsterst bis lustig gut ist. Ich hoffe, das gelingt uns diesmal wieder. Ob meine Geschichte „Puppenbrunnen“ öde ist oder nicht entscheiden natürlich die Leserinnen und Leser. Was ich aber versprechen kann ist: Sie ist düster und sie ist nicht vorhersehbar. 🙂 Die Anthologie erscheint im September.

 

Zauberhafte Welten (mit Leichtigkeit)

Eines der positiven Beispiel kleinerer Verlage, die Autoren bei Anthologieausschreibungen nicht über den Tisch zu ziehen versuchen, sondern faire Konditionen bieten, ist der Oldigor Verlag. Schon Anfang des Jahres stieß ich auf deren Ausschreibung einer Anthologie für phantastische Geschichten „mit Leichtigkeit“. Ich wollte gerne mitmachen, schon, weil das eben eine der seltenen seriösen Ausschreibungen für phantastische Literatur war, aber mir wollte partout nichts Passendes einfallen. Bis ich wenige Tage vor Einsendeschluss plötzlich die zündende Idee hatte – anlässlich eines Besuches in einem Beerdigungsinstitut (es war eine Literaturveranstaltung, nichts Trauriges). Dabei herausgekommen ist die Geschichte „Die Wahrheit über den König“ und ich habe mich über die Nachricht, dass sie es in die Sammlung geschafft hat sehr gefreut. Die Anthologie erscheint im Oktober, zu den Fantasy-Tagen Iserlohn.

More to com – hoffe ich. 😉

Morgen werfen wir dann gemeinsam den ersten Blick in meine Schublade und schauen, wie es mit Bastian aus den „Träumern“ weiter geht.

* Eine illustre Runde in diesem Falle, und dass ich nicht einige der prominenteren Kolleginnen und Kollegen aufzähle liegt nur daran, dass ich, egal wen ich nenne, andere auslassen müsste, und das wäre unfair.

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Über Mountfright

Autor und Öffentlichkeitsarbeiter, Mann und Vater, Leser und Filmfreak. Kindheit in den 1970ern, weswegen mich bis heute seltsame Musik mit Ohrwürmern plagt. Aufgewachsen in den 80er Jahren, einem Jahrzehnt, das nicht halb so grau war, wie die anderen glauben. Erste Kurzgeschichte mit 13, erster echter Romanversuch (nach pubertären Ausfällen) mit 17, die nachfolgende Schreibblockade habe ich mir mit Songtexten für die Kölner Psychobillyband "Boozehounds" vertrieben. Danach ging es wieder: Erster lesenswerter Roman mit 26, seither nicht mehr aufgehört.
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5 Antworten zu schreckenbergschreibt: Von kommenden Dingen und Kurzgeschichten

  1. Bernd Wachsmann schreibt:

    Wer schreibt der bleibt 🙂
    Dienste, ist doch interessant und sogar dezente Werbung 🙂

  2. Bernd Wachsmann schreibt:

    Hab gerade „Mord im Dreieck“ bestellt 😉
    Nur wegen Dir 😉

  3. Pingback: schreckenbergschreibt: Blick in die Schublade Teil 1 – DIE LÖWEN | schreckenbergschreibt

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