schreckenberglebt: Türchen Nr. 24 – Letztes Türchen

Frohe Weih… Nein, noch ist es nicht so weit. 😉 Heute ist Heilige Nacht, Weihnachten beginnt also – nach jüdischer Tradition – nach Sonnenuntergang oder – nach abendländischer Tradition – am Morgen des 25. Dezember.

So oder so – am 24. wird das letzte Adventskalendertürchen geöffnet. Heute mache ich es kurz und verweise Euch noch einmal auf meine Weihnachtsgeschichte, die ich gestern für Euch eingestellt habe.

Und wenn Ihr es etwas besinnlicher mögt: Nick Cave hat in den Red Hand Files (die ich nur wärmstens empfehlen kann) gerade sehr klug und lesenswert auf die Fragen einiger Fans zum Theme „Weihnachten“ geantwortet:

THE RED HAND FILES
Issue #77 / December 2019

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schreckenbergschreibt: Türchen Nr. 23 – Euer Weihnachtsgeschenk

Fast alle Türchen dieses Adventskalenders sind offen – Zeit für Euer Weihnachtsgeschenk. 😉 Es ist eine Geschichte aus dem Universum von „Der Finder“ und „Nomaden“ , die ich noch nirgendwo veröffentlicht habe – abgesehen von diesem Blog, wo ich sie schon einmal als Weihnachtsgeschichte eingestellt habe. Da die alte Datenbank nicht mehr zugänglich ist und ich vermute, dass sie meisten von Euch sie noch nicht kennen – hier ist noch einmal:

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schreckenbergschreibt: Türchen Nr. 22 – Woher bekommen Sie ihre Ideen?

Ich hatte ja angekündigt, dass ich mir Fragen stelle, wenn Ihr es nicht tut. 😀 Ich nehme mal den Klassiker. Er kommt zwar weit seltener, als das Klischee glauben machen will, aber immer noch oft genug. Die berühmte Frage:

Woher bekommen Sie Ihre Ideen?

Ich verstehe die Frage ehrlich gesagt nicht. Ich meine… beobachtet einmal Euer Bewußtsein. Wisst Ihr, wo Eure GEDANKEN her kommen? Gedanken kommen nicht bewußt, selbst wenn Ihr Euch vornehmt „ich denke jetzt an einen roten Elefanten“ – woher kam die Idee, daran zu denken? Und umgekehrt – es dürfte Euch jetzt unmöglich sein, NICHT an einen roten Elefanten zu denken. Wenn wir also unsere Gedanken weder hervorrufen, noch steuern, noch aufhalten können – wieviel unmöglicher ist es dann mit Ideen? Ich habe also nicht die geringste Ahnung, wo meine Ideen herkommen. Ich habe sie, ich habe ein Gespür dafür, welche Ideen ich in welche Art von Geschichten umsetzen kann, und ich haben dann in der Regel auch genug nachfolgende Ideen, um die Geschichte zu schreiben. Eine Mischung aus Talent, Erfahrung und Handwerk, denke ich – wie man sie auch in in vielen anderen Beruf braucht.

Manchmal scheint sich die Frage auch auf die Art der Ideen zu beziehen. Nun schreibe ich Phantastik und Krimi, Geschichten also, in denen die Realität in irgendeiner Form anders ist als wir sie kennen und / oder in der den Figuren etwas Schlimmes passiert. Ich könnte jetzt versuchen, dass zu erklären indem ich darüber nachdenke, dass ich mit dem Konzept der Realität an sich wenig anfangen kann, Ängste und Abgründe habe, denen ich mich stelle und die ich zuweilen auch willkommen heiße, etc., etc., aber ich glaube, die ehrliche Antwort ist: Mein Gehirn funktioniert eben so. Stephen King entwarf einmal das Bild (es war in „On Writing“, glaube ich), wie er und ein bekannter Westernautor an einem See sitzen- King meinte, dass der Westernautor da vielleicht eine Idee für eine Geschichte um einen Krieg um Wasserrechte hätte, während er selbst über das Ding in der Tiefe nachdenkt. Das trifft es sehr gut, glaube ich. Wer welche Ideen hat ist individuell und lässt sich nicht einfach ändern. Ich KANN Ideen für romantische Komödien entwickeln, das ist Teil des Jobs. Aber von selbst kommen sie nicht.

Ein paarmal ist es mir schon passiert, dass mich nach einer Lesung jemand ansprach, dessen oder deren Satz begann mit: „Ich habe auch eine Idee für einen Roman…“ Diese Leute wollen mir in der Regel nicht von einer Geschichte erzählen, die sie selbst schreiben wollen – was ich interessant fände, ich spreche gerne mit anderen Geschichtenerzähler*innen – sondern haben irgendeine Form des Plans, dass ich aus ihrer Idee einen Roman mache, und wir dann Ruhm, Geld oder was auch immer daraus folgt, teilen. Ich kenne keine(n) Autor*in, Belletristik oder Drehbuch, der oder die diese Erfahrung nicht kennt. Die Menschen, die mit diesen Angeboten kommen, scheinen zu glauben, Ideen seien rar. Das stimmt nicht, und vielleicht ist das sogar der Hauptunterschied uns und Menschen, die keine Geschichtenerzähler*innen sind: Wir haben DAUERND Ideen. Unsere Hirne produzieren sie am laufenden Band. Nicht alle sind gut, noch weniger wirklich verwertbar, aber wenn ich von allem so viel hätte wie Ideen…

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schreckenbergschreibt: Türchen Nr 21 – Antwort

Gestern bat ich Euch um Fragen und Themen. Harald Zappe folgte dem Aufruf:

Wann können wir mit einem neuen Buch rechnen ?

Ich vermute, Du fragst nach einem neuen Roman – ich fürchte, nicht so bald. Eigentlich habe ich drei Romane, die ich schreiben könnte. Der eine existiert schon zu 2/3, Urban Fantasy, und ist inzwischen – in der letzten Fassung – ein Jahrzehnt alt. Er müsste also überarbeitet werden. Meine gesamte Umgebung findet das existierende Fragment (Arbeitstitel: „Der Sänger und der Puppenspieler“) sehr gut und ich habe viel Herzblut hineingesteckt, aber inzwischen den Kontakt zu der Geschichte verloren. Ich weiß nicht, ob ich da nochmal rein finde. Dann gibt es diese Idee einer sehr großen Geschichte (AT „Wasser“), der ich mich aber noch nicht ganz gewachsen fühle. Dieses Buch werde ich schreiben, wenn ich mich reif genug dafür fühle.

Wenn ich derzeit einen Roman schreiben KÖNNTE würde ich die Idee einer Parallelweltgeschichte (AT „Phaeton“) umsetzen, die ich seit drei oder vier Jahren entwickle. Auf die Geschichte habe ich sehr viel Lust und ich will in diese Welt hinein. Aber…

…ich werden auf absehbare Zeit nicht die Kapazität dazu haben. Ich war von Mitte der vergangenen Woche bis heute in Sachen Drehbuch in Wien. Es gab Besprechungen zu zwei sehr aussichtsreichen (und spannenden und hochinteressanten) Projekten, eine ebenfalls sehr interessante Entwicklung im Non-Fiction-Bereich ist in der Schwebe, und ich habe einen neuen Kontakt geknüpft, der auch sehr vielversprechend ist. Wie das bei Drehbüchern so ist – es gibt eine Statistik (keine Ahnung, woher), dass aus einem von acht Projekten, für die Autor*innen engagiert werden, am Ende etwas wird, das man auf dem Bildschirm oder der Leinwand sehen kann. Das worüber ich am Freitag mit zwei Produzenten (tut mir leid, ich muss immer so vage bleiben 😀 ) gesprochen habe würde ich Euch jedenfalls zu gerne zeigen. Es sind Geschichten, die mir nicht weniger am Herzen liegen, als meine Romane, und ich möchte sie unbedingt sehen. Und ich mag die Erzählform des Drehbuchs, egal ob Film oder Serie.

Und sagen wir es, wie es ist: Drehbuch wird außerdem besser bezahlt als Belletristik. Das hat verschiedene Gründe: Als Drehbuchautor trete ich viel mehr Rechte ab und habe, in Bezug auf das Endprodukt, sehr viel weniger Entscheidungsmacht, als als Belletristikautor, es gibt sehr viel mehr arbeitsaufwändige Entwicklungsschritte (die mitzumachen ich vertraglich verpflichtet bin) und das Endergebnis ist ungeheuer viel kostspieliger als das Verlegen eines Romans – ich bin also an der Herstellung eines teureren Produktes beteiligt.

Ich habe jetzt ein paar SEHR arbeitsreiche Monate vor mir, und ich hoffe, dass das so weiter geht. Bedeutet aber auch – Zeit für einen Roman werde ich nicht haben. Ich werde hier und da mal in die Welt von „Phaeton“ tauchen oder Ideen zu „Wasser“ vorantreiben – aber mehr nicht. Im Moment bin ich wirklich hauptsächlich Drehbuchautor.

ABER:

In den letzten Jahren sind fast jedes Jahr mehrere Kurzgeschichten von mir in verschiedenen Anthologien erschienen. Die zu bündeln, um ein paar unveröffentlichte zu ergänzen und als E-Book o.Ä. herauszugeben habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen. Also – wahrscheinlich gibt es in nächster Zeit keinen neuen Roman von mir – aber eine Anthologie. Ich hoffe, das ist okay, Harald.

Und? Weitere Fragen? 😀

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schreckenbergschreibt: Türchen Nr. 20 – Shoot!

Okay, anlässlich des ersten Türchens habe ich Euch aufgefordert, mir Fragen zu stellen. Ich dachte eher an Fragen an den Autor. Aber Eure Ansprüche sind höher: Die einzige Frage, die kam, handelte vom Christkind. 😀

Jetzt haben wir noch vier Tage in diesem Adventskalender, also ermutige ich noch einmal: Fragt mich was. Oder wie wäre es, wenn Ihr Themen vorschlagt, die ich Rest2019 und 2020 behandeln soll.

Wenn Ihr nicht fragt, antworte ich ungefragt auf die Fragen, die ich auf Lesungen häufig gestellt bekomme. Und ja, das ist eine Drohung. 😉

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