schreckenbergschreibt: Longlist, Baby – NOMADEN haben Chancen auf den SERAPH

Nachdem ich gestern und vorgestern ein wenig off-topic war, was die Schriftstellerei betrifft (ich hatte es Euch versprochen 😉 ) kehre ich heute zum Kernthema dieses Blogs zurück, mit einer frohen Botschaft:

Die NOMADEN haben es auf die Longlist des Seraphen geschafft. Damit hat mein Roman die Chance, auf der Leipziger Buchmesse von der Phantastischen Akademie als bester Phantastischer Roman des Jahres 2015 ausgezeichnet zu werden.

Seraph… war das nicht mal was? Doch, Ihr erinnert Euch richtig. „Sergej“ war auf der Shortlist für den besten Phantastischen Roman 2013. Gewonnen hat damals Kai Meyer mit „Asche und Phoenix„, aber ich war schon sehr stolz, es auf die Shortlist geschafft zu haben. Shortlist wäre auch schön, diesmal, aber…. ich hätte auch nichts dagegen, zu gewinnen. Drückt Ihr mir die Daumen? 😉

Nomaden

Alle Nominierten im Überblick:

SERAPH 2016 Titel der Longlist „Bestes Debüt“:

Boege, Luise: Kaspers Freundin (Reinecke & Voß)

Brox, Kirsten: Matamba (Verlag Feder&Schwert)

Capiti, Carmen: Das letzte Artefakt (Papierverzierer Verlag)

Illger, Daniel: Skargat – Der Pfad des schwarzen Lichts (Hobbit-Presse/Klett Cotta)

Loewe, Maja: Die Augen des Iriden (Papierverzierer Verlag)

Pfyl, Luzia: Cesario Aero (Verlag Ohneohren)

Riescher, Bianca M.: Mitternachtsrot – Eine Erzählung aus Dschanor (Verlag Ohneohren)

Waßmann, Arndt: Der Weg der Maga (Verlag Torsten Low)

Weinert, Simon: Tassilo, der Mumienabrichter (Verlag Das Beben)

 

SERAPH 2016 Titel der Longlist „Bestes Buch“:

Aster, Christian von: Das eherne Buch (Hobbit-Presse/Klett Cotta)

Blazon, Nina: Der Winter der schwarzen Rose (cbt)

Brandhorst, Andreas: Das Schiff (Piper Verlag)

Corzilius, Thilo und Siegmund, Fabienne: Das Mädchen und der Leuchtturm (Verlag Ohneohren)

El-Bahay, Akram: Flammenwüste 2 – Der Gefährte des Drachen (Bastei-Lübbe)

Funke, Cornelia: Reckless 3 – Das goldene Garn (Dressler Verlag)

Gates, Robin: Feuermuse (Gmeiner-Verlag)

Gläser, Mechthild: Die Buchspringer (Loewe)

Hasse, Stefanie: BookElements 1 – Die Magie zwischen den Zeilen (Impress /Carlsen)

Mocikat, Anna: MUC – Die verborgene Stadt (Knaur)

Orgel, T.S.: Die Blausteinkriege 1 – Das Erbe von Berun (Heyne Verlag)

Reß, Alessandra: Spielende Götter (Verlag Ohneohren)

Schreckenberg, Michael: Nomaden (Juhr Verlag)

Speer, Natalie: Frostseelen (Bastei-Lübbe)

Trecksel, Bernhard: Nebelmacher (Blanvalet)

 

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schreckenberglebt: Wehrt Euch!

Gestern habe ich versprochen, Euch ein paar Tipps zu geben, wie Ihr einen guten Selbstverteidigungskurs für Frauen findet. Alsdann:

Zunächst einmal – wer gibt hier eigentlich Tipps. Kurz zu meinem Hintergrund: Ich beschäftige mich seit 1992 mit unterschiedlichen Kampfsportarten und Kampfkünsten, am längsten mit JuJutsu und Wing Tsun. Über diverse Lehrgänge habe ich weitere Systeme kennengelernt, darunter besonders erwähnenswert, aus meiner Sicht, Krav Maga. Ich hatte die Ehre, hier einen Lehrgang bei Eyal Yanilov machen zu können, der sehr, sehr aufschlußreich war. Nach einer längeren Pause habe ich vergangenes Jahr noch einmal angefangen, ein neues System zu erlernen, Inayan System III Eskrima.

Wichtiger aber für diesen Zusammenhang: Ich habe etwa 10 Jahre lang Selbstverteidigung für Frauen unterrichtet, in wechselnden Teams, zu dem aber die ganze Zeit über ein fester Kern aus meiner Frau, meinem besten Freund und mir gehörte. Wir haben unser eigenes System entwickelt, bei dem es uns, im praktischen Teil, ausschließlich auf praxistauglichkeit der Techniken ankam, wir haben aus alles Stilen die wir kannten und kennengelernt haben das genommen was uns tauglich erschien und das weggelassen, was unpraktisch oder schwer zu vermitteln war. So haben wir uns permanent weiter entwickelt. Für die Theorie haben wir mit der Kriminalpolizei zusammengearbeitet. Wir waren damit recht erfolgreich und haben am Ende sogar für einen Kampfsportverband Ausbilder ausgebildet. Am wichtigsten aber: Wir hatten Rückmeldungen von Frauen, die in unseren Kursen gewesen waren und sich später mit dem, was sie bei uns gelernt hatten, erfolgreich verteidigen konnten.

Aber: Es gibt dieses Team und unser System nicht mehr, wir haben vor ca. 12 Jahren den letzten Kurs gegeben. Die Gründe, aus denen wir aufgehört haben waren privat-familiär. Und fehlte einfach die Zeit, weiter Kurse zu geben und uns fort zu bilden.

Langer Rede kurzer Sinn: Ich weiß wovon ich rede und ich treibe hier keine Werbung für meine eigenen Kurse. 😀

Worauf also sollte Frau* achten, wenn sie sich für einen Selbstverteidigungskurs interessiert?

1.) Das Ausbilderteam ist gemischt aus Männern und Frauen. Warum Frauen dabei sein sollten ist offensichtlich: Wenn eine Frau die kämpfen kann behauptet und demonstriert, dass eine Frau kämpfen kann, dann wirkt das überzeugender als wenn ein Mann es sagt. Gerade Frauen, die unsicher und voller falscher Vorurteile über die eigene Schwäche (siehe auch gestern) in einen Kurs kommen fühlen sich sicherer, wenn sie eine Ausbilderin als Vorbild haben. Dass Frauen außerdem den alltäglichen Sexismus in unserer Gesellschaft besser kennen und erkennen als Männer ist ebenso klar – sie haben ihn allesamt schon irgendwo am eigenen Leib erfahren.

Ebenso wichtig ist aber, dass die Frauen im Kurs erfahren, dass sie sich gegen einen Mann durchsetzen können – und das geht nur, wenn auch männliche Ausbilder da sind. Wichtig ist, dass Männer und Frauen im Team gleichberechtig sind – weder sollten da Kerle mit weiblicher Hilfskraft für „Gefühlsdinge“ auftreten, noch Frauen, die zu Übungszwecken „den natürlichen Feind“ mitgebracht haben. Idealerweise ist das Team auch etwas gemischt, was das Alter der Ausbilder angeht. Muss nicht sein, ist aber ein Bonus.

2.) Wenn Ihr wirklich etwas aus dem Kurs mitnehmen wollt, dann sollte er lang sein. 5 x 2 Stunden sind meiner Meinung nach absolutes Minimum, bei uns waren es 10 oder 12 x 1,5 (Anfänger) beziehungsweise 8 x 1,5 (Fortgeschrittene). Die Zeit werdet ihr brauchen, denn ein guter Kurs hat viel Inhalt (siehe unten). Wochenendkurse und ähnliches sind nicht undbedingt schlecht und besser als nichts – aber sie alleine reichen nicht. Für Frauen, die ohnehin eine Kampfkunst betreiben oder sich mit der Absicht tragen, eine zu erlernen ist ein Wochenendkurs speziell für Frauenselbstverteidigung sicher nicht falsch. Für Frauen aber, die vorher und nachher keine Praxis in Selbstverteidigung haben wollen und werden reicht das nicht.

3.) Ein Selbstverteidigungskurs, der sich nicht auf eine Sportart oder eine Kampfkunst allein stützt, sondern einen Stilmix bietet, spricht dafür, dass die Ausbilder sich mit der Praxistauglichkeit dessen, was sie da vermitteln auseinandergesetzt haben. Es spricht überhaupt nichts dagegen, mal beim örtlichen Judoclub anzufragen, wenn der einen Selbstverteidigungskurs anbietet. Nur sollten dann in dem Kurs dennoch viele Tritte und Schläge vorkommen (die es im Judo nicht gibt), Würfe und Festlegetechniken (die im Judo wichtig sind) sollten hingegen völlig fehlen, da sie schwer zu vermitteln und in der Praxis eher nutzlos sind.** Fragt ruhig nach dem Stil, der im Selbstverteidigungskurs unterrichtet wird. Antworten, die Euch Vertrauen einflößen sollten klingen in etwa so:

„Wir gehen vom Ding-Dong-Mikado-Kung-Fu aus, lassen da aber alle komplizierten Techniken weg und haben dafür effektive Sachen aus anderen Disziplinen übernommen, zum Beispiel Bum-Bom-Do, Hacka-Au und dem österreichischen Gogerlnkloppen.“

Oder:

„Wir lehren keinen bestimmten Stil sondern effektive, praxistaugliche Techniken aus verschiedenen Disziplinen.“

4.) Der Kurs sollte einen Theorieblock enthalten. Darin mindestens folgende Punkte:

Vorurteile und Rollenklischees

Menschliche Anatomie – Angriffspunkte

Tätertypen und Täterverhalten

Notwehr- und Nothilferecht

Situationen erkennen und beurteilen

Sexualstraftaten aus polizeilicher Sicht

Vorbeugung.

5.) Im Praxisteil solltet Ihr die Möglichkeit haben Euch auszuprobieren – also auf einen Ausbilder so wie Ihr es gelernt habt einzuschlagen und einzutreten. „Schutzanzug“o.Ä.  ist hier das Zauberwort, das fallen sollte. Denn:

Was immer ihr in einem guten Kurs lernt wird kaum funktionieren, wenn ihr es zu Hause mit Eurem Freund oder Bruder ausprobiert. Dem wollt ihr nämlich nicht weh tun oder ihn gar ernsthaft verletzen.

Selbstverteidigung funktioniert aber über Schmerz und Verletzung. Also braucht ihr jemanden, der für Euch Körperschutz anzieht und auf die Matte geht. (Ja, es tut trotzdem weh, aber nicht ganz so schlimm, und die Verletzungen halten sich im Rahmen… *seufz* 😉 )

6.) Wichtig: Euer Bauchgefühl! Wenn Ihr Euch nach der ersten und zweiten Kurseinheit in der Gruppe und mit Euren Ausbildern wohl fühlt, wunderbar. Wenn nicht sollte es die Möglichkeit geben, auszusteigen und bis zu einem bestimmten Punkt (dritte Einheit, bei uns) auch das Geld komplett zurückzubekommen, das Ihr bezahlt habt.

WARNZEICHEN die Ihr beachten solltet – um entsprechende Kurse dann eben zu vermeiden:

1.) Wunderbare Versprechen:

„Nie wieder Angst durch unsere Ding-Dong-Selbstverteidigung!“

„Lerne Womens-Terror-Extermination und werde unbesiegbar!“

Finger weg, bitte.

2.) WAFFEN! Ganz wichtig. So weh es tut: Niemand kann Euch in wenigen Wochen beibringen Euch effektiv gegen ein Messer oder eine Schusswaffe zu verteidigen. Wenn ein Kurs verspricht, Euch gegen Waffen fit zu machen, meidet ihn, alles was ihr bekommt ist eine falsche Sicherheit und eine böse Überraschung im Ernstfall. Auch wer Waffen propagiert und Euch dazu bringen will, Pfefferspray, Messer, Schlagring oder Uzi mitzunehmen ist unseriös. Einzige Ausnahme: Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs als improvisierte Waffen. Wenn Ihr sowieso einen Schlüssel in der Hand habt ist es praktisch zu wissen, wie man ihn einsetzen kann***. Alles andere… bitte nicht.

3.) Selbstverteidigungskurse die ausschließlich ein System lehren. Siehe oben, Stilmix.

4.) Manche Kurse bieten einen praktischen „Abschlusstest“ in realer Umgebung, will sagen: Draußen auf der Straße, im Park oder sonstwo. Das hat SO viele Nachteile, dass ich sie hier gar nicht alle aufzählen kann. Ein Kampf mit einem Ausbilder im Kursraum als fester und wiederkehrender Kursbestandteil ist viel, viel besser. Und die meisten Taten finden sowieso in der Wohnung des Täters oder des Opfers statt. Da nützt einem der Abschlusstest im Stadtpark dann auch wenig.

5.) Prüfungen und Zertifikate am Ende sind sowieso sinnlos und zeugen von einem Denken bei den Ausbildern, das zu sehr im Kampfsport mit seinen Gürteln und Rängen verhaftet ist. Ausnahme natürlich: Teilnahmebestätigungen, wofür immer Ihr sie auch braucht.

Sooo… das war es im Groben, denke ich. Jetzt geht raus und kämpft. 😉

 

 

 

 

*Liebe Mitmänner, es ist eine tolle Idee, Eurer Frau, Freundin, Tochter, Mutter, Schwester etc. einen Kurs zu schenken, aber tut das bitte via Gutschein. Aussuchen sollte sie ihn, aus den oben genannten Gründen.

**Liebe Judoka, sorry, dass ich gerade Euch als Beispiel ausgewählt habe. Für Anfänger nutzlose Techniken gibt es auch im JuJutsu, Tae Kwon Do, Wing Tsun, Karate (!), selbst im Krav Maga… überall eigentlich.

***Nein, bitte klemmt ihn nicht zwischen Eure Finger. 😀

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Schreckenberglebt: Um Armlängen zurückgeworfen

Ja, ich weiß, es ist schon sooooooo viel gesagt zu Henriette Rekers Armlängenempfehlung. Und zu ihrer grandiosen Idee, Frauen Verhaltensempfehlungen zu geben, damit sie nicht Opfer von sexualisierter Gewalt werden.

Um es vorweg zu sagen: SELBSTVERSTÄNDLICH ist es klug, als gefährlich bekannte Orte oder solche, bei denen man ein schlechtes Gefühl hat zu meiden. Achtsam zu sein, besonders in unübersichtlichen und potenziell gefährlichen Situationen seine Umgebung zu beobachten und sich gegebenenfalls zurückzuziehen. Abstand zu Menschen zu halten, sie einem nicht geheuer vorkommen. Aber das sind doch keine Verhaltensregeln, die nur für Frauen gelten, sondern für jeden Menschen, der sich ohne Schaden durch die Welt bewegen möchte.

Wie es ankommt, wenn so etwas als Verhaltensempfehlung exklusiv für Frauen rausgegeben wird, dazu hat Sarah Wassermair einen sehr lesenswerten Beitrag geschrieben, den ich heute hier gerebloggt habe.

Sarah hat in ihrem Blogbeitrag schon einen Großteil dessen gesagt, was gesagt werden sollte, ich möchte nur ein paar Gedanken dazu beitragen – aus meiner Erfahrung, die ich in vielen Jahren als Selbstverteidigungsausbilder für Frauen gesammelt habe. Mein letzter Kurs ist inzwischen auch… 12 Jahre her? Aber wenn ich von Armlängen und Verhaltensregeln für Frauen lese, dann ist mir klar, dass sich in den Jahren seither nichts geändert hat. Also:

1.) Erstaunlich viele Frauen kamen zu uns in die Kurse mit der einerzogenen Grundanahme, dass eine Frau, die Opfer sexualisierter Gewalt wird, oft eine Mitschuld trage. Weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort war, weil sie zu sexy angezogen war, weil sie dem späteren Täter erst „Hoffnung gemacht“ und ihn dann abgewiesen habe… die ganzen dämlichen Klischees. Darauf gibt es nur eine einzige Antwort:

Das Opfer TRÄGT NIE SCHULD! Auch nicht Mitschuld. Gar nicht. Schuld sind alleine die Täter, und es gibt keine Ausrede. Selbst wenn eine Frau meinethalben nackt im Bett eines Mannes liegt, plötzlich aufsteht und sagt „Ich habe es mir anders überlegt“, dann hat er das verdammt nochmal zu akzeptieren!!!

Und es gibt auch keinen Automatismus, der uns Männer zu bemitleidenswerten Hormonmonstern macht, die nunmal leider nicht anders können. Diese Idee alleine empfinde ich als Beleidigung. Jeder Mann der eine Frau sexuell belästigt, nötigt oder vergewaltigt entscheidet sich bewusst, das zu tun und es gibt keine Entschuldigung dafür.

KEINE Entschuldigung! Kein Wertegefüge, keine Familiengeschichte, keine Veranlagung, keine Religion, kein Alkohol, kein Karneval, kein Oktoberfest, kein Silvester – nichts! Jeder Täter begeht seine Tat individuell und kann sich nicht auf irgendetwas zurückziehen, das ihm diese Verantwortung nimmt.

2.) Ebensooft bin ich der Einstellung begegnet, eine Frau habe ja „sowieso keine Chance“. Auch das ist Blödsinn, zumindest, wenn man von den „üblichen“ Formen sexualisierter Gewalt ausgeht. Das was in Köln passiert ist, ist ein Sonderfall, ebenso wie Gruppenvergewaltigungen. Ja, wenn eine Frau einer großen Übermacht gegenübersteht, die alle Fluchtwege blockiert, dann hat sie wirklich keine Chance. Ein Mann übrigens auch nicht. Auch hier wieder – Übermacht ist Übermacht, egal welches Geschlecht das Opfer hat.

Ansonsten aber – doch! Frauen haben eine Chance, sich gegen Männer erfolgreich zu verteidigen, selbstverständlich haben sie die. Das beginnt damit, eine Situation zu erkennen und richtig einzuschätzen bis hin zur harten körperlichen Gegenwehr, wenn es ganz schlimm kommt. Es ist erstaunlich, wie hartnäckig sich die Idee hält, die paar Kilo Muskelmasse und die paar Zentimeter Reichweite, die der durchschnittliche Mann der durchschnittlichen Frau voraus hat wären unabweisbar kampfentscheidend. Auch das ist ein Mythos unserer Gesellschaft, so tief verankert, dass ich von Männern weiß, die glauben, eine mit einem Messer bewaffnete Frau habe keine Chance gegen einen unbewaffneten Mann.

Die Wirklichkeit sieht natürlich anders aus – Frauen können sich selbstverständlich erfolgreich gegen Männer verteidigen und ich empfehle JEDER Frau und JEDEM Mädchen, einen guten Selbstverteidigungskurs zu besuchen. Woran man einen solchen erkennt schreibe ich dann morgen, und keine Sorge: Das wird keine Werbung. Wie gesagt, mein Team hat schon lange keinen Kurs mehr gegeben, deshalb kann ich da ganz neutral schreiben. 😉

Hinzu kommt: Die meisten Sexualstraftäter wollen keinen Kampf, sie wollen Macht spüren, je einfacher desto besser. Deshalb zeigen die entsprechende Statistiken sehr oft, dass eine klare Haltung und Gegenwehr dazu führen, dass der Täter seinen Versuch abbricht. Also bitte, bitte, bitte, liebe Frauen: Seid wehrhaft, macht Euch wehrhaft, glaubt nicht, dass ihr geborene Opfer seid. Ihr seid es nicht, egal, was wer auch immer Euch einreden will.

3.) Nochmal zurück zur Armlänge… was soll das eigentlich? Wenn ich eine Armlänge Abstand zu jemandem halte, der mir Gewalt antun will, in welcher Form auch immer, dann hat der diese Armlänge ganz schnell überbrückt. Und wer in Köln (Karneval! Weihnachtstage auf der Schildergasse! Rush Hour im Bahnhof! etc., etc., etc.) oder sonstwo (schonmal auf der Soester Allerheiligenkirmes gewesen?) davon redet, eine Armlänge Abstand zu halten der unterstellt doch auch wieder nur, dass eine zufällige Berührung dem Opfer eine Mitschuld gibt und dem Täter die Verantwortung nimmt, oder?

Man sollte die Länge des eigenen Armes dennoch kennen. Der Reichtweite beim Schlag wegen.

Amen.

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Von Hasen und Füchsen

Wutausbruch meiner Freundin Sarah zu „Armlänge“ und anderen Empfehlungen… Lesenswert.

Avatar von Sarah WassermairDer Guppy war's und nicht die Lerche

Nun, eigentlich sollt ich grad an einem Exposé arbeiten und mich nicht hier aufpudeln. Aber hat nicht lange ins neue Jahr gedauert, bis mich was Politisches wieder genug aufregt, dass ich um eine gewisse Aufpudelei einfach nicht herumkomme, und sei es nur meines Blutdrucks wegen. Ich warne vor: Profanität folgt.

Ich nehme mal an, ihr habt alle die Nummer am Kölner Bahnhof in der Silvesternacht mitbekommen. Wenn nicht, dann hier die Kurzfassung:

– Spontane Menschenmenge von etwa 1000 besoffenen Idioten rottet sich in der Silvesternacht am Kölner Bahnhof zusammen

– dem gegenüber stehen (nach vehementen Sparmaßnamen des Innenministeriums) ungefähr drei ein kleiiiin wenig überforderte Polizisten

– viele Frauen sind in der Menschenmenge gefangen und kommen nicht raus

– das nutzen etwa 50-160* phänomenale und (meiner bescheidenen Meinung nach) kastrationswürdige Wichser von offenbar meist nordafrikanischer Herkunft aus, um besagte Frauen zu bestehlen, sexuell zu belästigen oder zu vergewaltigen

– weitere phänomenale…

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Attack on Titan ist faschistisch ?!

Ein Fangirl verteidigt „Attack on Titan“ gegen den Faschismusvorwurf eines Feuilletonisten. Mit kluger Analyse und dem Nachweis von Recherchefehlern. Lesenswert, auch wenn man (wie ich) nichts von Manga versteht

 

Source: Attack on Titan ist faschistisch ?!

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