schreckenberglauscht: The Boozehounds

Einst, so habe ich hier und da schon erwähnt, glaube ich, gab es eine großartige Psychobilly-Band namens „The Boozehounds“, für die ich einige Lieder getextet habe. Die Jungs hatten in der Szene international durchaus beachtenswerten Erfolg – und haben sich dann aufgelöst. Interne Unstimmigkeiten… *seufz* Ich bin bis heute ein großer Boozehounds-Fan. Und hin und wieder google ich sie nochmal, und siehe da: Nur wenige Jahre nach der Auflösung hat die Band schon ihren eigenen…

Youtube Kanal! Hey! 😀

Darauf findet man nur eines meiner Lieder (nicht schlimm, die anderen sind auch gut 😉 ) – und zwar das erfolgreichste und bekannteste (von mir, und vielleicht auch von der Band). Mehrfach gecovert, seither, hier ist das Original: SILENCE.

(Gitarre, Voc: Stefan Mikus, Drums: Tommo Strauß, Upright Bass: Puck Lensing, Komponist: Stefan, Text: Ich)

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Independent Verlage auf dem Schirm – ein work in progress

Nochmal zum Thema „Kleine Verlage„: Das hier hatte ich gar nicht gesehen. Sehr gute Idee, lohnt sich zu verfolgen. 🙂

Avatar von Gesine von PrittwitzSteglitzMind

Klein und oho – aber nicht auf dem Schirm? Wer und wo sind sie, die kleineren Verlage? Und wie kann man die immer größer werdende Kleinverlegerszene im Blick behalten? Diese Fragen habe ich Anfang September gestellt und Euch gebeten, mir Indie-Verlage zu empfehlen, die ich wiederum einlade, sich hier vorzustellen.

Inzwischen ist schon eine stattliche Anzahl beieinander. Ich sehe mich in der Chronistenpflicht und sage allen, die sich bislang eingebracht haben, herzlich danke!

Die Übersicht zur Gesprächsreihe „SteglitzMind stellt Independent-Verlage vor“ wird – nach bestem Wissen und Gewissen – fortlaufend aktualisiert (Stand: 22. November 2014).

Rede und Antwort standen bislang (in chronologischer Folge):

Barbara Miklaw mit ihrem Mirabilis Verlag

Sebastian Kaufmann, der denChaotic Revelry Verlag gemeinsam mit Dog Thor Dionysos gründete

Andreas Heidtmann vom poetenladen Verlag

Franziska Röchter, die den chiliverlagverantwortet

Steffen Ille vom Verlag Ille & Riemer

Schemajah Schuppmann vom Papierverzierer Verlag

Michaela Stadelmann mit…

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schreckenbergschreibt: Die Leere

Nomaden

Gestern, etwa eine halbe Stunde vor Mitternacht, habe ich den letzten Satz meines neuen Romans getippt. Die Nomaden enden mit den Worten:

„Und ich werde niemals zurückkommen.“

Das war’s. Es ist vorbei, die Geschichte ist geschrieben. Ich schreibe niemals „Ende“ unter meine Geschichten, erstens, weil sie für meine Figuren ja weiter gehen und zweitens, weil ich davon ausgehe, dass die Leserinnen und Leser selbst merken, das nun Schluss ist.

Seither fühle ich mich verlassen. Ich habe geahnt, dass es so kommen würde, ich habe in den letzten Monaten so intensiv in dieser Geschichte gelebt wie schon lange nicht mehr. Das mag daher kommen, dass die Nomaden (eine Endzeitgeschichte) die erste Phantastische Geschichte seit langem sind, deren erste Fassung ich beendet habe. Die erste Fassung des Finders habe ich 1998 fertig geschrieben, 12 Jahre vor der Veröffentlichung. Die erste Fassung von Sergej war im Jahr 2000 fertig, Der Ruf 2001. Andere Geschichten habe ich angefangen, aber noch nicht beendet. In die fertigen Romane bin ich immer wieder zurückgekehrt, habe umgeschrieben, ergänzt, modernisiert und verbessert. Der Finder wurde im Lektoratsprozess um ein Drittel länger als er ursprünglich war, ich habe das ja schon öfter erzählt. Und die Träumer, die 2011 entstanden, sind eben ein Krimi – was für mich etwas völlig anderes ist. Denn einen Krimi plane ich, und schreibe ihn dann gemäß meinem Plan. Das bedeutet nicht, dass ich mit den Figuren in meinen Kriminalgeschichten weniger lebe und leide, als mit denen in meinen Phantastischen Geschichten. Aber wir leben auf eine andere Art zusammen.

Denn wenn ich Phantastik schreibe, dann bin ich das, was man einen „Discovering Writer“ nennt. Ich weiß, wo meine Geschichte beginnt, ich kenne ein paar wichtige Wegmarken, die ich auf der Reise erreichen möchte, ich habe meist zumindest eine Ahnung davon, wie sie enden wird. Aber mehr weiß ich nicht. Ich begebe mich mit meinen Figuren auf diese Reise, wir erleben gemeinsam schöne und schreckliche Dinge, treffen Menschen, die wir vorher nicht kannten (ein besonders krasser Fall in den „Nomaden“ ist Annabell, über die und ihr plötzliches Auftauchen in meinem Leben und meiner Geschichte werde ich demnächst hier schreiben) und am Ende erreichen wir ein Ziel, das auch ich so nicht  vorausgesehen habe. Denn wenn die Reise zu Ende ist, dann bin ich auch stets erstaunt, was aus meiner Ahnung von dem Schluss geworden ist.

Ich meine das nicht metaphorisch, generell nicht und hier, bei den „Nomaden“, schon gar nicht. Denn dies ist eine Reisegeschichte und ich habe mit Jo und Sonja, Annabell, Bram und Anouk, Doris und Fynn und Lilli und all den anderen gelebt und gelitten. Das ist etwas, das viele nicht-Autoren nicht verstehen, viele Autoren aber völlig selbstverständlich finden werden: Ich denke mir das nicht aus! Ich (er)lebe das. Das ist der Grund, aus dem ich so seltsam bin, wenn ich aus meinem Zimmer herauskomme, das bedeutet es, in der „Zone“ zu sein.

Und nun ist die Reise zu Ende. Für mich. Meine Figuren, die, die all den Schrecken überlebt haben, reisen weiter. Sie lassen mich zurück, und ich fühle mich leer und verlassen. Eben noch habe ich um eine meiner Lieblingsfiguren getrauert, habe meinen Protagonisten auf einem schweren, einsamen Weg begleitet – und jetzt bin ich raus, ich gehöre nicht mehr dazu. Ich bin kein Nomade mehr. Das ist schrecklich.

Unfair ist es das nicht – es ist der Preis, den ich dafür zahle, dass ich nun, nach einer Trauerphase, in eine neue Welt eintauchen werde können, was meinen Figuren verwehrt bleibt. Von daher darf ich trauern, aber nicht jammern, auch wenn es erstmal weh tut.

Natürlich geht die Arbeit jetzt erst richtig los. Ich werde die Korrekturen und Anmerkungen meiner Erstleser einarbeiten, noch fehlende Musikzitate aussuchen, ich werde mit meinem Lektor fechten, ich werde Darlings killen und diesmal auch ein Personenverzeichnis schreiben, es ist nötig, glaube ich. Aber das ist alles schal. Ich redigiere an meinem Reisebericht, die Reise ist zu Ende, die Nomaden sind hinter dem Horizont verschwunden.

Ich vermisse Euch, meine Freunde. Ich vermisse Euch so sehr.

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Edgar Franzmann liest

In eigener Sache: Am kommenden Mittwoch ist Edgar Franzmann mein Gast bei „Schwarz auf Weiß – Leverkusener Autoren stellen vor“.

Avatar von lesefreund2012Förderverein Literatur in Leverkusen e.V.

Im Rahmen der Lesereihe „Schwarz auf Weiß – Leverkusener Autoren stellen vor“ empfängt Michael Schreckenberg am Mittwoch, 19. November, den Kölner Bestsellerautor Edgar Franzmann. Der bekannte Krimischriftsteller liest im Flachbunker an der Karlstraße ab 20 Uhr aus seinem aktuellen Thriller „Mord mit Rheinblick“.

Auf dieses besondere Highlight im Rahmen der Lesereihe „Schwarz auf Weiß“ möchten wir hinweisen: Michael Schreckenberg lotst den Kölner Autor Edgar Franzmann nach Leverkusen und stellt ihn und seinen im September bei Emons erschienenen Roman vor.

Wenige kennen Köln „von innen“ so gut wie Edgar Franzmann. Als Journalist arbeitete er mehrere Jahrzehnte für Kölner Medien. Wenn ein solcher Insider und Rechercheexperte dann auch noch das Talent zum Schriftsteller hat, kommen Rheinland-Krimis erster Klasse dabei heraus – wie Edgar Franzmann auch mit seinem vierten Roman „Mord mit Rheinblick“ wieder beweist: Georg Rubin, Chefreporter der Boulevardzeitung »Blitz«, recherchiert darin zwei Morde, die 50 Jahre auseinander liegen – die…

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schreckenbergschreibt: Wie finde ich einen fairen (Klein)Verlag?

Bevor ich Euch von einem Treffen mit meinen Nomaden-Testleserinnen und -lesern (bzw. 50% davon) berichte, eine kleine Anmerkung zu einem Thema, das gerade bei facebook rund geht:

Letzten Freitag fand in der Schule meiner Kinder die Studien- und Berufsorientierung statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung informieren Eltern die Jugendlichen der Einführungs- und Qualifikationsstufe (für uns Ältere: Oberstufe) über ihre Berufe. Die Schülerinnen und Schüler dürfen sich aus der großen Auswahl zwei Berufe aussuchen, die sie interessieren, man hat also mit aufmerksamen weil interessierten jungen Menschen zu tun, nicht mit irgendwelchen Zwangsrekrutierten. Immer einer sehr schöne Sache, die mir viel Spaß macht.

Zur Information über den Beruf des Schriftstellers gehört auch, das Publikum vor so genannten „Druckkostenzuschussverlagen“ (kurz: DKZV) zu warnen. Das sind Verlage, die sich als seriöse Buchverlage gerieren, deren Geschäftsmodell es aber nicht ist, durch den Verkauf von Büchern Geld zu verdienen, sondern dadurch, dass sie Autorinnen und Autoren die Illusion verkaufen, deren Bücher zu verlegen und zu verbreiten. In Wahrheit leben sie davon, dass diese Autorinnen und Autoren dafür bezahlen, dass ihr Buch „verlegt“ wird. „Zuschuss“ ist also eine reine Verniedlichung. Der wahre Name dieser Verlage ist „Buch für Geld“.*

Wer, wie ich, durch die lange und harte Prüfung frustrierender Ablehnungsbriefe von Verlagen gegangen ist weiß, WIE hart dieser Weg ist, wie er am Selbstbewußtsein nagen kann, wie groß die Versuchung sein kann… Es ist wichtig, gerade junge Autorinnen und Autoren davor zu warnen und ihnen die Alternativen aufzuzeigen – denn die gibt es (siehe unten).

Nun kursiert im Netz die Liste eines angeblichen Zusammenschlusses von Kleinverlagen, die faire Konditionen bieten. Ich werde sie hier nicht verlinken, denn sie ist eine DKZV-Liste, zumindest zum überwiegenden Teil. Das ist vor allem für die Kleinverlage ärgerlich, die wirklich faire Konditionen für ihre Autoren bieten, und die an sich schon genug Schwierigkeiten haben, mit ihren Nischenprodukten und kleinen Programmen wahrgenommen zu werden. Ich habe bisher ausschließlich bei kleinen Verlagen veröffentlicht, als da sind JUHRVerlag, Gardez!Verlag, Oldigor Verlag und  ViaTerra Verlag. All diese kleinen Verlage sind seriös. Sie haben selbstverständlich nicht die Marktmacht und Ressourcen großer Verlage – aber das war mir vorher klar. Weniger ernstzunehmen oder gar weniger engagiert sind sie nicht.

Woran aber erkenne ich nun einen seriösen Kleinverlag?

Und wie unterscheide ich ihn von einem gut getarnten DKZV? Nun, das ist einfach: Die Gesamtsumme aller Honorare, Gebühren oder anderer Mittel, die ich diesen Verlagen für die Veröffentlichung meiner Romane und Kurzgeschichten gezahlt habe beläuft sich auf:

0,00 Euro

Nichts, garnichts, nada, nothing, rien, niente, zero!

Was ich diesen Verlagen abgetreten habe, sind verschiedene Rechte an meinen Geschichten. Als GEGENLEISTUNG dafür (denn immerhin habe ich etwas produziert, mit dem sie nun arbeiten dürfen) verpflichten sie sich, diese, meine Produkte zu vermarkten. Dabei entstehen natürlich Kosten, für Lektorat, Druck, Marketing etc. Diese Kosten tragen KOMPLETT die Verlage. Verkauft werden meine Bücher zum Großteil über den Buchhandel (stationär und online), in sehr, sehr viel geringerem Maße über die Verlagsshops und bei Lesungen. Den Verkaufserlös der Bücher teilen sich Verlag, Buchhandel und ich. Mein Anteil ist dabei der Geringste – was aber in Ordnung (und marktüblich) ist, schließlich bin ich der einzige in der ganzen Kette, der nicht in finanzielle Vorleistung geht. Ich schaffe das Produkt, das kostet natürlich Zeit und Energie – aber mehr sollte es auch nicht kosten.

Und das ist das ganze Geheimnis: Ein Verlag, der auf dieser Basis (Rechteabtretung, Vermarktung, Buchverkauf) arbeitet, sollte sich aus den Erlösen dieser Bücher finanzieren – und nicht aus „Eigenanteilen“ der Schriftsteller. Dann (und NUR dann!) wird er aus eigenen Interesse heraus alles tun, die Bücher gut zu vermarkten und damit seinem eigenen Interesse ebenso dienen wie dem des Autors / der Autorin. Einem DKZV kann der Buchverkauf schnurz sein – er verdient an den „Zuschüssen“ seiner Opfer weit mehr.

Nun gibt es aber immer Menschen, die für den langen Weg durch die Verlage nicht die Geduld oder Leidensfähigkeit aufbringen. Gibt es für sie Alternativen? Durchaus:

1.) Selbstvermarktung über E-Books

Setzt Verkaufstalent, Marketingkenntnisse, begrenzte Eigenmittel (sehr viel weniger als bei DKZV oder den beiden anderen Alternativen) und Fähigkeit zur Selbstkritik voraus. Ich habe hier schon einmal etwas dazu geschrieben.

2.) BoD und verwandte Dienstleister

„Moment,“ höre ich Leser protestieren: „Hast Du nicht gerade gesagt, Buch-gegen-Geld ist böse? Was macht BoD denn anderes?“

Nichts. Aber sie sagen es offen. Sie tarnen sich nicht als „normaler“ Verleger der übliche Verlagsleistungen bietet, sie erklären ganz offen und ehrlich ihre Dienstleistungen. Zu denen gehören auch verlagstypische Leistungen wie etwas Marketing, Vertrieb und Druck (und das Marketing betreiben sie, nach Aunkunft von Buchhändlern, auch durchaus seriös, wenn auch natürlich nicht mit dem selben Elan und im selben Umfang wie Verlage, die nur vom Buchverkauf leben). Aber der Hauptteil des Geschäfts ist eben der Verkauf der Dienstleistung „Buch“ an Autorinnen und Autoren. Diese Dienstleister tun eben nicht so, als sei dies das übliche Verlagsgeschäft, im Gegenteil, sie weisen auf ihre besondere Stellung hin, sind transparent, was die Konditionen und Kosten betrifft – und schütten bei Buchverkauf einen sehr viel höheren Anteil an die Autoren aus, als herkömmliche Verlage oder DKZV.

Wer also meint, seine Bücher besser vermarkten zu können als ein Verleger, einfach nicht darauf warten will, von Verlagen entdeckt zu werden oder vielleicht ein derartiges Nischenprodukt herstellt, dass er es nur in der eigenen Szene verkaufen kann oder will, für den kann ein solcher Dienstleister durchaus ein gangbarer Weg sein. Aber Vorsicht: Wer mit seinen Geschichten wirklich Geld verdienen will, sollte diesen Weg nur gehen, wenn er ein großes Verkaufstalent ist und einiges vom Buchmarkt und -marketing versteht. Und er sollte davon ausgehen, dass er zunächst beim Buchhandel einen schwereren Stand haben wird, als Autoren herkömmlicher Verlage.

3.) Selbstverlag

War vor vielen, vielen Jahren durchaus üblich: Wer ein Buch geschrieben hat begibt sich zur Druckerei (und ggf. danach noch zum Buchbinder) und lässt das Werk in einer selbst bestimmten Auflage drucken. Das geht immer noch – es gibt Druckereien, online und um die Ecke, es gibt sogar noch Buchbinder. Allerdings ist dieser Weg teuer und wird sich, in aller Regel, nicht lohnen, wenn es darum geht, vom Veröffentlichen eigener Bücher zu leben.

Aber es gibt ja durchaus andere, nicht weniger edle Motive. Wer etwa zu einem sehr engen Nischenthema etwas zu sagen hat, eine ungewöhnliche politische oder philosphische Ansicht unter die Menschen bringen oder einfach nur seine Lebenserinnerungen an Kinder und Enkel weitergeben will wird wahrscheinlich keinen Verlag dafür finden – aber womöglich dankbare und begeisterte Leserinnen und Leser, wenn er seinen Text drucken lässt und zwischen zwei schöne Buchdeckel packt. Dies ist also ein Weg für alle, die sich an ein sehr kleines Zielpublikum wenden.

All diese Möglichkeiten sind, wie gesagt, ALTERNATIVEN zu dem Weg über den seriösen Verlag. Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die zu diesen Alternativen greifen gehen einen anderen Weg als den üblichen, eventuell (Selbstverlag) auch mit ganz anderen Zielen – und unterscheiden sich dadurch von uns, die wir den üblichen Weg gegangen sind. Manche von uns sehen aus diesem Grund auf diese Alternativkollegen herab, was ich für falsch halte. Aber der Unterschied ist da – auch wenn er, gerade was die E-Book Selfpublisher angeht, oft viel kleiner ist, als viele „etablierte“ Kolleginnen und Kollegen gerne glauben. Auch hierzu der oben verlinkte Beitrag.

Aber diese Unterschiede sind völlig anders als der zu den Opfern der DKZV-Verführer. Denn die haben sich einem System unterworfen, das sagt: „Die Arbeit der Autoren ist wertlos. Soll sie veröffentlicht werden, müssen die Autoren zahlen.“ Dieses System ist für jede(n) seriöse(n) Schriftsteller(in), egal wie er oder sie seine/ihre Werke vermarktet, beleidigend, existenzbedrohend – und deshalb feindlich. Die anderen Marktteilnehmer (Buchhandel, seriöse Verlage) sehen das zumeist ähnlich – mit allen schädlichen Folgen für DKZV-Autoren. Diese Abzocker-Verlage nutzen nur sich selbst und schaden denen, die ihnen ihre Geschichten anvertrauen.

 

 

 

 

 

*Alles, was ich hier sage, gilt für Belletristik, Lyrik etc. Im WISSENSCHAFTLICHEN Bereich ist es mitunter durchaus üblich, für die Veröffentlichung einer Arbeit, etwa einer Doktorarbeit, zu bezahlen. Es gibt Verlage, die sich auf diese Dienstleistung in diesem Umfeld spezialisiert haben, und sie sind absolut seriös.

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