schreckenberglebt: Weihnachten 2013

Gestern, heute und morgen keine Weihnachtszeitprogrammtipps, ich bin mit feiern beschäftigt und hoffe auf Euer Verständnis. 😉 Die versprochene Weihnachtsgeschichte ist noch nicht fertig, ich denke zuversichtlich, dass ich sie noch in diesem Jahr fertig schreibe und poste. Nun aber wünsche ich Euch allen:

EIN FROHES FEST UND EINE GLÜCKLICHE WEIHNACHTSZEIT

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schreckenbergschaut: Weihnachtsprogramm Teil 2 – Die Muppets Weihnachtsgeschichte

Weiter geht es mit dem Heimkino für die Festtage. Der Film, den ich Euch heute vorstelle, zählt inzwischen für Viele zur Weihnachtstradition – gilt auch für  unsere Familie:

The Muppet Christmas Carol
(Die Muppets Weihnachtsgeschichte)
USA 1992
Buch: Jerry Uhl (nach Charles Dickens)
Regie: Brian Henson

Die Geschichte…

…ist natürlich Charles Dickens klassischer „Christmas Carol“, die Geschichte des fiesen Geizhalses, Leuteschinders und Weihnachtsverächters Ebenezer Scrooge, der in der Nacht vor Weihnachten (also unserem Heiligen Abend) von vier Geistern heimgesuchte wird: Dem seines verstorbenen Geschäftspartner Jacob Marley  und den Weihnachtsgeistern Christmas Past (Geist der vergangenen Weihnacht), Christmas Present (Geist der gegenwärtigen Weihnacht) und Christmas Yet To Come (Geist der zukünftigen Weihnacht). Die Begegnung mit den Geistern läutert den Fiesling, der fürderhin als guter Mensch,Wohltäter und Weihnachtsfan lebt. Die Geschichte ist unzählige Male erzählt und verfilmt worden, so oft, dass ich im Rahmen dieser kleinen Serie gleich zwei Adaptionen vorstellen werde. Wie sehr sie Teil  des kollektiven Mythenschatzes, besonders im angelsächsischen Raum geworden ist, zeigt zum Beispiel die Tatsache, dass die bei uns als „Dagobert Duck“ bekannte Comicente im Original „Scrooge McDuck“ heißt – damit ist der Charakter sofort umfassend beschrieben.

Warum nun gerade diese Verfilmung? Es einfach mit den Muppets zu erklären wäre zu einfach, obwohl die natürlich einen gewaltigen Charme haben. Aber das würde die Leistung von Michael Caine herabsetzen, der sich als menschliche Hauptfigur voll auf das Puppenspiel einlässt (wer die Muppets Show kennt weiß, dass das nicht allen „Gaststars“ gelingt) und genau die richtige Mischung aus Überzeichnung und authentischem Spiel  trifft. Auch die Idee, mit Gonzo und seinem phänomenalen Sidekick Rizzo eine Erzählerfigur alter Art einzusetzen trägt – zusammen mit der liebevoll gebauten Kulisse (Ja! Gebaut!) – stark zur zeitlos-idealen Weihnachtsatmosphäre bei, an der zahlreiche andere Adaptionen scheitern. Und dann sind da natürlich die vielen, vielen witzigen Details und kleinen Seitengeschichten, die diesen Film auch beim Xten Wiedersehen nicht langweilig machen. Und auch wenn er hin und wieder in harten Kitsch abgleitet (Tiny Tims Weihnachtslied zum Beispiel verursacht mir Zahnschmerzen): Erstens gehört das ja auch irgendwie dazu. Und zweitens ist selbst in dieser Adaption einer Ikone immer noch genug vom bekannten Muppetirrsinn, um das Ganze zu einem großen Spaß zu machen. Und zur unbedingten Weihnachtstradition.

Warum ist dieser Film für die weihnachtliche Zeit so gut geeignet?

Das ist nicht im Ernst die Frage, oder?

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schreckenbergschaut: Weihnachtsprogramm Teil 1 – Die Glücksritter

Eigentlich wollte ich Euch dieses Jahr  vor Weihnachten wieder Geschenktipps geben wie im vergangenen Jahr,  aber ich denke, das werde ich vielleicht 2014 wieder machen. Immer dasselbe ist langweilig, außerdem braucht es etwas länger als ein Jahr, bis ich wieder genug originelle Ideen gesammelt habe. 😉

Nein, dieses Jahr gebe ich Euch (eine fast vergessene Tradition dieses Blogs) ein paar Film und Fernsehtipps zum Fest. Denn ist es nicht so? Viele von uns haben in diesen Tagen Urlaub*, verbringen also viel Zeit mit Partner und/oder Familie oder/und Freunden. Im Gegensatz zu den blöden Klischees muss das gar nicht schlimm sein. Ich zum Beispiel liebe diese weihnachtliche mehr oder weniger Zwangsgemeinschaft, nicht nur die Weihnachtstage, auch die Adventszeit, und die allerschönste Zeit des Jahres ist für mich die zwischen den Weihnachtstagen und Neujahr. Und ich weiß nicht, wie es bei Euch ist – all diese Leute, die tolle Geschichten davon erzählen, wie sich regelmäßig zu Weihnachten die Familie verkracht, kann ich eher bedauern. Ob das alles so wahr ist? Bei uns ist das nicht so, und ich erfinde meine Horrorgeschichten auch lieber über den Rest des Jahres. 😉

Aber so schön das alles ist: Irgendwas muss man ja machen, wenn man gemeinsame Erinnerungen kreieren will. Klar, man kann gemeinsam im weihnachtlichen Winterwald spazieren gehen. Nur – ich wohne in Leverkusen. Ich weiß nicht, wie es bei Euch ist, aber bei uns macht der Winter seit einigen Jahren just um Weihnachten herum eine Atempause – was bedeutet, dass selbst der Regen eher lauwarm ist. Man kann auch Gesellschaftsspiele spielen, aber wir haben drei Kinder. Der Versuch, sich auf ein Spiel zu einigen gleicht dem Versuch, in einem Kleinstaat mit drei gutwilligen aber potentiell hochaggressiven Volksgruppen ein Friedensabkommen auszuhandeln. In aller Regel funktioniert das zwar, aber nur auf Basis der Kompromissspiele Poker, Cluedo und Scotland Yard. Alles tolle Spiele, die ich auch gerne spiele (Cluedo geht so, aber bevor es Krieg gibt… 😉 ), aber da es eben die Kompromisspiele sind, spielen wir sie nicht soooo selten. Und natürlich könnten wir uns am Kamin die Weihnachtsmärchen von Dickens vorlesen – wenn wir einen Kamin haben. Vorlesen ist generell** schön (besonders, wenn man Freunde hat, die einen selbstgeschriebenen Vorleseadventskalender verschenken :-* ), aber damit ganze Nachmittage und Abende zu füllen ist nur für solche Leute ein toller Urlaub vom Alltag, für die Lesungen nicht ein Teil des Jobs sind. Ich habe schon oft gesagt: Ich lese gerne, ich liebe Lesungen, egal ob von mir oder von guten Kolleginnen und Kollegen, und ich lese auch meinen Liebsten gerne vor. Aber komplette Lesungen zu Hause machen wir selten. Es soll sich nicht abnutzen. Und wenn Ihr das auch machen wollt – unterschätzt es nicht. JEDEN Abend schafft Ihr das nicht. 😀

Aber um nochmal  auf den Kamin zurückzukommen –  was ist dessen, oder zumindest des Lagerfeuer modernes Gegenstück? Genau: Der Fernseher! Ihr ahnt es: Ich will Euch Fernsehabende im Kreise von Familie und Freunden empfehlen. Hört auf, die Nase zu rümpfen, das kann sehr schön sein! Doch!!! Alle auf dem Sofa, Weihnachtsgebäck und Kaffee bzw. Tee… und natürlich NICHT das  Fernsehprogramm! Himmel, nein! Sondern eines der mehr oder weniger weihnachtlichen Stücke, die ich Euch heute und an den kommenden Tagen empfehlen möchte. Die meisten werden keine echten Überraschungen sein, aber Weihnachten ist ja auch nicht das Fest der unkonventionellen Überraschungen, oder. Bei mir jedenfalls nicht. 😉

Und bevor ich endlich loslege: Zwei Filme werde ich Euch nicht empfehlen, obwohl sie eigentlich Weihnachtsstandard sind. Den einen liebe ich sehr, und er ist unser traditioneller Baumschmückfilm (obwohl er im Februar spielt), aber ich habe ihn letztes Jahr schon vorgestellt. Den anderen mag ich nicht. Ja ich weiß, er ist sooooooo schön. Ich will auch gar nichts dagegen sagen, ich mag ihn nur eben nicht. Wundert Euch das? Bei dem Zeug, das ich schreibe? Eben. Sehr gerne dagegen mag ich:

Trading Places
(Die Glücksritter)
USA 1983
Buch: Herschel Weingrod,Timothy Harris
Regie: John Landis

Die Geschichte…

…ist schnell erzählt, was ich hier aber nicht tue, ich will ja nicht zu sehr spoilern. Nur kurz die Prämisse: Die überaus reichen Brüder Duke – von Beruf und Herkunft Börsenspekulanten – können sich nicht einigen, ob der Charakter eines Menschen angeboren oder anerzogen ist. Um das zu testen schließen sie eine Wette ab: Sie ersetzen einen ihrer Topangestellten, Louis (gespielt von Dan Aykroyd), mittels einer Intrige durch Billy Ray (Eddy Murphy), einen zufällig dahergelaufenen kleinen Gauner von der Straße, und schauen, wie sich das Ganze entwickelt. Das herzlose Spiel mit dem Leben der beiden Männer nennen sie ein „Experiment“ und sind sich keiner Schuld bewusst. Nach einigen Wirrungen erkennen die Genarrten, dass man sie gegeneinander ausgespielt hat…

So weit, so klassisch. Dieser Film ist nicht wegen seiner Originalität gut, sondern wegen dem, was Weingrod und Harris aus der wenig überraschenden Idee herausgeholt haben. Der Humor ist nicht feinsinnig, klar, aber das auch nicht feinsinniger Humor völlig unpeinlich und wirklich witzig sein kann, das zeigt dieser Film – was  ihn zu einem wirklichen Familien- und Partyfilm macht. Den verstehen auch Kinder und alkoholisierte Erwachsene. Er ist wirklich richtig lustig. Außerdem ist er so richtig schön hemmungslos: Die Dukes sind, ohne jede Beschönigung, charakterlich mies. Ihr (ererbter) Reichtum hat sie herzlos und narzisstisch gemacht, Rassisten sind sie selbstverständlich außerdem, alles ohne jede Relativierung. Echte Bösewichte, denen man das Ende wünscht, das sie ereilt – und die Helden werden im Laufe des Films erst zu Helden, am Anfang sind beide ziemlich schwach, weswegen man ihnen ihren Sieg auch wirklich gönnt. So schön kann ein klassischer Plot sein.

Warum ist dieser Film für die weihnachtliche Zeit so gut geeignet?

Na ja, er spielt um diese Zeit. Die Handlung beginnt kurz vor Weihnachten und endet an Silvester. Und es ist John Landis gelungen, die Weihnachtszeit zu einem wirklichen Rahmen für die Handlung zu machen – auch und gerade, wenn die  gegensätzlichen Welten aus denen Louis und Billy Ray kommen beziehungsweise in die sie geraten beleuchtet werden. Und natürlich ist die Botschaft „Liebe, Freundschaft und Loyalität besiegen Herzlosigkeit, Verrat und Eitelkeit“ schön weihnachtlich. Hinzu kommt, dass der Film meinem Freundes und Familienkreis eines jeder Filmzitate geschenkt hat, die Teil unseres internen Sprachcodes sind:
„Du siehst gut aus, Billy Ray.“
„Ich fühl‘ mich auch gut, Louis.“

Warnung!
Leider muss ich auch eine Warnung aussprechen. Es handelt sich um eine Ärgerlichkeit und einen dicken Fehler in der Synchronisation. Die Ärgerlichkeit: Eddie Murphy ist mit einer albernen, sich überschlagenden Stimme synchronisiert, ein Schicksal, das bis in die 1980er hinein regelmäßig alle dunkelhäutigen Schauspieler in deutschen Sychronisationen erlitten. In diesem Falle nicht ganz so ärgerlich, da Eddie Murphy zuweilen wirklich so spricht.

Ein echter Hammer hingegen ist, was in der deutschen Synchronisation mit dem betrügerischen Börsendeal der Dukes passiert, der zum Angelpunkt von Louis und Billy Rays Racheplan wird. Den haben die Autoren der deutschen Fassung ganz offensichtlich nicht verstanden – vielleicht, weil Leerverkäufe zu dieser Zeit in Deutschland noch verboten waren. Wenn Ihr also im entscheidenden Moment denkt: „Moment – das ergibt doch gar keinen Sinn!“ dann habt Ihr leider recht. In der Originalversion ist das selbstverständlich stimmig. Aber das Schöne an dem Film ist – er funktioniert trotz dieses dicken Fehlers  auch im Deutschen, er  macht einfach Spaß.

 

 

* An dieser Stelle: Einen herzlichen Gruß und ein riesiges Dankeschön an all die Heldinnen und Helden im Einzelhandel, die gerade jetzt KEINEN Urlaub haben und auch keinen bekommen. Ich weiß, was Weihnachtsgeschäfte und Aktionen wie „Weihnachtsshopping bis 22 Uhr“ für Euch und Eure Familien bedeuten. Meine Liebste war  bis Mai und viele Jahre davor im Buchhandel. Danke  Euch! Und möglichst stressfreie und erholsame Weihnachtstage. 🙂

** Ich bin der Mann, der besagten Kindern vor einigen Jahren mal unvorsichtigerweise in der Adventszeit den „Hobbit“ vorgelesen hat – und daraufhin den kompletten „Herrn der Ringe“ vorlesen durfte – war ein schönes, spannendes und anstrengendes Lesejahr 😀

 

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schreckenberglebt: Ich geh‘ Ubuntu

Ich habe Euch ja versprochen zu erzählen, wie ich meine Computerprobleme gelöst habe (vorerst).  Bevor ich also mit meiner diesjährigen Adventsbloggerei  anfange und Euch um Weihnachten herum meine diesjährige Weihnachtsgeschichte (unter dem Link  die vom letzten Jahr) präsentiere, erstmal  dazu. Das alles begann mit zwei Problemen:

Das erste Problem: Ich bin nicht reich. Ich bin nichtmal besonders wohlhabend. Untere Mittelschicht, würde ich sagen, also überlegt Euch, ob Ihr diesen Beruf ergreifen wollt – er ist erfüllend, bereichernd und berauschend, aber finanzielle Sicherheit gibt er nicht. Er birgt die Chance und Hoffnung auf Ruhm und Reichtum, jederzeit, aber wer ihn aus diesem Grund ergreift, könnte ziemlich unglücklich werden. Künstlerschicksal. Natürlich ist das nur ein kleiner Ausschnitt meiner Lebensverhältnisse und nur einer meiner drei Jobs, aber für jetzt reicht das: Es ist mein Haupt- und Lieblingsjob und er wirft nicht viel ab.

Diese Konstellation führte dazu, dass ich ein paar Jahre ein Netbook mit angeschlossenem Bildschirm und externer Tastatur als Hauptrechner nutzte. Irgendwann war das kleine Ding überfordert und begann, den Geist aufzugeben. Und ich konnte mir keinen neuen Rechner leisten. Doofe, existenzbedrohende Situation. In diesem Moment sprang mir eine wahnsinnig liebe Freundin zur Seite und  rettete mich, indem  sie ihren tadellosen (okay, da fehlen fünf Tasten im Zahlenblock – aber den Zahlenblock  habe ich noch nie gebraucht) Zweitlaptop in ein Paket packte und mir schickte. Ich habe vielleicht nicht viel Geld, aber ich habe eine Handvoll dermaßen TOLLER Freunde… ich schweife ab. Also, der Laptop reiste von Österreich nach Deutschland, kam alsbald hier an und linderte die Not. Ich konnte wieder arbeiten.

Allein – irgendwer hatte offenbar unterwegs mit dem Paket Fußball gespielt oder so. Kommt ja vor. Der Laptop, der bisher tadellos lief (auch ohne 1, 2, 3, 4 und 5  auf dem Zahlenblock) wies nun einen Hardwarefehler auf. Long Story short: Besagter Hardwarefehler führte zu Softwareproblemen, die in immer neuen Abstürzen resultierten. Diese Abstürze aber, soviel war ebenfalls deutlich, waren nicht zwangsläufig, sondern hatten viel damit zu tun, dass der Rechner unter Windows lief.

Nun kommt Problem Nummer 2: Ich  bin ein ziemlicher Idiot,  was Computer betrifft. Oder sagen wir es anders – ich bin ein User. Mehr nicht, mehr will ich auch nicht sein. Dass ich eine Maschine nutze und brauche bedeutet nicht, dass ich ihre Geheimnisse kennen, sie bauen, betriebsfertig machen und reparieren können muss. Autohersteller haben das schon lange begriffen. Die meisten Computerhersteller auch. Softwarehersteller? Vergiss es! Ich habe also, wie jeder verzweifelte (und nicht wohlhabende) Windowsuser hier und da mal gebrüllt „ich wechsele zu Linux“ – aber gemacht habe ich das nie. Jetzt aber begann es, lebenswichtig zu werden. NOCH eine Freundin die Laptops verschenkt hatte ich nicht. Also habe ich dann mal den Umstieg gewagt…

WARNUNG: Was folgt, ist eine Erfahrungsgeschichte und Anleitung für Leute wie mich – Leute, die NICHTS von Software verstehen außer dem, was sie vielleicht in vielen Jahren an Erfahrung gesammelt haben (22 Jahre in meinem Fall). Leute die Linux-Distributionen als alternative Betriebssysteme sehen und nicht als tolle Bastelaufgabe. Leute die einfach nur arbeiten wollen. Könnte also sein, dass das folgende bei dem einen oder anderen Softwareschreiber und Linuxexperten zu Krampfanfällen, Hirnblutungen oder ähnlichen Unschönheiten führt. Ich habe Euch gewarnt!

Klar soweit? Also los – mein Weg zu Ubuntu:

Zunächst: Der Schrei „Ich wechsele zu Linux“ ist, wie ich gelernt  habe, wenig sinnvoll, denn Linux ist kein Betriebssystem wie Windows, sondern die Basis verschiedener Betriebssysteme, so genannten Linux-Distributionen. Nicht alle davon bieten ein Desktop wie wir Laien es kennen, aber viele tun es. Die gängigste heißt Ubuntu.

SCHRITT 1: Angst ablegen. Ich weiß, liebe Mitgefangene, Microsoft hat uns eingeredet, dass es uns alles wegnehmen und zerstören wird, dass wir nie wieder arbeiten und/oder spielen können, jedenfalls nicht am Rechner, wenn wir untreu werden. Ist Quatsch. Ich erkläre später Näheres, jetzt nur soviel: Viele von Euch nutzen doch zum Beispiel auch OpenOffice anstelle von MSOffice, oder? Und? Jemals irgendwelche Probleme gehabt?  Also…

SCHRITT 2: Backup ALLER wichtigen Dateien anlegen!!! Trotz aller Euphorie meinerseits – Ihr spielt am Betriebssystem herum. Was Ihr nicht verlieren wollt, solltet Ihr vorher in Sicherheit bringen.

SCHRITT 3: Festplatte partitionieren. Heißt das so? Ich glaube schon. Durchatmen, keine Angst: Das bedeutet nur, dass Ihr einen Teil der Festplatte frei gebt, auf der sich das neue Betriebssystem niederlassen kann, was viel ungefährlicher ist (finde ich) als gleich Tabula Rasa zu machen. Wenn Ihr die Festplatte partitioniert, werdet Ihr nichts verlieren. Wie das mit dem Partitionieren geht, beschreibe ich jetzt hier nicht – ich fürchte, irgendetwas zu vergessen. Aber es ist nicht schwer, recherchiert ein wenig, fragt kundige Freunde – wenn ich das kann, könnt Ihr das auch.

SCHRITT 4: Nun wird es ernst – Ihr müsst eine Boot-DVD (!) erstellen, von der aus Ihr das neue Betriebssystem installieren könnt. Haltet Euch dabei genau (!) an die Anleitung auf der Download-Seite, dann wird das klappen. Ihr habt die  Wahl zwischen Ubuntu 12.04 und Ubuntu 13.10. Ich rate Euch zu 12.04, es ist erprobter und es gibt sehr viel mehr Software, die darunter läuft, als unter Ubuntu 13.10, der neuesten Version. Nachdem ich das gesagt habe muss ich zugeben, dass ich mit 13.10 arbeite. Unter 12.04 funktionierte bei mir die Bildschirmansicht nicht,  nie. Da ich aber sonst niemanden kenne, der dieses Problem hat, scheint es eine individuelle Geschichte zu sein. Ich bin mit meinem 13.10 sehr glücklich, glaube aber, wie gesagt, dass 12.04 (noch) praktischer ist.

Oh übrigens – was habt Ihr für Euer Windows bezahlt? Ubuntu ist kostenlos. 🙂

SCHRITT 5: Ihr bootet nun von der DVD. Normalerweise klappt das, indem Ihr den Rechner bei eingelegter DVD hochfahrt und dann die entsprechende Option wählt. Wenn das NICHT klappt, müsst Ihr wahrscheinlich eine winzige Änderung in der Konfiguration Eures Rechners vornehmen. Ich kann das, aber das ich es kann ist ein Zufall, der mit den 22 Jahren teils leidvoller Erfahrung zu tun hat, deshalb werde ich es jetzt hier nicht beschreiben. Laienhaft gesagt müsst Ihr dem Computer befehlen,  zuerst zu schauen, ob er von einer DVD/CD starten kann, bevor er von der Festplatte startet. Falls Ihr nicht wisst wie das geht – Ihr kennt bestimmt jemanden, der es kann und Euch durch diese (wirklich einfache) Prozedur hindurchleitet.

SCHRITT 6: Fast geschafft – von nun an übernimmt Ubuntu und leitet Euch durch die Installation. Stellt sicher, dass Euer Computer mit dem Internet verbunden ist oder verbindet ihn während der Installation damit (Ubuntu wird Euch danach fragen). Das ist nicht unbedingt nötig, aber hilfreich. Sofern Ihr die  Festplatte vorher partitioniert  habt, müsst Ihr nun noch eine Entscheidung treffen: Wollt Ihr Ubuntu neben Windows installieren, oder wollt Ihr (siehe oben) Tabula Rasa machen, die Festplatte leerräumen und Windows in den Orkus  schicken. Wenn Ihr mutige Zeitgenossen seid, macht Ihr natürlich Letzteres. Ich bin ein Feigling und habe Ubuntu neben Windows installiert. Wenn Ihr das tut, wird Euch der Rechner bei jedem Hochfahren fragen, welches Betriebssystem er starten soll.

SCHRITT 7: Das war es soweit. Lasst Euch durch die  Installation leiten (das geht viel schneller und einfacher als alles, was Ihr kennt) und genießt die Reise. Willkommen bei Ubuntu. Viele wichtige Programme – zum Beispiel Firefox  und eine Officepaket (LibreOffice, ähnelt stark OpenOffice) sind schon vorinstalliert.

Hintergrund Mein Ubuntu-Desktop. Das Bild ist von mir, Ihr werdet am Anfang einen geschmackvoll organge-roten Hintergrund sehen. 🙂 Links in der Menüleiste die (mir) wichtigsten Anwendungen.

Meine Erfahrungen nach circa einem Monat ständiger Arbeit mit Ubuntu:

Vorteile:

1.) Der Rechner stürzt kaum noch ab!!! Der Hardwarefehler ist noch da, also gibt es manchmal Abstürze. Ein Absturz unter Ubuntu sieht so aus, dass der Bildschirm monochrom wird und der Computer meldet, dass das Programm gerade abgestürzt ist, dann kann man weiterarbeiten – kein Totalausfall mehr. Den gab es nur ein einziges Mal. Zum Vergleich: Vorher stürzte er drei- bis viermal am Tag ab. Total!

2.) Ältere Computernutzer werden die Dateiverwaltung lieben. Sie sieht ein wenig aus wie das gute alte Windows 3.11, etwas modernisiert. Kein buntes Chaos aus stylishem Brauchtkeinmensch:

Persönlicher OrdnerHübsch übersichtlich. 🙂

Und seht Ihr  unter „Geräte“ den Punkt „Acer“? Das ist die Festplatte, darin  mein alter Userordner „Michael“. Alle Dateien waren noch da, nichts verloren.

3.) Das  Software-Center! Ich weiß nicht, wieviel Zeit ich früher im Internet auf der Suche nach Software verbracht habe. Hier findet man eine sehr große Auswahl nützlicher Programme – und das meiste ist Freeware.

Software-CenterDas  Software-Center. Links seht Ihr ein Menü mit Genres – die Auswahl ist gigantisch.

Focus WriterEiner meiner Favouriten – der Focus-Writer. Eine anderes Beispiel für tolle und kostenlose Software, die im Software-Center zu haben ist, ist das bekannte Programm „Trelby“ für  Drehbuchautoren.

Die zweite Angst aller Windowsuser – wenn ich umsteige gibt es keine Software mehr – ist unbegründet. Es gibt sogar ein Programm (Wine) unter dem Windowsanwendungen laufen.

4.) Die Übersichtlichkeit. Für  Chaoten wie mich ein unschätzbarer Vorteil.

5.) – XX.) Es gibt gewiss noch sehr, sehr viele Vorteile, die ich gar nicht bemerke. Dass Viren und andere Schadprogramme sehr selten auf Linux-Distributionen zielen ist ja  bekannt.

Nachteile

Gibt es auch:

1.) Unter Windows 13.10 läuft OpenOffice nicht. LibreOffice ersetzt es absolut, ich bin trotzdem beleidigt. Ich mochte OpenOffice. 🙂

2.) Na ja, sagen wir es, wie es ist – viele beliebte und nützliche Programme laufen eben doch nur unter Windows. Häufig gibt es einen guten Ersatz, manchmal aber eben nicht. Die Rhythmbox etwa tut absolut nicht, was ich will, ich vermisse iTunes. Mag an mir liegen, aber ich bevorzuge Programme, die ich verstehe und die tun was ich will.

RhythmboxMeine Nemesis – die Rhythmbox. Sie ist oft beleidigt und hat dann keine Lust mehr, mir was vorzusingen… zumindest nicht das, was ich will.

Fazit

Mein Umstieg auf Ubuntu war einfach, erfolgreich und gelungen, alle Nachteile des neuen Betriebssystems werden durch die Vorteile mehr als aufgewogen. Ich werde bald einen neuen Rechner brauchen (der Hardwarefehler…). Wenn ich den habe, werde ich wieder Ubuntu und Windows nebeneinander installieren (lassen) und Windows rein für umfangreiche Spiele und Ähnliches nutzen. Ubuntu wird mein Alltagsbetriebssystem sein. Ich wünsche mir nur, ich hätte zu Beginn eine Anleitung für Idioten gefunden. Da es die nicht gab, habe ich sie geschrieben. 😉

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Die Rückkehr, Teil 1

Hallo, da bin ich wieder. Meine lange Abwesenheit hat etwas mit Verpflichtungen, Familienurlaub,  vor allem aber mit massiven Computerproblemen zu  tun. Wie ich die  gelöst habe (vorerst und provisorisch), dazu ein andermal. Heute etwas ganz  anderes (das Monty Python Zitat spare ich mir diesmal) :

Vorgestern war ich mal wieder an meiner alten Schule. Das ist an sich nicht soooo ungewöhnlich. Anders als zu meiner Schulzeit wohne ich heute in der Stadt, in der ich aufs Gymnasium  gegangen bin, 10 Minuten von der Schule entfernt – wenn ich langsam gehe. Ich komme also oft da vorbei. Mein Abiturjahrgang trifft sich immer noch alle fünf Jahre, zwei dieser Treffen fanden in der Schule statt. Die  Sportvereine meiner Kinder weichen im Winter zum Training manchmal in die große neue Turnhalle dieser Schule aus. Einmal im Jahr bin ich dort, wenn Eltern und Ehemalige die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe berufsberaten, und stelle meinen Beruf vor, früher den des PR-Beraters, seit einiger Zeit den des  Schriftstellers. Ich habe viele Veränderungen dort mitbekommen, und es hat sich viel verändert, seit ich 1990 in der Aula, im Rahmen einer Feierstunde (Abibälle gab es damals noch nicht – wir haben unsere Abipartys selbst veranstaltet, und nicht in der Schule 😉 ) mein Abiturzeugnis bekommen habe. Was ich damit sagen will: Ein Besuch in meiner alten Schule hat für mich normalerweise einen hübschen nostalgischen Prickel, aber nicht dieses WOW-Gefühl,  das ich vielleicht hätte, wenn ich nach 23 Jahren zum ersten Mal wieder dorthin käme. Dennoch war vorgestern alles anders.

Den vorgestern fand dort eine feierliche Preisverleihung  statt – der Schreibwettbewerb für Schülerinnen und Schüler jährte sich zum 25. Mal  und die diesjährigen Siegerinnen und Sieger wurden in etwas größerem Rahmen geehrt. Ich war dort auf  Einladung einer Deutschlehrerin. Die Dame ist sehr engagiert und zieht zum 25. Jubiläum des Schreibwettbewerbes eine Lesereihe auf. Und da die Schule einige Schriftsteller hervorgebracht hat, neben mir zum Beispiel  auch Christian Linker, hatte  sie die Idee, eine Lesereihe mit aktuellen und ehemaligen Schülerinnen und Schülern zu machen. Als sie mich fragte, ob ich mitmachen wolle, war ich sofort dabei. Aus meiner Sicht kam ich am Montag also als ehemaliger Schüler an mein altes Gymnasium, hoffte, ein paar gute Texte aus Schülerfeder zu hören (Die Hoffnung trog nicht! Die waren gut, teils sehr gut.), mich mal wieder in den alten, mit so vielen Erinnerungen getränkten Räumen zu bewegen, vielleicht ein paar bekannte Gesichter zu sehen und die Veranstalterin kennen zu lernen, mit der ich schon so nett telefoniert hatte. Das war, wie gesagt, meine Sicht.

Die Sicht der anderen  war offenbar: Der erfolgreiche (Ja, hat ein Lehrer gesagt. Ich meinte dazu: „Kommt drauf an, mit wem man mich vergleicht.“ 😀 ) Schriftsteller kehrt anlässlich einer internen Preisverleihung zurück an seine alte Schule, wo er demnächst eine Lesung halten wird.

Das war komisch. Nicht, weil diese  Aufmerksamkeit nichts mit Ehrung zu tun hätte – aber ich bin der, der für die  Ehrung dankbar sein muss, oder? Schließlich haben die mich eingeladen, hätten sie ja nicht machen müssen. Und vor der Lesung im März, vor lauter Schülerinnen und Schülern (ein oft unverdorben anspruchsvolles Publikum) und wahrscheinlich einigen meiner ehemaligen Lehrer habe ich mehr Manschetten als vor so mancher anderen. Dabei  bin ich absolut nicht uneitel, und für Lob sehr empfänglich, egal, ob jemand meine Geschichten mag oder eine Lesung gut fand. Aber hier war ich offenbar etwas Besonderes, nur weil ich Schriftsteller bin. Und das irritiert mich  immer wieder.

3 Jahre als Schriftsteller

Genau genommen bin ich natürlich nicht seit drei Jahren Schriftsteller, sondern seit 29. Ich habe mit 13 meine erste ernstzunehmende Kurzgeschichte geschrieben und hatte seit etwa der selben Zeit den Traum (später die Ambition) bei einem Verlag zu veröffentlichen, ein großes Publikum zu finden, von meinen Geschichten zu leben. Der erste Teil dieses  Traumes  erfüllte sich erst 2010, mit der Veröffentlichung  des Finders, der zweite mit dessen plötzlichem großen Erfolg etwa ein Jahr später. Am dritten Teil arbeite ich noch. 😉 Vor aller Augen Schriftsteller bin ich also seit drei Jahren, ganz  genau seit drei Jahren und einem Monat.

Eine verdammt kurze Zeit, wenn man bedenkt, was in der Zeit alles passiert ist und was ich alles dazugelernt habe. Denn das ist es vor allem: ein Erfahrungsprozess, der immer weiter andauert. Ich habe von Beginn an die Veröffentlichung meines ersten Romans nicht als Ziel meines Weges, sondern als einen Beginn begriffen. Ich habe lediglich eine Schwelle überschritten, mehr nicht.

Natürlich hat sich  mein Leben seither verändert, aber nicht so, wie mancher, der von diesem Beruf träumt, sich das vorstellen mag. Bin ich reich geworden? Nein, bisher nicht, und so geht es der überwiegenden Mehrheit meiner Kolleginnen und Kollegen.

Habe ich Ruhm erworben? Hm. Ich habe einige Fans gewonnen, bzw. meine Geschichten haben Fans, und das ist eine der schönsten Erfahrungen aus diesen drei Jahren, aber Ruhm? Stellt Euch mal auf den Marktplatz Eurer Stadt, reckt das signierte Exemplar eines meiner Bücher in die Luft, das Ihr selbstverständlich besitzt, und ruft laut: „Hier, in meiner Hand, halte ich ein signiertes Buch von Michael Schreckenberg!!!“ Wahrscheinlich  werdet Ihr nicht allzuviel Interesse ernten, irgendwer wird vermutlich  sogar rufen: „Von dem Stauforscher?“ 😀

Bewege ich mich denn wenigstens in „Künstlerkreisen“? Eindeutig ja – mein bester Freund ist ein begnadeter und in seiner Szene sehr bekannter Musiker, meine beste Freundin eine junge Drehbuchautorin, die gerade ihren ersten großen Erfolg feiert, zu meinem weiteren Freundes- und/oder Bekanntenkreis zählen viele  Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Glauserpreisträger und Spiegelbestsellerlistenerklimmerinnen darunter, dazu Musiker, Journalisten, Dichterinnen… Nur: Das ergibt sich eben so. Zahnärzte lernen andere Zahnärzte kennen, weil sie sich auf Zahnarztveranstaltungen herumtreiben,  Landschaftsgärtner, Fleischer und Künstler dito. Das hat nichts mit elitären Zirkeln zu tun – Kollegen teilen gemeinsame Interessen, da ergibt sich das Kennenlernen lockerer und zwangloser, weil man sofort viele gemeinsame Themen hat. Und  was meine oben genannten Besten angeht: Ihn habe ich über den Kampfsport kennengelernt, der musikalische Erfolg kam später (und leben kann er davon noch genauso wenig wie ich allein von meinen Texten), als ich sie kennenlernte war sie eine schriftstellerisch sehr begabte Schülerin, noch weit davon entfernt, einmal ein aufgehender Stern am Drehbuchhimmel zu sein. Aber wir schreiben eben alle gerne Geschichten. Gleich und Gleich gesellt sich gern. Von Veränderung ist da wenig.

Was hat sich also wirklich verändert? Das erste und wichtigste: Meine Geschichten haben Leserinnen und Leser. Und den meisten scheint das Zeug, das ich schreibe, wirklich zu gefallen. Dass es nun viele Menschen gibt, die meine Welten betreten und meine Figuren kennengelernt haben ist eine gewaltige Freude, für die ich sehr dankbar bin. Dann habe ich gelernt, dass ich nicht nur ganz brauchbar vorlesen kann, sondern dass mir das auch wahnsinnig viel Spaß macht, nicht nur vor meinen Liebsten (was ich vorher wusste) sondern auch auf der Bühne, vor völlig Fremden. Ich LIEBE Lesungen.

Auf der anderen Seite: Das Schreiben wird weder leichter noch selbstverständlicher. Es wird auch nicht schwerer. Da ändert sich gar nichts, bei mir jedenfalls. Ebenso geht es mit den Selbstzweifeln. Ein paar verschwinden, aber es kommen Neue, und die meisten bleiben. Es ist verstörend zu sehen, dass künstlerische Arbeit einerseits mystifiziert und überhöht wird, andererseits aber sehr viele Menschen ohne jedes Unrechtsbewusstsein glauben, sich kostenlos daran bedienen zu können, die im Leben keinen Ladendiebstahl begehen würden. Ebenso irritierend ist die  Schere, die zwischen dem verbreiteten Klischee des (stets reichen und gefeierten) Schriftstellers und der meist ganz normalen, teils ernüchternden, manchmal traurigen Lebensrealität der allermeisten Kolleginnen und Kollegen klafft. Das habe ich vorher alles irgendwie geahnt – aber es zu wissen und selbst zu erfahren ist schon etwas anderes.

Ja, ich lebe meinen Traum, und ich bin glücklich darüber. Aber wie jeder wahr gewordene Traum ist er in der Realität sehr viel einfacher, nüchterner, schlicht: alltäglicher als zu der Zeit, als er noch ein Traum war. Dafür ist er Realität – das ist unbezahlbar. 🙂 Ich habe Talente, die nicht jeder hat und setze sie in Produkte um, die nicht jeder schaffen kann. Aber das trifft auf die oben genannten Zahnärzte, Landschaftsgärtner und Fleischer ebenso zu.

Und zum Schluss, um Missverständnisse zu vermeiden: Ich liebe meinen Beruf und ich freue mich, wenn ich seinetwegen Anerkennung erfahre. Irritierend ist es trotzdem. Aber das soll niemanden abhalten. Irritiert mich ruhig. 😉

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