schreckenbergschreibt: Mein Dankeschön an Euch – die Weihnachtsgeschichte 2012

Meine Lieben,

der heutige Geschenketipp kommt noch, aber jetzt habe ich erstmal ein Weihnachtsgeschenk für Euch. (Weihnachtsgeschenk? Am 21.12.? Na ja, ich gehe davon aus, dass Ihr am 24., 25., 26. nicht unbedingt im Internet herumhängt 😀 ). 2012 war für mich als Schriftsteller ein sehr erfolgreiches Jahr, insbesondere „Der Finder“ hat viele Fans gewonnen, und meinen neuen Roman, „Sergej“ habt Ihr auch sehr gut angenommen. Als Dank dafür schenke ich Euch eine Kurzgeschichte, die Ihr kostenlos herunterladen und unter der Creative Commons Lizenz „Namensnennung / nicht kommerziell / keine Bearbeitung“ auch gerne teilen und weiter verschenken dürft.

Spoilerwarnung: Ich habe mich sehr bemüht, KEINE Spoiler einzubauen, wer aber die absolute Spannung will, liest erst den Roman „Der Finder“ und dann diese Geschichte.

Viel Spaß und ein frohes Weihnachtsfest, hier ist:

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The 12 days before Christmas: Tag 9 – Herbstwind

Wenn Ihr heute bestellt oder morgens ins Geschäft geht, habt Ihr noch die Chance, auch ein außergewöhnliches Buch rechtzeitig zur Bescherung auf den Gabentisch zu bekommen. Ab morgen empfehle ich dann andere Dinge, aber für heute noch einmal:

Herbstwind

Herbstwind

Was ist das?

Marti Kuchejda veröffentlicht im selben Verlag wie ich – oder in den selben Verlagen, aber federführend zuständig in der Verlagskooperation JUHR/Gardez! ist für uns beide der JUHRVerlag. Verleger Daniel Juhr hat, als wir uns kennenlernten, mir gegenüber das Profil seines Verlages folgendermaßen umrissen: „Regional verankerte Geschichten, die auch überregional interessant sind.“

Für mich ist dabei das Regionale eher Beiwerk. Meine Geschichten spielen in der Regel in Gegenden, in denen ich mich auskenne, im Bergischen Land, in Leverkusen, in Köln, manchmal in Zeeland. Ich bemühe mich dabei, die Region richtig zu schildern, ich baue Orte ein, die ich kenne, ich recherchiere, wenn ich etwas nicht weiß, wer meine Geschichten des regionalen Aspektes wegen liest, sollte auf seine Kosten kommen. Aber von wenigen Ausnahmen abgesehen (zum Beispiel der geplanten Fortsetzung der Träumer), spielt die Region keine Hauptrolle bei mir. Würde ich etwa in Thüringen aufgewachsen sein und leben, so könnten meine Geschichten auch dort spielen. Bei Martin Kuchejda ist das anders. Herbstwind ist ein echter Regiokrimi, mit tiefen Wurzeln in und um Gummersbach, bin hin zur regionalen Geschichte.

Gummersbach – klingt irgendwie nicht nach einer glitzernden Crime-Metropole, oder? Ihr werdet Euch wundern. Das ist ein hochspannender, gut und überraschend geschriebener Serienkiller-Thriller mit starken Figuren und einem großartigen Schluss.

Warum ist das ein gutes Geschenk?

„Regio“ gilt einigen Krimifreunden inzwischen als Schimpfwort. Und dann auch noch Regio aus Oberberg, dem Outback des Bergischen Landes. Gummersbach… Nun, dass es wirklich gute Regio-Krimis geben kann, das beweisen Autoren zum Beispiel wie Oliver Buslau, Jaques Berndorf oder eben auch Martin Kuchejda. Und Eifel machen viele – Oberberg ist außergewöhnlich. 😉

Für wen?

Von daher ist „Herbstwind“ natürlich etwas für jeden Regiokrimi-Fan, doppelt, wenn er einen Bezug zu Gummersbach, Marienheide etc. hat. Letzteres muss aber nicht sein, und die besondere Regio-Affinität auch nicht. Ich gehöre zu denen, die auch erstmal misstrauisch werden, wenn bei einem Kriminalroman das Lokalkolorit eine besondere Rolle spielt. Und mit Gummersbach habe ich nun gar nichts am Hut. Aber ich mag spannende und unheimliche Geschichten, und ich bin nicht zufällig Criminal-Minds Dauerzuschauer. Und für mich war „Herbstwind“ ein absolut lohnendes Leseerlebnis. Und falls Ihr jemanden beschenken wollt, der/die vor „dicken Büchern“ zurückschreckt – dieses  hier hat nur knapp über 150 Seiten. Die allerdings haben es in sich.

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The 12 days before Christmas: Tag 8 – Die Träumer

Zum letzten Mal stelle ich Euch heute einen meiner Romane als Geschenk vor – weil ich nämlich bisher nur drei geschrieben habe, die man unter den Weihnachtsbaum legen kann. Wenn Ihr Euren Liebsten einen Kindle schenken wollt, könnt Ihr gerne auch den Ruf daraufladen, hier geht es aber um klassische Geschenke zum Verpacken und Auspacken. 😀 Außerdem ist dies der 50. Beitrag in diesem Blog, und den reserviere ich für:

Die Träumer

Traumercover

Was ist das?

„Die Träumer“ sind mein erster Krimi, mehr zur Entstehungsgeschichte und zum Hintergrund habe ich hier geschrieben. Der Held (na ja… „Held“) dieser Geschichte ist Bastian Mohr, PR-Redakteur und -Berater in einer schicken Kölner Agentur. Als der Personalchef eines Kunden stirbt bekommt Bastian den Auftrag, dessen Andenken im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Kundenunternehmens zu gestalten und beschäftigt sich daher mit dem Leben und Sterben des Managers. Und wie es so ist – Neugier ist der Katze Tod. Bastian findet sich bald viel tiefer in die Hintergründe dieses seltsamen Todesfalls verstrickt, als ihm lieb sein kann.

Träume, Narcotika und Traumwelten spielen in dieser Geschichte eine wichtige Rolle, aber es ist keine Mystery-Geschichte sondern ein echter Krimi. Ich habe mich von einer Chemikerin und einer Anästhesistin beraten lassen und was hier wissenschaftlich noch nicht möglich ist könnte es irgendwann sein – bald oder in fernerer Zukunft. Es geht eben auch um Forschung im Pharmabereich.

Die Geschichte spielt hauptsächlich in Köln und Leverkusen, Ausflüge nach Düsseldorf, Wuppertal (Zoo!) und Bergisch Gladbach (Mediterana!) inbegriffen. Und eine Figur aus meiner Kurzgeschichte „Schneesturm“ taucht hier wieder auf.

Warum ist das ein gutes Geschenk?

Alle Argumente, die für „Die Träumer“ sprechen habe ich hier schon einmal aufgeführt, ich nenne sie gerne noch einmal 🙂 : Gute Bücher, Krimis zumal, sind immer gute Geschenke. Und da ich regional verwurzelte Geschichten schreibe ohne, dass ich in Regiomanie verfallen würde, können Leser aus Leverkusen, Köln und dem Bergischen Land hier vieles wiederfinden – den Kölner Hof (dessen Fassade im Buch auch noch blau ist, in Wirklichkeit ist sie inzwischen rot, brrr), den Japanischen Garten, den Cinedom mitsamt Fantasy Filmfest, mein Lieblingspub und vieles mehr.

Außerdem geht diese Geschichte zwischen dem Finder und Sergej immer ein wenig unter. Es stimmt, es gibt eben generell mehr Krimis als Endzeit-Dystopien oder Horror/Mystery-Thriller, und ein Krimi hat es damit auch schwerer sich durchzusetzen – aber eigentlich haben Bastian, Linda, Michael, Judith, Chloe und die anderen aus den „Träumern“ das nicht verdient. Wenn Ihr meinen Stil und meine Art zu erzählen mögt oder jemanden beschenken wollt, der/die das tut – gebt ihnen eine Chance. 😉

Für wen?

Krimifans, natürlich, besonders wiederum solche mit Affinität zur Region oder zum Thema.  Wobei auch hier wieder gilt: „Die Träumer “ funktionieren überregional, man muss nichts von Köln, Leverkusen oder Wuppertal wissen, um dieses Buch genießen zu können. Außerdem gilt hier umgekehrt dasselbe, was ich schon zu Myriane Angelowskis „Werwolf von Köln“ sagte: Wenn Ihr einen Fan von Mystery-Geschichten bzw. Phantastischer Literatur an die Welt der Krimis heranführen wollt, dann ist dies das richtige Buch dafür.

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The 12 days before Christmas: Tag 7 – Taubenkrieg

Heute ist Dienstag, und das ist im Moment SAMCRO-Abend. Zu Anfang habe ich mir die Serie mit großer Skepsis angesehen und vor allem deshalb, weil ich ich mal sehen wollte, wie es aussieht, wenn Hellboy sich die Hörner abfeilt und eine Motorradgang übernimmt. Dann allerdings war ich positiv überrascht – statt der erwarteten Romantisierung einer kriminellen Vereinigung, wie man das ja schon aus diversen Mafiafilmen sattsam kennt, bekam ich eine sehr differenzierte und kritische Abrechnung mit dem Phänomen Motorradclubs geboten – und das, ohne dass mir die Hauptfiguren, die allesamt Mitglieder der „Sons of Anarchy“ sind (habe ich vergessen zu erwähnen – davon rede ich) unsympathisch wären. Das ist gut, denn von Leuten angewidert zu sein, die einem ehemaligen Freund ein großflächiges Tattoo aus dem Rücken brennen, weil dieser unvorsichtig genug ist, einen öffentlichen Auftritt seines Kindes zu besuchen, ist einfach. Dass ich mich aber mit manchen dieser Leute dennoch von Folge zu Folge identifiziere, das ist eine Leistung guter Drehbuch und Regiearbeit, verbunden mit guten Schauspielern.

Warum erzähle ich das – will ich Euch empfehlen, Euren Freunden und Verwandten „Sons of Anarchy„-DVD Boxen auf den Gabentisch zu legen? Keine schlechte Idee, gibt es aber erstmal nur auf Englisch. Die erste Staffel erscheint erst im März 2013 auf Deutsch und ist dann im Dezember sicher schon preiswerter.

Nein, ich möchte Euch ein Buch empfehlen, dass sich ebenfalls der Thematik annimmt. Anfang des Jahres erfuhr ich, dass die Krimiautorin Sandra Lüpkes meine Patin auf der Criminale 2012 sein würde. Was für eine großartige Patin Sandra war (und ist) habe ich an anderer Stelle geschrieben, hier geht es um eines ihrer Bücher, das ich mir im Vorfeld gekauft hatte um mal etwas von dieser mir bis dahin völlig unbekannten Frau zu lesen. Und ich kann es Euch nur wärmstens empfehlen:

Taubenkrieg

Taubenkrieg

Was ist das?

„Taubenkrieg“ ist ein deutscher Krimi, dass der sich des MC-Themas weniger bombastisch, weniger episch, weniger amerikanisch annimmt als eine Serie der Twentieth Century Fox ist klar. Hier geht es nicht um Waffen- und Drogenhandel im großen Stil und um den Niedergang ehemaliger Freiheitsideale und des amerikanischen Traums – hier geht es um einen Mord ohne Leiche im Mecklenburger Hinterland rund um Schwerin. Das verschwundene Opfer ist Mitglied des örtlichen Chapters eines fiktiven Motorradclubs, der „Devil Doves“. Sandras Ermittlerin, die Profilerin Wencke Tydmers, lässt sich in den Club einschleusen. Folgendes sagt die amazon-Kurzbeschreibung:

Inmitten eines brutal zerstörten Clubhauses des Motorradclubs Devil Doves am Ufer des Pinnower Sees breitet sich eine Blutlache aus. Von einer Leiche fehlt jedoch jede Spur. Das Blut scheint nach den Ergebnissen einer DNA-Analyse von Leo Kellerbach zu stammen, Staranwalt in Lederkluft und Vorsitzender der berüchtigten Devil Doves. Hundertschaften durchkämmen die Landschaft – doch die Leiche bleibt verschwunden. Wencke und ihr Kollege Boris Bellhorn werden als Verpächter des neuen Clubhauses in die Szene eingeschleust, unterstützt von Axel Sanders. Die drei Ermittler lernen eine völlig fremde Welt kennen, in der die deutschen Gesetze einen Dreck wert sind, wo es nur noch um Macht, Geld und Einflussnahme geht. Doch auch die Familie des Opfers gibt Rätsel auf …

(Wer immer diesen Text geschrieben hat – da sind ein paar Fehler drin, aber keine tragischen, im Kern passt das.)

Ich will nicht spoilern, also sage ich über die Handlung nicht mehr, als dass „Taubenkrieg“ ein packender, gut geschriebener Krimi ist, kurzweilig zu lesen mit einem letztlich doch überraschenden Schluss, obwohl ich mich lange auf der richtigen Fährte wähnte, und die auch nicht ganz falsch war. Das Buch hat aber noch ein paar andere Vorteile: Sandra Lüpkes hat sorgfältig recherchiert, und sie lässt uns an ihrem Hintergrundwissen in Form eines Glossars teil haben, das so ist, wie ein Glossar sein soll: nützlich und unaufdringlich! Hier brüstet sich die Autorin nicht mit ihrem anrecherchierten Wissen, sondern sie bietet eine echte Hilfe für alle Leser, die mit der Welt der Motorradclubs einerseits nicht vertraut sind, andererseits aber auch keine wissenschaftliche Arbeit darüber schreiben wollen, sondern einfach nur eine Krimi lesen. UND – ganz besonderes Lob: Sandra steht dazu, dass Wencke Tydmers eine Krimifigur ist, und daher, im Dienste der Geschichte, manchmal Dinge tut, die eine echte Profilerin nicht unbedingt machen würde. Oh wie wohltuend ist das in einer Welt, in der viele Krimi- und Drehbuchautoren so tun, als würden sie fiktive Dokus schreiben. Nein, die Geschichte regiert. Schön, dass mal jemand das zugibt.

Warum ist das ein gutes Geschenk?

Das Thema MCs ist im Trend, in den Nachrichten wie in den Geschichten, das sieht man an aktuellen Tatorten, an SAMCRO, jeden Monat mindestens einmal in der Tagesschau und spät nachts auf N24. Ein gut geschriebener, leicht lesbarer Krimi zu einem aktuellen Thema – das ist doch ein feines Weihnachtsgeschenk, oder?

Für wen?

Oh – für viele. Sandra Lüpkes schreibt sehr zielgruppenübergreifend ohne beliebig zu sein. Jedem Liebhaber moderner deutscher Krimis könnt Ihr dieses Buch bedenkenlos schenken, ebenso wie Thrillerfans. Der regionale Aspekt – Mecklenburg – hat auch seinen Charme, falls Ihr eine(n) Mecklenburger(in) beschenken möchtet. Muss aber nicht sein, ich war noch nie in Mecklenburg und es zieht mich auch nichts hin, dennoch habe ich das Buch mit viel Genuss gelesen.

Ein zusätzlicher Gedanke: Ich wusste Anfang 2012 noch nicht, dass Ende des Jahres die „Sons of Anarchy“ ein fester Termin auf meinem kargen TV-Kalender sein würden. Als es dann aber soweit war, war ich sehr froh, dass ich Sandras „Taubenkrieg“ gelesen hatte. Das Buch behandelt die ausgesprochen amerikanische Thematik der Serie mit einem sehr bodenständigen Bezug auf Deutschland, so dass ich vieles, was ich jeden Dienstag auf Kabel 1 sah, einordnen und in Hinblick auf die hiesige Realität verstehen konnte. Wenn Ihr also SAMCRO-Fans kennt (oder solche die es werden wollen), die nicht in die Romantikfalle getappt sind, dann kann dieses Buch ihnen sicherlich die Wartezeit versüßen. Denn heute endet hierzulande die erste Staffel. Und die DVD kommt, wie gesagt, erst im März. 😉

 

 

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The 12 days before Christmas: Tag 6 – Der wandernde Krieg: Sergej

Heute möchte ich Euch wieder eines meiner Bücher als Geschenketipp für die Gabentische Eurer Lieben empfehlen – mein neuester Roman, gerade im Oktober erschienen, ist:

Der wandernde Krieg – Sergej

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Was ist das?

„Sergej“ ist das dritte meiner Bücher, das erschienen ist, aber – von meinem E-Roman „Der Ruf“ abgesehen – der erste Roman, den ich geschrieben habe. Mehr dazu, und zur Entstehungsgeschichte, hier.

Mir liegt dieses Buch sehr am Herzen, darum komme ich gerne mal ins Plaudern, wenn ich darüber rede. Daher lasse ich besser zwei Bloggerinnen zu Wort kommen, die es schon rezensiert haben:

Claudia Junger von „Krimi & Co.“ schreibt:

Der Autor erzählt eine Geschichte, spielend im fiktiven Dorf “Langerath”, in das sich das Grauen leise und unaufhörlich einschleicht. Die in dem Roman spielenden Figuren sind sehr vielschichtig und der Leser schwankt schon mal zwischen Sympathie und Antipathie zu ihnen. Wer einen gut geschriebenen, spannenden und komplexen Mystery-Thriller mit einem Showdown lesen möchte, welches den Namen auch verdient, der kommt an “Sergej” nicht vorbei.

Außerdem vergleicht sie mich mit Stephen King und hängt noch ein langes Interview dran (Vorsicht: Das Gewinnspiel ist abgeschlossen!). Das freut. 🙂

Carmen Weinand von „Horror and more“ meint:

Gleich auf den ersten Seiten hatte Herr Schreckenberg mich bereits im Sack. Der Protagonist Sergej/Sebastian ist ein intelligent gezeichneter Charakter, der schon zu Anfang mit einer gelungenen Mischung aus Gefahr und überlegener Stärke überzeugt. Dieser dunkle und vom Schicksal geschlagene Mensch fasziniert den Leser und fesselt ihn an die Geschichte, die diesen Charakter begleitet.  (…)

Und diese Spannung war – anders kann ich es nicht sagen – genial konstruiert. 
Michael Schreckenberg wechselt anfangs zwischen den einzelnen Handlungssträngen, indem er jedem Abschnitt lang und ausführlich gestaltet. Diese Abschnitte werden mit der Zeit immer kürzer und die Wechsel zwischen den Handlungssträngen geschehen häufiger. Als Leser spürt man, dass sich etwas Gigantisches zusammenbraut und der finale Showdown immer näher rückt. (…)

Michael Schreckenberg ist in der Lage, Bilder im Kopf der Leser entstehen zu lassen. Angefangen bei der fiktiven Umgebung und aufgehört bei den inneren Zwiegesprächen der Charaktere, hat für mich in jeder Hinsicht alles gestimmt. Mit viel Gefühl und wunderbarer sprachlicher Wortgewalt zeigt Michael Schreckenberg, dass nicht alle großen Autoren unbedingt aus Amerika kommen müssen.

Ich gebe zu – das TUT gut. 🙂

Warum ist das ein gutes Geschenk?

Claudia Junger und Carmen Weinand (und einigen anderen, die ich hier jetzt nicht auch noch zitiere) gefällt das Buch, und da will ich nicht widersprechen.  😉 Davon abgesehen ist es der – komplett abgeschlossene (!) – erste Teil einer geplanten Trilogie, ihr habt also an künftigen Weihnnächten schon einmal eine Sorge weniger. Und, selber Effekt wie gestern bei Kosima and the Blue Cable: NOCH bin ich ein Geheimtipp. Später können sich die Beschenkten damit brüsten, dass sie meine Bücher ja schon vorher kannten. 😉

Für wen?

Claudia Junger hat Stephen King angesprochen, und wenn ich ihn auch weder kopiere noch als meinen Haupteinfluss bezeichnen würde, so stehe ich doch ganz deutlich in seiner Tradition. Im Buch habe ich ihn in den Danksagungen erwähnt, weil er es war, der es uns allen ermöglicht hat, unsere Horror- / Mystery- / Phantastikgeschichten an die Verlage zu bringen. Er hat bewiesen, dass es geht.

Ich denke, dass Ihr Freunden der klassischen Phantastik und der Horrorgeschichten der 80er Jahre mit diesem Buch eine Freude machen könnt. Wer King oder Clive Barker, T. E. D. Klein oder Peter Straub gerne liest, der sollte auch an dieser Geschichte seine Freude haben. Ich bin aber auch sicher, dass dieses Buch nicht nur etwas für Traditionalisten ist. Wer Mystery jenseits des Süßlichen und Horror jenseits der Blood-and-Gore-Orgien mag, und wer sich für Phantastik aus Deutschland interessiert, gibt mir bestimmt gerne eine Chance. Und wie immer bei mir: Freunde des Regionalen (Köln, Leverkusen, Bergisches Land, diesmal) und von eingewobenen Liebesgeschichten bediene ich mit.

Eine Warnung: Das ist keine Splattergeschichte und die psychisch und physisch harten Stellen sind nicht allzuviele – aber sie sind da. Für zart besaitete ist das nichts. Wer allerdings mit den heute üblichen Gewaltdarstellungen in Krimis zurecht kommt, der sollte hier auch kein Problem haben.

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