Der Dunkle Fürst und das Fräulein Niedermaier – Teil 13

Sarah erzählt derweil weiter vom Dunklen Fürsten und dem Fräulein Niedermaier – und die Spannung steigt. Auftritt: Ein geheimnisvoller Gast…

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About: Geschichten für euch
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Teilt 12

Eine halbe Stunde später war sie mit Tee und Mandelmakronen versorgt und hatte ihre Geschichte erzählt. Die Versammlung hatte darauf mit kollektiver Empörung reagiert – wenn Salamacian anwesend gewesen wäre, hätte er es wohl riskiert, mit Teeservicen und Spitzendeckchen gelyncht und am nächsten Kronleuchter aufgehängt zu werden.

„Gekündigt“, schäumte ein älterer Herr mit gloriosem Kräuselschnurrbart: „Eine Niedermaier, GEKÜNDIGT?!“

„Dabei kannte ich seinen Vater“, fügte ein anderer hinzu: „Ein wahrer Gentleman von einem Schreckensherrscher. Da war es flammender Tod oder gar nichts. Aber Entlassung… Entlassung… meine Güte, was ist das nur für eine Kreatur!“

Melissa, die Frau in Pastellblau, war immer noch bleich vor Schock. „Ist nichts mehr heilig? Nichts?“, murmelte sie in einem fort: „Gar nichts?“

Der Zorn ihrer Genossen war Balsam…

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schreckenbergschreibt: Quarantänegeschichten – Zwischenspiel und Überblick

Gestern, lieber Clan, habe ich meine letzte Kurzgeschichte aufgebraucht. Und da ich nicht täglich eine neue schreiben kann, steht jetzt die Entscheidung an: Wie weiter machen. Ich hatte Euch gebeten, mir zu sagen, ob Ihr lieber Auszüge aus unveröffentlichten (und unfertigen) Romanen lesen wollt, oder eine lange Geschichte in Fortsetzungen. Da ich bisher keine Antworten bekommen habe, gehe ich davon aus, dass Ihr mir die Entscheidung überlassen wollt. Also werde ich….

…nein, das sage ich Euch erst morgen. 😀

Heute mache ich eine Pause oder eher ein Zwischenspiel. Seit Sarah und ich begonnen haben, Euch jeden Tag etwas zu erzählen, habe ich hier 22 Geschichten veröffentlicht, eine davon in drei Teilen. Hier sind sie im Gesamtüberblick (die einzig existierende Liste fast aller meiner Kurzgeschichten):

01.) Das Fenster im Turm – eine Mysterygeschichte, die mir selbst etwas rätselhaft ist.

02.) Schneesturm – eine Art Kurzkrimi, meine erste veröffentlichte Kurzgeschichte.

03.) Die Wahrheit über den König – meine einzige veröffentlichte Fantasygeschichte.

04.) Im Block – eine alte Horror*geschichte, wahrscheinlich von meinen Geschichten die, von der die meisten Versionen existieren.

05.) Die Schweine von Wiehl – Krimi goes Mystery und, so sagt man mir, eine für mich sehr typische Geschichte: Der Protagonist muss eine Bande von Idioten handhaben.

06.) Die Sturmglocke – Teil 1 – eine lange Horrorgeschichte, erzählt in drei Teilen.

Teil 2

Teil 3

07.) No Booze in the North – autobiographisch und heiter. Muss auch mal sein. 😀

08.) BÄM! – Kurzkrimi und ein Experiment mit der Erzählweise.

09.) Das Kräuterweiblein – Giftmischerinnenkrimi, inspiriert von Klaudia Blasl.

10.) Kreativität – nochmal autobiographisch, nicht ganz so lustig, diesmal.

11.) Saison ist doch immer – eine Sommergeschichte. Straight Horror.

12.) Eukalyptusbonbon – etwas schräger Krimi, mit einem von Sean Hussman geliehenen Schimpansen.

13.) Der Schwarze – meine älteste Kurzgeschichte, als Westerwaldkrimi aufgearbeitet.

14.) Urknall – gaaanz manchmal schreibe ich auch Science Fiction. 😉

15.) 8 Stunden, 11 Minuten, 42 Sekunden – auch SciFi? Oder so etwas Ähnliches?

16.) Weihnachtsbesuch – Ein weihnachtlicher Ausflug in die Welt meines Romans „Der wandernde Krieg – Sergej“.

17.) Warum der See dunkel ist – Reise ins düstere Innenleben eines Mörders.

18.) Unser Haus – sehr alte Horror(?)geschichte, noch ziemlich im Urzustand. So habe ich vor 35 Jahren geschrieben.

19.) Vasilisa – für mich meine belastendste Geschichte. Nichts für Kinder.

20.) Hallo Taxi! -Spielerei mit einem vorgegebenen Thema. Mystery? Ich weiß es nicht genau, jedenfalls eine ziemlich leichtherzige Geschichte. Finde ich.

21.) Puppenbrunnen – Wenn andere einen hübschen Brunnen sehen, dann denken sie… Keine Ahnung. Ich denke dann sowas. 😀

22.) Tausch – Und zuletzt noch einmal eine Geschichte, die einen Blick auf den Anfang meiner (niedergeschriebenen) Geschichtenerzählerei erlaubt. Ca. 30 – 35 Jahre alt.

Außerdem habe ich Euch schon einmal eine Weihnachtsgeschichte geschenkt, die aus diesem Grund nicht zu den Quarantänegeschichten zählt:

Angel’s Share

(* Ich habe in den 1980er Jahren angefangen zu schreiben, mein Begriff von „Horror“ ist daher viel weiter als der heute übliche. Er schließt alles ein, was man heute „Mystery“ nennt und viel Phantastik darüber hinaus. Mehr dazu HIER. )

So – da ist sie also, die Liste meiner Kurzgeschichten, mit wenigen Ausnahmen, die ich aus unterschiedlichen Gründen nicht veröffentlichen möchte. Ich entnehme den WordPress-Statistiken, dass ich doch einige Leserinnen und Leser habe – und ich würde Euch gerne kennenlernen. Wer seid Ihr? Wie haben Euch die Geschichten gefallen? Welche besser? Welche nicht so gut? Schreibt es mir in die Kommentare. Danke. 🙂




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Der Dunkle Fürst und das Fräulein Niedermaier – Teil 12

Sarah hat ihr Geschichtenfeuer etwas später angezündet und erzählt Euch eine Gutenachtgeschichte, in der es Fräulein Niedermaier deutlich besser ergeht als dem Dunklen Fürsten…

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Hier kehren wir nun zur zweiten Hauptfigur dieser Geschichte zurück. Denn nachdem das Universum solche Zufälle liebt, tat Salamacian genau in dem Moment seinen ersten rippenerschütternden Nieser, als viele Kilometer entfernt Fräulein Niedermaier über die Schwelle desTänzelnden Einhornstrat. Die Taverne erfüllte jedes Klischee, das jemals zum Thema erfunden worden war: das Stroh am Boden war das letzte Mal wahrscheinlich zu Beginn des Zeitalters gewechselt worden, die Luft war so verraucht und stickig, dass man sie hätte löffeln können und auf den Bänken saßen düstere Gesellen direkt aus dem Castingkatalog der AgenturSchurken und Halsabschneider GmbH. Sieschütteten fassweise Met und Bier in sich hinein und sangen dabei Lieder, deren Texte ich hier nur wiedergeben könnte, wenn ich vorher eine schriftliche Einverständniserklärung eurer…

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schreckenbergschreibt: Quarantänegeschichte Nr. 24 – Tausch

So, heute erzähle ich Euch nochmal eine Geschichte ganz aus meinen Anfängen. Und ich lasse sie, von einigen ganz kleinen Änderungen abgesehen, wieder so wie sie ist, obwohl die Versuchung wirklich riesig ist, da mehr zu machen. Aus heutiger Sicht – immerhin schreibe ich im Moment vor allem Drehbücher – ließe sich da so viel am Dialog feilen, soviel mehr rausholen. 😀 Vielleicht mache ich das irgendwann auch mal, aber für heute überlasse ich die Bühne nochmal dem Jugendlichen, der eine Idee, ein Bild im Kopf hatte, und daraus eine schnelle, kurze Geschichte gemacht hat. Eine Skizze, eben, noch kein Bild.

Und tja – damit bin ich dann am Ende meines Kurzgeschichtenvorrats. Ich habe noch eine Serienkillergeschichte, aber mit Serienkillern habe ich es nicht mehr so. Dann ist da noch eine (wie ich finde) ganz gute Geschichte, auch aus der Frühzeit, wo ich mir als junger Mensch ein paar Gedanken darüber gemacht habe, wie es sein könnte, als alter Mensch zu sterben – finde ich aktuell nicht so passend. Dazu noch ein paar handschriftliche Dinge, zwei oder drei Fragmente… nichts, was ich hier verwenden könnte.

Fragt sich, wie es weiter geht. Ich könnte – wie Sarah – etwas Längeres in Fortsetzungen posten oder Fragmente aus bisher unveröffentlichten Romanen. Was wäre Euch lieber? Please let me know in the comments below. 😉




Wieder unter der Lizenz Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International (CC BY-NC-ND 4.0)*.



Tausch

von Michael Schreckenberg

Der junge Mann hörte dem anderen aufmerksam zu. Irgendwie konnte er ihn schon sehr gut verstehen. Ihm wäre das Ganze vermutlich auch langweilig geworden. Natürlich. Sein eigenes Leben war so langweilig. Aber…

,,Ich mache das jetzt schon seit 22 Jahren.“ sagte der andere gerade. „Es ist so ermüdend.“

Der junge Mann fühlte sich etwas unangenehm, schließlich war er an der Situation nicht ganz unschuldig.

,,Lies doch mal ein Buch‘, schlug er zaghaft vor, ,,oder hör doch einfach mal zu, wenn ich Musik laufen lasse.“

Der andere verzogdas Gesicht ,,Geht nicht. Die Tür ist undurchlässig, wenn sie geschlossen ist. Hast Du mich jemals gehört?“

,,Nein“, gab der junge Mann zu.

,,Siehst Du? Und mit dem Lesen ist leider auch nicht viel los. Ich muß ja immer auf dem Sprung sein, da kann man sich nicht groß konzentrieren. Ich freue mich ja schon, dass ich mal so ganz normal mit Dir reden kann. Viele die dasselbe tun wie ich, haben dies Möglichkeit nie. Die meisten sind total neurotisch, wenn sie pensioniert werden.“

Der junge Mann nickte. Verständlich, klar.

,,Ich habe Dich angesprochen, weil ich Dich um etwas bitten will. Ich wäre nicht böse, wenn Du ablehnst. Aber – könntest Du nicht mal – mit mir tauschen?‘.‘

Der junge Mann erschrak.

,,Du brauchst keine Angst zu haben“, sagte der andere eilig, ,,wir tauschen natürlich wieder zurück. Oh ja. das müssen wir sogar, es geht gar nicht anders. Wirklich, also…“ er brach ab und schaute den jungen Mann an.

Der überlegte und zögerte lange, bis er sprach. Dann sagte er langsam. ,,Geht das denn überhaupt? Ich meine. meine Familie, das Studium. Ich…“

,,Keine Sorge,“ unterbrach der andere eifrig, ,,da gibt es gar keine Probleme, das garantiere ich Dir. Niemand wird es merken. Und so schlecht ist es dann auch wieder nicht. Es gibt viel zu sehen, viel, worüber man nachdenken kann. Nur, 22 Jahre sind eine lange Zeit und…“

,,Wie lange?“

,,Was?“

,,Für wie lange willst Du tauschen?“

Der andere starrte ihn eine Sekunde an. Dann verstand er.

,,Oh, oh ja, ich äh ich dachte so an zehn, also zehn, zwölf Jahre. Ich… ich…“ er brach ab und starrte den jungen Mann wieder an. Er konnte es offenbar nicht fassen.

,,Zehn Jahre?“

,,Na ja..“

,Verrückt‘, dachte der junge Mann. ,Verrückt. Tu es bloß nicht. Wer weiß, ob Du ihm trauen kannst.‘ Er sah den anderen, die flehentliche Bitte stand ihm ins Gesicht geschrieben. ,Nein!‘ schrie sein Verstand.

,,Fünf Jahre“, sagte er.

,Idiot‘, antwortete der Verstand.

,,Danke!“ sagte der andere. ,,Danke. Du wirst es nicht bereuen, das schwöre ich Dir. Danke.“ Er kam zu ihm herüber.

,,Kann ich wirklich da rein. Einfach so?“

,,Ja. Ganz einfach.“

Der junge Mann schüttelte wortlos den Kopf.

Dann stieg er in den Spiegel.

ENDE













*Dies ist eine allgemeinverständliche Zusammenfassung der Lizenz und Haftungsbeschränkung (die diese nicht ersetzt).

Sie dürfen:

Teilen — das Material in jedwedem Format oder Medium vervielfältigen und weiterverbreiten, solange Sie sich an die Lizenzbedingungen halten:

Unter folgenden Bedingungen:

Namensnennung — Sie müssen angemessene Urheber- und Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht, der Lizenzgeber unterstütze gerade Sie oder Ihre Nutzung besonders.

Nicht kommerziell — Sie dürfen das Material nicht für kommerzielle Zwecke nutzen.

Keine Bearbeitungen — Wenn Sie das Material remixen, verändern oder darauf anderweitig direkt aufbauen, dürfen Sie die bearbeitete Fassung des Materials nicht verbreiten.

Keine weiteren Einschränkungen — Sie dürfen keine zusätzlichen Klauseln oder technische Verfahren einsetzen, die anderen rechtlich irgendetwas untersagen, was die Lizenz erlaubt.

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Der Dunkle Fürst und das Fräulein Niedermaier – Teil 11

Eigentlich sollte man ja denken, dass ein Dunkler Fürst Qual und Folter mag. Aber SO dann wohl doch nicht. 😀

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Als er aufwachte, tat ihm alles weh, mit besonderer Emphase auf die Körperteile, die einen Dunklen Fürst von einer Dunklen Fürstin unterschieden. Er quälte sich aus dem Bett, schon ganz schwach vor Hunger, und beschloss, ins Dorf zu reiten. Wozu hat man schließlich eine geknechtete Bevölkerung, wenn man sich nicht einmal ein Sandwich holen kann? Das Ankleiden stellte eine eigene Herausforderung dar – Fräulein Niedermaier hatte ihm die Roben des Tages immer herausgelegt, aber woher sie sie herausgelegt hatte, blieb ihm nach wie vor ein Rätsel. Schließlich blieb ihm nichts übrig, als die alles andere als saubere Robe vom Vortag überzustreifen.

Der Ritt ins Dorf war wegen gewisser Verletzungen von so unendlicher Agonie, dass er sich schließlich gezwungen sah, zu Fuß neben seinem dämonischen Ross einherzuhumpeln…

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