schreckenbergschreibt: Quarantänegeschichte Nr. 74 – Der Ruf, Teil 49

Heute erzähle ich Euch, wie der Kampf im Keller weiter geht. Die Spannung steigt (hoffe ich 😀 ). Und… erinnert sich jemand noch an das wiederkehrende Motiv in Philips Träumen?

Der Ruf – Teil 1, Hintergrund, Rechte

Der Ruf – Teil 2 Der Ruf – Teil 3 Der Ruf – Teil 4 Der Ruf – Teil 5

Der Ruf – Teil 6 Der Ruf – Teil 7 Der Ruf – Teil 8 Der Ruf – Teil 9

Der Ruf – Teil 10 (mit Gewinnspiel)

Der Ruf – Teil 11 Der Ruf – Teil 12 Der Ruf – Teil 13 Der Ruf – Teil 14

Der Ruf – Teil 15 Der Ruf – Teil 16 Der Ruf – Teil 17 Der Ruf – Teil 18

Der Ruf – Teil 19 Der Ruf – Teil 20 Der Ruf – Teil 21 Der Ruf – Teil 22

Der Ruf – Teil 23 Der Ruf – Teil 24 Der Ruf – Teil 25 Der Ruf – Teil 26

Der Ruf -Teil 27 Triggerwarnung: Suizid

Der Ruf – Teil 28 Der Ruf – Teil 29 Der Ruf – Teil 30 Der Ruf – Teil 31

Der Ruf – Teil 32 Der Ruf – Teil 33 Der Ruf – Teil 34 Der Ruf – Teil 35

Der Ruf – Teil 36 Der Ruf – Teil 37 Der Ruf – Teil 38 Der Ruf – Teil 39

Der Ruf – Teil 40 Der Ruf – Teil 41 Der Ruf, Teil 42 Der Ruf – Teil 43

Der Ruf – Teil 44 Der Ruf – Teil 45 Der Ruf – Teil 46 Der Ruf – Teil 47

Der Ruf – Teil 48


Der Ruf – Teil 49

Der andere zog sich für einen Moment zurück, eine Sekunde vielleicht. Dann hob das Ding den Kopf, lachend, und Stephan sah, wie der Kehlkopf vor seinen Augen abschwoll. Gleichzeitig verschwanden, die Wunden im Gesicht.

Das konnte er noch nicht. Leider.

Das Wesen stürzte sich auf ihn, wieder, und Stephan wusste, dass es das letzte Mal war. Es gab nur noch eine Chance, eine kleine. Es hing alles davon ab, wie lange er die Kontrolle über den Körper halten konnte. Nachdem Philip gestorben war.

Sie kämpften kurz um die beste Ausgangsposition, dann hatten sie sich gegenseitig die Hände um den Hals gelegt und drückten sich die Blutzufuhr zum Gehirn ab. Stephan wusste, dass er Christophs Körper auf diese Art töten konnte, es gab Zerstörung, die sein Feind nicht heilen konnte. Das Problem war nur, dass er der Schwächere war, dass Philip zuerst sterben würde. Aber er hatte auch den toten Justus noch zur Tür laufen lassen. Vielleicht würde er auch mit Philips Körper durchhalten, bis Christoph ebenfalls tot war.

Irgendwo schrie Philip und flehte um sein Leben. Er schob ihn weg. Es war zu spät. Die Entscheidung war gefallen.

„Nein!“

Schreie von außen, uninteressant, er musste drücken. Durchhalten. Töten.

„Nein, Stephan, bitte, Du bringst ihn um!“

Britt sah auf die beiden Kämpfenden. Sie brachten sich um. Christoph kniete auf Philips Brust und stützte sich mit beiden Händen auf den Hals ihres Liebsten. Stephan, denn sie wusste, dass es nicht Philip war, hatte es geschafft, Christophs Hals mit Philips Händen zu packen. Aber er war der Schwächere und in der schwächeren Position. Er würde sterben.

Sie zwang sich verzweifelt, nicht daran zu denken, dass Philip starb und das dann alles vorbei sein würde. Sie erwog kurz, dazwischen zu gehen, dann sah sie auf Maike, die immer noch bewusstlos unter der Treppe lag. Keine gute Idee. Aber wenn…

Die Weinflasche.

Sie drehte sich herum und krabbelte so schnell ihr Knie es erlaubte in die Ecke. Die verdammte Flasche war hinter das Regal gerollt. Unwillig schob sie die Axt und den Spaten zur Seite.

Die Axt.

Und sie wusste mit einem Mal, was sie tun musste. Nicht die Flasche. Es würde nicht genügen, ihn von Philip wegzuschlagen. Darum war es nie gegangen.

„Nein“, sagte sie, als sie aufstand und den Stiel der rostigen Axt mit beiden Händen ergriff. „Oh nein.“ Sie humpelte zu den beiden Kämpfenden hinüber. Es war ein kurzer Weg.

„Christoph, es tut mir leid“, sagte Britt.

FORTSETZUNG FOLGT

Über Mountfright

Autor und Öffentlichkeitsarbeiter, Mann und Vater, Leser und Filmfreak. Kindheit in den 1970ern, weswegen mich bis heute seltsame Musik mit Ohrwürmern plagt. Aufgewachsen in den 80er Jahren, einem Jahrzehnt, das nicht halb so grau war, wie die anderen glauben. Erste Kurzgeschichte mit 13, erster echter Romanversuch (nach pubertären Ausfällen) mit 17, die nachfolgende Schreibblockade habe ich mir mit Songtexten für die Kölner Psychobillyband "Boozehounds" vertrieben. Danach ging es wieder: Erster lesenswerter Roman mit 26, seither nicht mehr aufgehört.
Dieser Beitrag wurde unter Quarantänegeschichten, schreckenberglebt, schreckenbergschreibt abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu schreckenbergschreibt: Quarantänegeschichte Nr. 74 – Der Ruf, Teil 49

  1. Pingback: Der Ruf, Teil 49 | Der Guppy war's und nicht die Lerche

  2. Pingback: Quarantänegeschichte Nr. 75 – Der Ruf, Teil 50 | schreckenbergschreibt

  3. Pingback: schreckenbergschreibt: Quarantänegeschichte Nr. 77 – Der Ruf, Teil 52 | schreckenbergschreibt

  4. Pingback: schreckenbergschreibt: Das waren die Quarantänegeschichten | schreckenbergschreibt

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s