schreckenbergschreibt: Quarantänegeschichte Nr. 75 – Der Ruf, Teil 50

Hallo, schön dass Ihr wieder hier seid, um gleich ein doppeltes Jubiläum mit uns zu feiern. Denn heute erzählen Sarah und ich Euch unsere jeweils 75. Quarantänegeschichte – und „Der Ruf“ geht in die 50. Episode. Mit dieser Episode endet die Geschichte der Party und der Belagerung – morgen und übermorgen erzähle ich Euch noch den Epilog.

Der Ruf – Teil 1, Hintergrund, Rechte

Der Ruf – Teil 2 Der Ruf – Teil 3 Der Ruf – Teil 4 Der Ruf – Teil 5

Der Ruf – Teil 6 Der Ruf – Teil 7 Der Ruf – Teil 8 Der Ruf – Teil 9

Der Ruf – Teil 10 (mit Gewinnspiel)

Der Ruf – Teil 11 Der Ruf – Teil 12 Der Ruf – Teil 13 Der Ruf – Teil 14

Der Ruf – Teil 15 Der Ruf – Teil 16 Der Ruf – Teil 17 Der Ruf – Teil 18

Der Ruf – Teil 19 Der Ruf – Teil 20 Der Ruf – Teil 21 Der Ruf – Teil 22

Der Ruf – Teil 23 Der Ruf – Teil 24 Der Ruf – Teil 25 Der Ruf – Teil 26

Der Ruf -Teil 27 Triggerwarnung: Suizid

Der Ruf – Teil 28 Der Ruf – Teil 29 Der Ruf – Teil 30 Der Ruf – Teil 31

Der Ruf – Teil 32 Der Ruf – Teil 33 Der Ruf – Teil 34 Der Ruf – Teil 35

Der Ruf – Teil 36 Der Ruf – Teil 37 Der Ruf – Teil 38 Der Ruf – Teil 39

Der Ruf – Teil 40 Der Ruf – Teil 41 Der Ruf, Teil 42 Der Ruf – Teil 43

Der Ruf – Teil 44 Der Ruf – Teil 45 Der Ruf – Teil 46 Der Ruf – Teil 47

Der Ruf – Teil 48 Der Ruf – Teil 49


Der Ruf – Teil 50

Die Stimme der Weiblichen. Und keine Schwäche darin, diesmal, was…

Der Hohepriester begriff zu spät. Er verstand erst, als der erste Schlag ihn verfehlte und die Waffe neben ihm in den Boden schlug. Er erkannte sie. Eine uralte Form. ‚K’tak‘, dachte er ‚sie hat ein K’tak, woher…‘

Der Stiel der Waffe traf ihn, als die Weibliche das K’tak wieder hochriss und die Wucht des Schlages drückte ihn hoch, weg vom Hals seines Feindes. Er drehte sich um, sah hoch und sah, wie das Blatt der Waffe auf ihn herunterfuhr. Er hörte, wie der verrottete Stahl in den Schädel seines Wirtes fuhr und sich tief hineinfraß. Ein Auge erlosch. Die babbelnde Stimme im Hintergrund wurde für einen Moment klar und lachte höhnisch und erlosch dann auch, und er versuchte fieberhaft, all die Verletzungen zu heilen, doch es waren zu viele, zu viel war zerstört. Zu viele Schäden. Zu wenig Zeit.

Und langsam, langsam begriff der Hohepriester das Unmögliche.

Nicht nach all der Zeit.

Nicht nach all den Siegen.

Und doch… Er würde diesen zerstörten Körper verlassen müssen. Und er wusste, was dort draußen auf ihn wartete.

Stephan verstand erst, als die Hände des Dings sich von Philips Hals lösten. Er sah Britt, die mit erhobener Axt über ihnen stand. Dann sauste die Axt hinunter, drang in den Schädel ein und Christoph kippte zur Seite. Britt ließ die Axt los und brach neben ihnen zusammen.

Hatte er einen Fehler gemacht? Hätte er sie einweihen sollen?

Nein, entschied Stephan, es war alles gut, so wie es gekommen war.

Er sah, wie Christoph starb. Er hatte alles richtig gemacht. Alles war gut.

Ich gehe jetzt. Danke.‘

Die Antwort war eisiges Schweigen, aber Stephan wusste, dass Philip noch lebte. Es war knapp gewesen. Er verließ seinen Freund, er hatte noch eins zu tun und der Gedanke erfüllte ihn mit heißer Freude. Und dann würde er zu den Toten gehen. Zu ihr.

Er drehte sich zu Christoph und sah den Feind herauskommen. So klein. So kraftlos.

Mit einem hungrigen Brüllen fiel Stephan über den Hohepriester her.

Britt sah etwas wie Hitzeflimmern in der Luft über Christophs Leiche, dann war es vorbei. Es war vorbei und sie hatten es überlebt.

Er ist fort. Danke Britt. Danke und leb wohl.‘

„Du hättest ihn sterben lassen! “, schrie sie. „Ich hasse Dich, ich verfluche Dich! Fahr zur Hölle!“

„Britt.“

Sie fuhr herum und sah, dass Philip sich langsam erhob. Sein Gesicht sah entsetzlich zerschlagen aus und am Hals hatte er große, rote Flecke. Sie kroch zu ihm, mit Laufen war es erstmal vorbei, und barg ihn in ihren Armen. Sie hielten sich, stumm. Irgendwann hörten sie ein Stöhnen unter der Treppe. Maike rappelte sich auf, taumelte zu ihnen. Sie sprachen. Sie saßen auf dem Boden und sahen hoch zu der offenen Kellerluke.

Zum Licht.

FORTSETZUNG FOLGT

Über Mountfright

Autor und Öffentlichkeitsarbeiter, Mann und Vater, Leser und Filmfreak. Kindheit in den 1970ern, weswegen mich bis heute seltsame Musik mit Ohrwürmern plagt. Aufgewachsen in den 80er Jahren, einem Jahrzehnt, das nicht halb so grau war, wie die anderen glauben. Erste Kurzgeschichte mit 13, erster echter Romanversuch (nach pubertären Ausfällen) mit 17, die nachfolgende Schreibblockade habe ich mir mit Songtexten für die Kölner Psychobillyband "Boozehounds" vertrieben. Danach ging es wieder: Erster lesenswerter Roman mit 26, seither nicht mehr aufgehört.
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7 Antworten zu schreckenbergschreibt: Quarantänegeschichte Nr. 75 – Der Ruf, Teil 50

  1. Flocke schreibt:

    Hach, was wäre die Welt ohne Frauen, die im richtigen Moment die Axt schwingen… 😇😘
    Oder versuchen, Männer in schwarzen Mänteln zu retten…

    Bin gespannt, wie die Überlebenden das alles der Polizei verklickern wollen.

    Geführte Grüße,
    Flocke

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