schreckenbergschreibt: Quarantänegeschichte Nr. 73 – Der Ruf, Teil 48

Wieder eine kurze Erzählung aus dem „Ruf“. Stephan erkennt seinen Denkfehler:

Der Ruf – Teil 1, Hintergrund, Rechte

Der Ruf – Teil 2 Der Ruf – Teil 3 Der Ruf – Teil 4 Der Ruf – Teil 5

Der Ruf – Teil 6 Der Ruf – Teil 7 Der Ruf – Teil 8 Der Ruf – Teil 9

Der Ruf – Teil 10 (mit Gewinnspiel)

Der Ruf – Teil 11 Der Ruf – Teil 12 Der Ruf – Teil 13 Der Ruf – Teil 14

Der Ruf – Teil 15 Der Ruf – Teil 16 Der Ruf – Teil 17 Der Ruf – Teil 18

Der Ruf – Teil 19 Der Ruf – Teil 20 Der Ruf – Teil 21 Der Ruf – Teil 22

Der Ruf – Teil 23 Der Ruf – Teil 24 Der Ruf – Teil 25 Der Ruf – Teil 26

Der Ruf -Teil 27 Triggerwarnung: Suizid

Der Ruf – Teil 28 Der Ruf – Teil 29 Der Ruf – Teil 30 Der Ruf – Teil 31

Der Ruf – Teil 32 Der Ruf – Teil 33 Der Ruf – Teil 34 Der Ruf – Teil 35

Der Ruf – Teil 36 Der Ruf – Teil 37 Der Ruf – Teil 38 Der Ruf – Teil 39

Der Ruf – Teil 40 Der Ruf – Teil 41 Der Ruf, Teil 42 Der Ruf – Teil 43

Der Ruf – Teil 44 Der Ruf – Teil 45 Der Ruf – Teil 46 Der Ruf – Teil 47


Der Ruf – Teil 48


Gut“, sagte das Ding auf der Treppe und sah in die Runde. Die eine Weibliche war bewusstlos, die anderen starrte ihn an, Augenwasser lief über ihr Gesicht. Schwach. So schwach. Zufriedenheit lag in seinem Blick. „Nur wir beide.“

Das Wesen versuchte noch einmal das Wort, mit dem es Stephan im Wohnzimmer gebannt hatte, aber diesmal konnte Stephan sich schützen. Der breite Mund verzog sich zu einem Grinsen, das die Zähne entblößte.

„Du hast also gelernt. Gut, gut. Ich könnte Dich gehen lassen, weißt Du?“

„Ich werde Dich töten.“

Christophs entstelltes Gesicht lachte, dann wurden die schmalen schwarzen Pupillen plötzlich zu dünnen Strichen und die gelben Augen leuchteten fahl.

„Genug jetzt. Stirb. Zum zweiten Mal!“

Von der Treppe herunter stürzte das Wesen sich auf Stephan, der es gerade noch schaffte, mit Philips Körper auszuweichen. Christophs Körper fiel neben ihm zu Boden, doch mit unmenschlicher Schnelligkeit drehte er sich um, federte wieder auf die Füße und griff an.

Dejá Vu.

Sie kämpften wieder, doch diesmal hatte Stephan es mit einem unwirklich behenden Gegner zu tun und er selbst war nicht mehr in dem Körper, den er bei dem letzten Kampf verloren hatte. Philip wurde hart geschlagen, seine Nase brach, ein Auge schwoll zu und er blutete, aber Stephan spürte die Schmerzen nicht, es waren nicht seine. Und langsam, langsam gewann er mehr Kontrolle über Philips Glieder. Er wusste, dass sein Feind mit ihm spielte, dass dieses alte Wesen ihn unterschätzte. Das war seine Chance.

Er streckte den linken Arm vor. Der nächste Schlag kam, berührte den ausgestreckten Arm. Stephan ließ sich von der Kraft seines Feindes führen, Philip Arm klappte im Ellenbogen ab und die Kraft des Schlages drückte seinen Körper herum. Christophs Faust schlug ins Leere und im nächsten Moment traf Stephan den Kopf des Dings mit einer Reihe schneller, harter Schläge. Christoph prallte zurück und das Ding in ihm war erstaunt, das konnte Stephan sehen. Erstaunt und verärgert. Es sprang ihn frontal an und Stephan landete einen harten, zerstörerischen Treffer in Christophs Kehlkopf.

Dejá Vu.

Er fühlte, wie der Knorpel brach, und mit einem Mal erinnerte er sich voll Entsetzen.

Dejá Vu.

Er hatte es vergessen. Was für ein dummer Fehler. Aber war es nicht lange her? War nicht eine Ewigkeit vergangen, seither?

FORTSETZUNG FOLGT

Über Mountfright

Autor und Öffentlichkeitsarbeiter, Mann und Vater, Leser und Filmfreak. Kindheit in den 1970ern, weswegen mich bis heute seltsame Musik mit Ohrwürmern plagt. Aufgewachsen in den 80er Jahren, einem Jahrzehnt, das nicht halb so grau war, wie die anderen glauben. Erste Kurzgeschichte mit 13, erster echter Romanversuch (nach pubertären Ausfällen) mit 17, die nachfolgende Schreibblockade habe ich mir mit Songtexten für die Kölner Psychobillyband "Boozehounds" vertrieben. Danach ging es wieder: Erster lesenswerter Roman mit 26, seither nicht mehr aufgehört.
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